Category Archives: Allgemein

Die Gemeinschaft der Lebenden und der Toten

Gerade in diesen Tagen von Allerheiligen und Allerseelen gehen die Gedanken vieler Menschen zu ihren Verstorbenen zurück. Sie werden wieder lebendig in der Erinnerung und auch die liebevolle (manchmal auch leidvolle) Verbundenheit wird wieder spür- und sichtbar. Man muss dazu nicht unbedingt die Gräber aufsuchen, manche haben dazu auch gar keine Gelegenheit. Dennoch sind die Verstorbenen über lange Zeit hinweg nicht vergessen – der Opa nicht und nicht die Oma, die Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte.

So wünschen es sich wohl alle Menschen: dass sie nicht vergessen sind, dass sie erinnert werden, dass sie noch dazu gehören zur Welt der Lebenden. Das gilt auch für die, die noch leben und dennoch aus unserem Bewusstsein geraten sind – aus welchen Gründen auch immer.

Wir Christen glauben und hoffen, dass wir erinnert werden durch Gott. Bei ihm sind alle Menschen verzeichnet im Buch der Lebeden, bei ihm sind wir lebendig auch nach unserem Tod. So wird das Fest des Todes eigentlich zu einem Fest des Lebens, bei dem Lebende und Tote verbunden sind und in der Gemeinschaft untereinander und mit Gott leben.  Das, was uns früher getrennt hat durch Leid und Verletzung, das wird – so hoffen wir – überwunden sein, weil Gott jedem Menschen das gibt, was ihm zur Vollkommenheit fehlt (wie es mal ein älterer Herr geäußert hat). Das ist bei manchen wohl die Gnade der Barmherzigkeit und der Verzeihung, die Annahme der eigenen Schwäche und Gebrechlichkeit, das Leiden an der Liebe, die gefehlt hat und die Erfahrung, dass es diese Liebe durch Gott gibt.

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Zuverdienst bei Grundrente

Unter dem obigen Titel veröffentlicht der „Mühldorfer Anzeiger“ in seiner heutigen Ausgabe die Frage, ob eine Aufwandsentschädigung im Rahmen eines Ehrenamtes auf die Grundsicherung angerechnet wird. In der Antwort wird deutlich, dass dies bis zu einer Höhe von 200€ im Monat nicht geschieht.

Das wird viele Senioren freuen, die sich jetzt schon ehrenamtlich engagieren. Vielleicht wird es aber auch den einen oder die andere motivieren, die gerne eine Aufgabe übernehmen will, das aber bisher aus Sorge um finanzielle Nachteile nicht getan hat. Denn immerhin etwa 30% aller Senioren bis in die Hochaltrigkeit hinein können sich eine ehrenamtliche/ bürgerschaftliche Aufgabe vorstellen – so das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ unseres Landkreises und die „Generali Hochaltrigenstudie“.

 

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen sind zu einemn Informationsabend eingeladen. Der Termin ist am

Dienstag, 4. November 2014 von 19.30 – 21.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Peter und Paul in Mühldorf.

Wir werden uns mit dem ehrenamtlichen Engagement Älterer befassen zu Gunsten einer pflegefreundlichen Gemeinde. Denn auch Ältere wollen sich ehrenamtlich engagieren. Andererseits wollen viele Menschen so lange es irgend geht daheim leben, was aber nur durch die Unterstützung durch andere möglich ist. Diese „anderen“ sind oft noch die Familienangehörigen, zunehmend aber wird es auf nachbarschaftliche Hilfe ankommen. Dabei können die Seniorenbeauftragten informieren, vermitteln, oder auch das ein oder andere anregen. Beim Informationsabend wollen wir uns dazu Gedanken machen und auch Anregungen bekommen.

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Gebet eines älter werdenden Menschen

Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenehit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch), hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zugelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören; aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Dieses Gebet der Teresa von Avila habe ich neulich bekommen. Obwohl Teresa vor 500 Jahren geboren wurde (nächstes Jahr ist ihr Jubiläum), scheint es mir doch auch für heutige Menschen noch Anregungen zu geben.

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Wohnen im Alter: Veranstaltungen der Staatsregierung

Das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration veranstaltet eine Vortragsreihe zum Thema: „Wohnen im Alter“. Hier sind die Themen und die Veranstaltungsorte:

Zu hause Wohnen bleiben
Nürnberg: Freitag, 21. November 2014 – Anmeldeschluss: 14. November 2014
Wohnen wie zu hause – alternative Wohnformen
Würzburg: Donnerstag, 11. Dezember 2014 – Anmeldeschluss: 4. Dezember 2014
Betreutes Wohnen
Augsburg: Freitag, 6. Februar 2015 – Anmeldeschluss: 30. Januar 2015
Wohnberatung und Technik im Leben älterer Menschen
München: Donnerstag, 19. März 2015 – Anmeldeschluss: 12. März 2015

Mehr Informationen:
→ www.wohnen-alter-bayern.de
→ www.zu-hause-daheim.bayern.de

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Wohnen im Alter: Treppenlifte

Ich bin auf eine Internetseite aufmerksam gemacht worden, bei der es Hilfe und Tipps bzgl. Treppenlifte gibt. Manche Menschen sind ja nicht mehr so mobil, wollen aber dennoch in ihrem gewohnten Haus bleiben. Hier kann u. U. zur Überwindung von Treppen und Stufen ein Treppenlift eingebaut werden. Was dabei zu beachten ist, welche Kosten entstehen können, an was man denken kann: das können Sie auf folgender Internetseite erfahren:  

http://www.treppenlift-ratgeber.de/ihre-situation/treppenlift-bei-behinderung/bedienbarkeit-nach-behinderungsgrad.html

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Stellungnahme der Bischofskonferenz zur Sterbehilfe

Die deutschen Bischöfe haben sich jetzt zum wiederholten Male zum Thema „Sterbehilfe“ geäußert. Sie bejahen massiv die Begleitung im Sterben, damit die Sterbenden Trost, Halt und Zuwendung erfahren. In diesem Dabeisein zeigt sich auch Gottes Dabeisein, der den Menschen in jeder Lebeslage bejaht. Die katholischen Bischöfe verweisen auf das Menschenbild, das sich in dieser Frage zeigt: Ist ein Mensch nur zu bemessen an der Leisung und dem Nutzen, den er für die Gesellschaft bringt oder hat er eine Würde, die unabhängig ist vom sozialen Status, von Lebensleistung, von Vermögen und sich statt dessen auf sein von Gott gegebenes Menschsein gründet? Die Antwort der katholischen Kirche ist eindeutig.

Die Bischöfe fordern viel mehr einen Ausbau der Sterbebegleitung, etwa durch Hospize, Palliativstationen, Hospizbegleiter. Sie sehen als als eine der wichtigen Aufgabe der Kirche an, Sterbende zu begleiten und auch deren Angehörige. Sie formulieren (etwas plakativ): Es ist besser, an der Hand eines Menschen zu sterben als durch die Hand eines Menschen. So lehnen sie auch den assistierten Suizid ab, den vor einiger Zeit einige Mediziner unter bestimmten und eng umgrenzten Bedingungen für möglich gehalten haben (siehe meinen Artikel dazu).

Wer sich genauer informieren will, kann dies auf der Homepage der Bischofskonferenz tun unter: http://www.dbk.de/themen/sterben-in-wuerde/

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Fortbildung für Seniorenclubleiter zum Thema: „Geschenke“

Gestern hat Frau Adelheid Widmann vom Erzbischöflichen Ordinariat München für die Seniorenclubleiter aus unserer Region einen Fortbildungsnachmittag gehalten. Als erste Anregung durfte sich jede/r aus der Mitte einen Gegenstand aussuchen, mit dem er die „Weihnachtsbäckerei“ verbindet. In der Vorstellung dieses Gegenstandes und der dazugehörigen Geschichte wurden bei den anderen TeilnehmerInnen eigene Erinnerungen wachgerufen, die z. T. schon lange „vergessen“ waren. So entstand eine „Erinnerungsexplosion“ mit lebhaften Beiträgen. Ein weiterer Baustein im biografischen Arbeiten waren die Paargespräche zu bestimmten kurzen Themen wie etwa: „Ein Mensch, bei dem ich mich mal wohl gefühlt habe“ oder: „Ein Ort zum Entspannen“ oder – besonders nachdenkenswert: „Wofür habe ich noch nie „Danke“ gesagt?“ (etwa für das Bett, in dem ich schlafe; oder die Sonne, die scheint; oder dass ich frische Luft und sauberes Wasser habe).

Im Biografischen Arbeiten geht es, das war der theoretische Teil, nicht nur um Vergangenheit, sondern auch um das gegenwärtige Erleben und auch die Bedeutung für die Zukunft, egal, ob die nun Jahre oder auch vielleicht nur Tage beträgt. Dies kann aktiviert werden durch Fragen oder auch Gegenstände, Gerüche, Geschmack – letztlich durch jeden Sinn, den wir Menschen haben.  Es muss allerdings die Freiheit geben, nichts sagen zu müssen bzw. selbst auszuwählen, was und wie erzählt wird.

Durch den ganzen Nachmittag zogen sich sehr praxisorientieret Fragen und Anregungen, etwa zur Sitzordnung oder zur Willkommenskultur, oder auch die Frage, wie man mit Menschen umgeht, die alles ablehnen. Am Ende stand ein sehr persönlich gestalteter Segen, der noch einmal viel Tiefe und Intensität hat spüren lassen.

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Erntedank – Ernte meines Lebens

Beim Einkehrvormittag in Niederbergkirchen haben wir uns Gedanken gemacht zum Erntedankfest. Dieses Fest gibt es in allen Kulturen und allen Religionen. Früher wurden Früchte oder junge Tiere geopfert im Bewusstsein, dass eine gute Ernte nicht nur das Ergebnis der menschlichen Arbeit ist, sondern der göttlichen Kraft bedarf.

Wir haben den Feldfrüchten, dem Obst und den Blumen noch Symbole für menschliche Arbeit hinzugefügt – etwa einen Kochtopf, Werkzeug, eine Kinderzeichnung, den Gesang. Dadurch wollten wir sichtbar machen, dass Erntedank heute nicht mehr nur die bäuerliche Arbeit umfasst, sondern für alle Arbeit gilt.

Daraufhin haben wir die Ernte des menschlichen Lebens insgesamt inden Blick genommen:  die in einer Medaille gewürdigte Lebensleistung, die Biografie, die Glaubensgeschichte.

Der letzte Schritt war daraufhin das unperfekte Leben, dargestllt im wurmstichigen Apfel, der Scherbe, dem gebrochenen Herzen. Auch Unvollendetes, auch Zerbrochenes, auch das Scheitern gehört zum menschlichen Leben, zur Lebensernte dazu.

Für all dies wollten wir unserem Gott unser „Danke“ sagen, ausgedrückt im Gebet und in der Bitte um Segen.

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Gruppe pflegender Angehöriger in Oberneukirchen

Am kommenden Dienstag, den 9. September 2014, trifft sich die Gruppe pflegender Angehöriger von 19.30 – 21.00 Uhr wieder in Oberneukirchen im Gemeindehaus. Auch neue Besucher sind immer herzlich willkommen, auch aus den umliegenden Gemeinden. Geleitet wird diese Gruppe von der Seelsorgerin Maria Durner, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wichtig ist in erster Linie mal das Ausspannen können, dann natürlich auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch sowie die Vermittlung von Hilfsmöglichkeiten. Ich möchte an dieser Stelle auch auf meine Seite mit dem Hilfenetzwerk hinweisen.

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