Category Archives: Allgemein

Männer trauern

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, haben es Männer mit ihrer Traure oft schwer. Sie meinen, sie müßten stark sein und dürften keine Gefühle zeigen. So verkapseln sie sich in sichselbst – und verhärten. Ich erlebe es immer wieder als eine große Befreiung und Erlösung, wenn dieser Trauer Raum gegeben werden kann, wenn Männer  zu weinen beginnen, wenn sie in ihrer Trauer zeigen können, wieviel ihnen dieser Mensch bedeuet hat.

Der Anna-Hospiz-Verein bietet jetzt ein Treffen an, bei dem Männer miteinander reden, trauern, auch weinen können – ohne Scham, vor anderen (und wohl auch vor sich selbst) als schwach dazustehen.

Die Termine sind:

Mittwoch, 17. Oktober 2012            19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 21. November 2012        19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 19. Dezember 2012         19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 16. Januar 2013              19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 20. Februar 2013            19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 20. März 2013                 19.00 – 20.30 Uhr
Mittwoch, 17. April 2013                  19.00 – 20.30 Uhr

Leitung
Josef Hell, Palliativmediziner,
Martin Kuhn, Klinikseelsorger

Ort: Anna Hospiz i. Ärztehaus an der Kreisklinik Mühldorf, Krankenhausstr. 1 a   3. OG , 84453 Mühldorf.

Der Hospizverein bittet um telefonische Anmeldung unter 08631/1857-0

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Regionale Originale – Auftaktveranstaltung

Am kommenden Mittwoch, den 24. Oktober 2012 findet im Ökonomiestadel in Mühldorf, Spitalgasse die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Regionale Originale“ des Katholischen Kreisbildungswerks statt. Beginn ist um 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Hintergrund dieses Projektes ist die Beobachtung, dass es viele besondere Menschen mit ungewöhnlichen Lebensgeschichten gibt, die diese Menschen zu „Originalen“ haben werden lassen. Solche Geschichten und Menschen wollen wir würdigen und in Erinnerung behalten, ihre Lebenserfahrung und Lebensweisheit kann alle erfreuen oder in Staunen versetzen, kann uns Jüngere bereichern, vielleicht sogar zum Modell werden.  So werden bei der Auftaktveranstaltung vier Menschen aus ihrer (bzw. des Vaters) Lebensgeschichte vorlesen. Die Lesungen werden von den Kreisheimatpflegern Reinhard Albert und Reinhard Baumgartner musikalisch umrahmt.

Im Lauf der Herbstes bietet das Kreisbildungswerk in Zusammenarbeit mit Frau Inge Finauer an fünf Orten eine Schreibwerkstatt zum „Biografischen Schreiben“ an. So hoffen wir, möglichst viele Menschen dazu anregen zu können, ihre eigene Geschichte zu schreiben, evtl. sogar nur für sich selber oder die eigene Familie.

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II. Vatikanisches Konzil – Jahr des Glaubens

Vor fast auf den Tag genau 50 Jahren wurde in Rom das II. Vatikanische Konzil eröffnet. Papst Johannes XXIII. wollte damit die Kirche für die Welt und die Welt für die Kirche öffnen. Das ist ihm und dem Konzil gelungen. Erst das Konzil hat es ermöglicht, dass sich „Laien“ (so nennt man in der Kirche alle, die nicht geweiht sind) in der Kirche engagieren. Seelsorge durch theologisch ausgebildete Pastoralreferenten und Gemeindereferenten und auch Seelsorge durch Gemeindemitglieder, die sich ihrer Kirche verbunden fühlen und ihre Talente, Zeit, Kraft, Mühe und Lebenserfahrung einbringen, wären vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen. „Seelsorge mit und durch Senioren“, wie sie heute praktiziert wird, ruht auf dem Fundament, welches damals gelegt wurde. (Persönlich kann ich sagen: Ohne Konzil gäb es mich nicht als Seelsorger). Dass wir heute – auch ohne Priester – Gottesdienst feiern können, weil sich Laien dafür engagieren; dass den Kranken durch Kommunionhelfer die Kommunion nach Hause oder ins Krankenhaus bzw. Seniorenheim gebracht werden kann, ist eine Frucht des Konzils. Nicht zu vergessen, der liturgische Aufbruch durch eine verständlichere Form und Sprache der Gottesdienste.

In diesem Jahr feiern wir das Jubiläum mit einem Jahr „Jahr des Glaubens“. Dazu gibt es viele Veranstaltungen. Unser Bistum hat dazu eine Internetseite ( www.50-jahre-vatikanum.de ) eingerichtet. Dort finden Sie Informationen, Hinweise und Anregungen dazu.

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Ganz jung.Ganz alt. Ganz Ohr

Das Bayerische Sozialministerium hat die Förderung für die Aktion „ganz jung.ganz alt.ganz ohr“ bis zumMärz 2013 fortgesetzt. Damit können generationenübergreifende Aktivitäten in den Gemeinden weiterhin unterstützt werden. Beteiligen können sich Verbände und Vereine, Schulen und Kindergärten, Seniorenclubs und Jugendgruppen, Altenheime und ambulante Dienste. Ideen wären etwa eine gemeinsame Adventfeier, bei der die Senioren den Jungen von früher erzählen, Adventslieder (alte und auch moderne) gesungen werden oder auch miteinader gebacken werden kann (wenn es dazu räumliche Möglichekiten gibt). Oder auch ein Projekt, bei der junge Menschen die alten unterstützen, trotz bzw. mit Gehbehinderung bei widriger Witterung in die Kirche zu kommen. Der Kreativität ist keinerlei Grenze gesetzt. Informationen gibt es unter: www.bayern-ist-ganz-ohr.de.

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Wohnen im Alter

Die neuesten Nachrichten melden, dass immer mehr Rentner in Deutschland allein leben, etwa nach dem Auszug der Kinder und dem Tod des Partners. Eine wachsende Zahl hat das ganze Leben als Single verbracht. Aber mit dem höheren Alter stellen sich Fragen: Kann ich noch in meiner Wohnung bleiben? Wie kann/ muss sie ausgestaltet werden, damit sie rollstuhlgerecht ist? Gibt es ein ausreichendes Hilfenetzwerk in meiner Umgebung? Hier steht unsere Gesellschaft vor neuen Herausforderungen – und zwar in vielfältiger Weise.

Beim Hilfenetzwerk möchte ich auf meine Liste für den Landkreis Mühldorf verweisen. Sie ist bei mir zu bekommen, auch die Seniorenbeauftragten der Kommunen und der Pfarreien haben sie (soweit sie mir bekannt sind) erhalten. Zum Thema: „Wohnen im Alter“ habe ich einen neuen Link hinzugefügt. Dort finden Sie Informationen über viele unterschiedliche Modelle, wie Menschen im Alter leben können.

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Rentenmodell der katholischen Verbände

Gott sei Dank ist in den letzten Wochen eine z. T. leidenschaftliche Diskussion über die zukünftige Rente in Gang gekommen. Einerseits geht es ja darum, den älteren Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, andererseits darum, den immer weniger werdenden jungen Menschen nicht zu viel aufzubürden. Bereits 2007 haben einige katholische Verbände (etwa Kolping, die Katholische Frauengemeinschaft, das Landvolk) eine Broschüre herausgebracht mit einem Rentenmodell, das sich diesen Zielen verpflichtett weiß. Es besteht aus drei Sockeln:

1) einer Sockelrente für jeden, der in Deutschland lebt   –   2) eine Arbeitnehmerpflichtversicherung, deren Beitrag sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen   –   3) Betriebliche und private Vorsorge.

Auch über die jeweilige Finanzierung macht sich die Broschüre Gedanken und kommt nach einer kritischen Prüfung durch das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zu dem Schluß, dass dieses Modell auch gut umzusetzen wäre. Die Broschüre nennt acht Gründe, die für ihr Modell sprechen. Am wichtigsten vielleicht, dass sich Erziehungszeiten und Zeiten ehrenamtlichen Engagements mehr rechnen und dass es eine größere Solidarität gibt, um Altersarmut zu vermeiden. 

Im Internet ist dieser Text nicht ganz leicht zu finden: unter: www.kab.de muss man in der 2. Spalte ganz nach unten gehen, dann findet man „Das Rentenmodell“. Sie können aber auch mich kontaktieren,dann sende ich ihnen die Datei zu.

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Urlaub

Ich bin bis Ende September in Urlaub. Der nächste Artikel erscheint also erst wieder Anfang Oktober. Aber blättern Sie doch mal die bisherigen durch!

Ich wünsche Ihnen einstweilen alles Gute und Gottes Segen!

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Eine Aufgabe, die sich lohnt

Ich möchte nochmals auf den nächsten Kurs für einen Besuchsdienst im Seniorenheim bzw. Krankenhaus, den wir unter dem Titel Eine Aufgabe, die sich lohnt“ anbieten,  hinweisen, denn vielleicht suchen ja SIE oder einer Ihrer Bekannten eine solche Aufgabe, die Ihrem Leben Freude, Erfüllung und Sinn gibt.

Er findet ab dem 1. Oktober 2012 immer montags von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Seniorenzentrum Sonnengarten in Mühldorf statt, umfasst acht Einheiten und ist für die Teilnehmer kostenlos.

Inhaltlich béfassen wir uns mit der Lebenssituation von Krankheit, von Alter, in Demenz; wir überlegen und üben, wie man mit Menschen in diesen Situationen reden kann; wir machen uns Gedanken über Sterben und Tod und welche Hilfe uns unser jeweiliger Glaube bei unseren Besuchen bietet. Außerdem erfahren wir, wie wichtig für die Einrichtung und besonders die Menschen in diesen Einrichtungen der Besuch ist.

Wenn Sie Geschmack bekommen haben, können Sie sich bis 21. September 2012 beim Katholischen Kreisbildungswerk (Tel 08631/ 37670) oder bei Klinikseelsorger Martin Kuhn (Tel 08631/ 613 47 74) weiter informieren und auch anmelden.

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Reden wir über die Altersarmut als wachsende Realität!

Mittlerweile macht sich die Erkenntnis breit, dass es in Zukunft sehr viel mehr Renter geben wird, die an der Schwelle zur Armut leben und auf einen Zuverdienst und/ oder staatliche Hilfe angewiesen sind. Ich selber habe schon mehrfach auf dieser Seite und auch beim Seniorenpolitischen Gesamtkonzept unseres Landkreises auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Heute wird in der Presse veröffentlicht, dass ein Rentner, der 35 Jahre lang 2.500 € Brutto verdient hat, ab 2030 eine Rente von 688, 16 € bekommt (zitiert nach dem Mühldorfer Anzeiger vom heutigen Tag). 

Allerdings gilt dieser Betrag nur für Menschen, die auf eine so lange rentenversicherungspflichtige Arbeit kommen. Was ist mit den vielen, die durch Kindererziehung, Ausbildung, Arbeitslosigkeit u. ä. Lücken in ihrer Berufsbiografie haben? Oder die in Minijobs arbeiten müssen und so gar nicht auf einen Verdienst von 2.500 € kommen? Was ist mit all denen, die in Umschulungsmaßnahmen stecken oder Praktika (oft auch ohne Lohn) ableisten? Viele können sich eine private Altersvorsorge, wie von der Politik gefordert, nicht leisten. „Arbeit muss sich (wieder) lohnen“ – was ist, wenn Menschen keine Arbeit finden, von der sie leben können (um von „menschenwürdig leben“ noch gar nicht zu sprechen)?

Warum wird über die ganze Dimension des Problems, das ja wohl nicht nur einem kleinen Theologen wie mir klar wird, nicht offen geredet? Warum gibt es das alles nur scheibchenweise? Warum stellt man diese über alle Generationen hinweg wichtige und alle Generationen betreffende Frage nicht und diskutiert offen darüber? Die Lasten haben wir ja alle zu tragen – die Jungen, die das Rentensystem finanzieren; die Alten, die darauf angewiesen sind und es bisher finanziert haben; die Gemeinden, die sich um die betroffenen Menschen kümmern wollen/müssen; die große Politik,die die Rahmenbedingungen festlegt? Ich setze mich jedenfalls für ein breites Gespräch auf allen Ebenen ein!“

 

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Immer mehr Rentner arbeiten

Unter dem obigen Titel veröffentlicht die „Süddeutsche Zeitung“ heute die Angaben der Bundesregierung. Danach arbeiten etwa 760 000 Menschen in einem Minijob (bis 400 € im Monat), davon 120 000, die 75 Jahre und älter sind. Dazu kommen etwa 154 000 Menschen, die einer besser bezahlten Arbeit nachgehen, davon 80 000 mit einer vollen Stelle. Für einen Teil geht es wohl darum, ihre Fähigkeiten weiterhin einzusetzen, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, noch nicht „zum alten Eisen“ zu gehören. Für sehr viele Renter bedeutet die Arbeit jedoch sicher auch einen im wahrsten Sinne des Wortes not-wendigen Beitrag zum Lebensunterhalt, wenn die Rente nicht ausreicht. Diese Problematik wird in den kommenden Jahren noch drastisch ansteigen. So sind nach Angaben der Bundesregierung die Renten in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, am stärksten seien die Renten wegen Erwerbsminderung betroffen, so die SZ. 

Ich meine, dass es sich unsere Gesellschaft wohl auf Dauer nicht leisten kann, auf die Erfahrung und die Bereitschaft von älteren Menschen zur Arbeit verzichten zu können. Zum zweiten müssen wir uns vor allem um die Menschen mit geringer Rente kümmern (das werden in naher Zukunft die Frauen sein und später die Menschen, die jetzt im Niedriglohnsektor, etwa als Minijobber, arbeiten). Vielleicht müssen wir uns da von den bisherigen starren Regeln beim Renteneintritt verabschieden und für persönliche Belange mehr Raum schaffen.

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