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Offenes Ohr – offenes Herz

Mein Projekt Offenes Ohr – offenes Herz startet nach meiner Sommerpause wieder. Ab morgen bin ich wieder jeden Donnerstag von 10 – 11 Uhr im Cafe im Globus. Sie finden mich immer bei meinem Aufsteller:

Vielleicht wollen Sie nicht allein Ihren Kaffee trinken, sondern dabei mit jemandem ratschen. In der Zeit von 10 – 11 Uhr stehe ich allen zur Verfügung, die mit mir reden wollen. Das Thema bestimmen die Besucher, es kann über das Wetter gehen oder auch über sehr persönliche Themen. Ich habe da für alles ein offenes Ohr und ein offenes Herz. Auch die Dauer des Gesprächs bestimmen Sie selbst: nur wenige Sätze oder auch ganz lange. Ich bin auch für eine Verlängerung oder Fortsetzung offen.

Für mich jedenfalls gilt: Ich höre Ihnen zu!

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Studie zu den Arbeitsbedingungen von Pflegenden

Die Hans-Böckler-Stiftung hat eine neue Studie herausgegeben. Frau Prof. Dr. Hildegard Theobald von der Universität Vechta vergleicht darin die Arbeitsbedingungen für Pflegende in Deutschand, Schweden und Japan.

Die Altenpflege wird in allen drei Ländern wegen des demografischen Wandels immer bedeutungsvoller. Umso erstaunlicher ist es, dass sowohl die Qualifikation der Arbeitskräfte, deren Arbeitssituation sowie deren gesellschaftliches Ansehen überall weit verbesserungsfähig ist.

In allen drei Ländern liegt die Quote der Teilzeitjobs in der ambulanten Pflege bei mindestens 60 % (in Deutschland: 70%). Davon sind Helferinnen und Helfer sowie Ungelernte betroffen. Im stationären Bereich sind in Deutschland und Schweden zwischen 40 und 50 % in Vollzeit beschäftigt. In Deutschland beträgt der Anteil der Alten- und Krankenpflegekräfte im stationären Bereich lediglich 33%.

Frau Prof. Theobald hat auch die Arbeitsbelastungen untersucht. Vor allem der Zeitdruck macht 54% der Beschäftigten in Deutschland zu schaffen; in Japan und Schweden sind es dagegen „nur“ 35 bzw. 37%. Auch bei den wöchentlichen Überstunden ist Deutschland im ambulanten Bereich Spitzenreiter: 52% (gegenüber 28 [Japan] und 13 [Schweden]). Noch schlimmer im stationären Sektor: 73 – 53 – 40%. Der Grund: eine dünne Personaldecke, festgelegte Aufgabenkomplexe, enge Zeitkorridore.

Immer wichtiger wird bei uns in Deutschland die Rolle der Menschen mit Migrationshintergrund. Was die Qualifikation und das Arbeitszeitarrangement angeht, gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu deutschen Beschäftigten. Anders bei den Arbeitsbedingungen: 41% der Migrantinnen und Migranten machen Überstunden, bei den sonstigen sind es 18%.  In Arbeitsbesprechungen werden Migrantinnen und Migranten deutlich weniger einbezogen. Sowohl von den Vorgesetzten wie auch von den Familien erfahren sie wenig Wertschätzung, von ausländerfeindlichen Kommentaren berichten 15%.

Japan hat den höchsten Anteil an Männern in der Pflege. Dies liegt zum einen an der höheren Qualifikation, zum anderen daran, dass es dort mehr Vollzeitjobs gibt.

Frau Prof. Theobald plädiert als Resümee dafür, dass alle Pflegekräfte eine Ausbildung, am Besten berufsbegleitend, erhalten. Außerdem seien familienfreundlichere und flexiblere Vollzeit- und Teilzeitarrangements sowie eine bessere Kinderbetreuung notwendig. Personalengpässe müssten beseitigt werden und Arbeitgeber müssten der Benachteiligung von ungelernten Migrantinnen und Migranten (etwa bei den täglichen Besprechungen) entgegenwirken.

Wer die Studie nachlesen will, findet sie unter https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_383.pdf

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Informationsmappe des Polizeipräsidiums Oberbayern

Unter dem Titel „Solange es noch ´was zu erben gibt“ hat das Polizeipräsidium eine Informationsmappe erstellt. Darin werden zehn betrügerische Methoden vorgestellt, mit denen vor allem Senioren um ihr Erspartes gebracht werden. Selbstverständlich gibt es auch Hinweise, wie man sich vor diesen miesen Tricks schützen kann.

Einer der häufigen Tricks ist etwa der „Enkeltrick“: ein älterer Mensch wird angerufen und versetzt den Angerufenen in den Glauben, einen nahen Verwandten am Telefon zu haben. Dann wird eine finanzielle Notlage vorgegaukelt, in der dringend Bargeld benötigt wird. Es entsteht großer Druck, sodass der betreffende Betrag vom Konto abgehoben und schließlich einem Komplizen übergeben wird.

Die Verhaltenstipps: Seien Sie misstrauisch! Geben Sie keine Auskünfte über familiäre und finanzielle Verhältnisse. Stellen Sie Kontrollfragen (Name der Mutter etwa). Rufen Sie den Notruf 110 bei verdächtigen Wahrnehmungen.

Die Mappe ist bei allen Polizeidienststellen erhältlich oder im Internet über folgenden Link:

https://www.polizei.bayern.de/oberbayern/schuetzenvorbeugen/index.html/261791

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Urlaubspause

Ich will mich mit einem Gedicht in meine Urlaubspause verabschieden. Vielleicht ist das ja auch für Sie eine Anregung!?

Heute will ich mich freuen

Ich weiß wie es aussieht
Überall und nirgendwo.
Das Durcheinander ist alt
Das Chaos bleibt
Lebenslänglich
So vieles ist zu tun.
Aber heute will ich
Einen Platz für mich
Will die Sonne
Den Himmel
So selten hat er dieses Blau.
Will spüren
Dass meine Füße
Leicht sein können
Heute will ich mich freuen
Dass es mich gibt.

Anne Steinwart

Vielleicht haben Sie Lust, mal in meinen früheren Beiträgen zu stöbern. Den nächsten neuen finden Sie ab 6. August wieder hier.

So wünsche ich allen Lesern eine frohe Zeit.

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Offenes Ohr -offenes Herz: Ferienpause

Normalerweise bin ich ja immer donnerstags von 10 – 11 Uhr im Cafe im Globus zu einer offenen Sprechstunde unter dem Motto: „Offenes Ohr – offenes Herz“.

Die kommenden Wochen muss jedoch dieses Angebot ausfallen wegen meines Urlaubs.

Die nächste Sprechstunde findet wieder am 9. August 2018 von 10 – 11 Uhr im Cafe im Globus statt.

Bis dahin wünsche ich allen eine gute Zeit

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Konzertierte Aktion in der Pflege

Das Familienministerium, das Gesundheitsministerium und das Arbeitsministerium starten eine „Konzertierte Aktion“, um dem Pflegenotstand zu begegnen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Ab heute gehen wir gemeinsam gegen den Pflegenotstand vor. Das geht nur mit mehr Pflegerinnen und Pflegern. Wir wollen mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern und dazu die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Pflegen nach der Stoppuhr muss ein Ende haben. Gute Pflege braucht Zeit, um für Menschen da sein zu können. Die Pflegekräfte leisten viel, sie haben höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung im Alltag mehr als verdient.“‎

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Gute Pflege bedeutet Zuwendung. Die benötigt Zeit und genügend Personal.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Bei guter Pflege dreht sich alles um Menschen. Gute Pflegekräfte sind mehr als bloße Versorger. Darum werben wir dafür, dass es künftig deutlich mehr Frauen und Männer in Deutschland gibt, die sich um Pflegebedürftige kümmern. Wir wollen mit unserer Konzertierten Aktion den Pflegenden und den Pflegebedürftigen endlich die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die ihnen zusteht.

An dieser konzertierten Aktion sind die Ministerien und die Akteure aus der Pflege beteiligt.

Um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, setzt die Konzertierte Aktion Pflege fünf Arbeitsgruppen ein.

  • Arbeitsgruppe 1 „Ausbildung und Qualifizierung“
  • Arbeitsgruppe 2 „Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“
  • Arbeitsgruppe 3 „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“
  • Arbeitsgruppe 4 „Pflegekräfte aus dem Ausland“
  • Arbeitsgruppe 5 „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“

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Lernen im Alter

Die bagso hat eine neue Broschüre herausgebracht. Sie beschäftigt sich mit dem „Lernen im Alter“. Im Vorwort zitiert diese Broschüre Prominente, etwa Franz Müntefering: „Zum Älterwerden ist Lust auf Leben eine gute Voraussetzung.“ Oder den kanadischen Schauspieler Bill Mockridge: „Das Leben ist schön, wenn man nicht aufhört, neugierig zu sein.“

Zum Lernen schreibt die bagso:

Lernen geschieht oftmals in Zweierbeziehungen oder in Gruppen – im Austausch miteinander können viele ältere Menschen leichter lernen. Das liegt zum einen daran, dass man hierbei die eigenen Gedanken besser ordnen und gemeinsam über den Lerngegenstand nachdenken kann. Zum anderen motiviert es Menschen, wenn sie sich gegenseitig Mut zusprechen, Erfolgserlebnisse haben und Zuspruch erfahren. Die wechselseitige Stärkung ist nicht nur für Ältere ein wichtiger Lernfaktor, sondern für alle Menschen. Hier spricht man von „Empowerment“ – das bedeutet, dass die am Austausch beteiligten Personen sowohl sich selbst als auch ihr Gegenüber stärken.
Daraufhin beschreibt die Broschüre verschiedene Anlässe für das Lernen – etwa den Eintritt in den Ruhestand oder der Beginn von körperlichen Einschränkungen. Auch diverse Lernfelder werden beschrieben, etwa die digitale Welt, sowie auch klassische Wege wie etwa die Bildungswerke. Hinweise, auf was man bei der Auswahl des Angebotes achten sollte/ könnte, runden das Ganze ab.
Die Broschüre findet sich auf der Seite der bagso www.bagso.de. 

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„Offenes Ohr – offenes Herz“ auf der Seite des Erzbistums München-Freising

Bild: U. Huckemeyer

Mein Projekt „Offenes Ohr – offenes Herz“ wird auf der Homepage des Erzbistums München- Freising vorgestellt.

Man findet es auf der Seite der Seniorenpastoral unter folgendem Link:

 

https://www.erzbistum-muenchen.de/senioren/seelsorge-im-supermarkt

 

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Eine Aufgabe, die sich lohnt: der ehrenamtliche Besuchsdienst

Manche Menschen sind zu Hause sehr allein, andere sind es im Seniorenheim. Wieder andere freuen sich, wenn sie im Krankenhaus besucht werden, wenn die Gesundheit beeinträchtigt ist. Und dann gibt es die Personen, die Zeit haben und den Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun. Sie möchten gerne helfen und Not erträglicher machen. Aber sie sind unsicher. Wie kann das geschehen? Was können sie tun – und was auch nicht? Gibt es eine Hilfestellung für sie, wenn sie andere besuchen möchten?

Bereits zum elften Mal bieten der Klinikseelsorger von Mühldorf, Martin Kuhn, und ich einen Kurs an.  Er  richtet sich an alle, die sich überlegen, ob ein Besuchsdienst im Krankenhaus, im Seniorenheim oder auch daheim nicht etwas für sie wäre. An acht Nachmittagen vermitteln wir die wichtigsten Informationen und spielen die ein oder andere Situation auch durch. So erhalten die Teilnehmer (maximal 15) einen Eindruck davon, was sie erwartet und wie sie mit den Menschen umgehen können. Erst am Ende des Kurses ist eine Entscheidung nötig, man kann also auch erstmal schauen, ob das etwas ist, was den eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht.

Der Kurs findet immer am Montag Nachmittag von 14.30 – 17.00 Uhr im Seniorenzentrum Sonnengarten in Mühldorf statt.

Beginn ist am 1. Oktober – der letzte Nachmittag ist am 27. November (die Allerheiligenferien sind ausgenommen).

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis zum 24. September 2018 bei Martin Kuhn (martin.kuhn@kliniken-muehldorf.de bzw. 08631/ 613-4774 oder bei mir (mtress@eomuc.de bzw. 0170 220 78 05)

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Zum Welttag der Flüchtlinge

Die Welt rückt am „Welttag der Flüchtlinge“ die Geflohenen und Heimatvertriebenen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. In diesem Jahr sind das fast 70 Millionen Menschen weltweit. Unser (europäischer) Blick ist scharf gestellt auf diejenigen, die bis nach Europa und in unser Land kommen. Das ist jedoch lediglich ein kleiner Bruchteil. Die meisten Geflohenen finden Zuflucht in ihrem Heimatland oder in den Nachbarländern, die jedoch wie etwa Pakistan, Bangladesch oder der Libanon zu den ärmsten Ländern der Welt zählen.

Unsere eigene deutsche Geschichte ist ebenfalls geprägt von Flucht und Vertreibung – etwa im Zuge des 2. Weltkrieges. Gerade viele ältere Menschen (überwiegend die Frauen) erzählen davon, wie schwer es war, die Heimat zu verlassen, auf ungewissen und gefahrvollen Wegen sich zu bewegen und dann irgendwann und irgendwo unter schwierigen Verhältnissen anzukommen und wieder so etwas wie Heimat zu finden.

Das scheint mir gar nicht so ganz anders zu sein als das, was wir heute erleben. Sicher: die Sprache hat damals eine erste Brücke geschlagen. Aber die Erfahrung der Integration war auch vor 70 Jahren schon schwer – und zwar für beide Seiten. Diese Erfahrungen könnten unseren heutigen Umgang mit Fliehenden prägen. Drum meine dringliche Bitte: erzählt von Euren Erfahrungen von damals!!!

Was mich z. Zt. besonders bedrückt, ist die Sprache, mit der die Thematik der Flucht belegt wird. Banalisierend zum einen („Flüchtlingstourismus“), dramatisierend („Überfremdung“) auf der anderen Seite.  In der Sprache zeigt sich, wie sehr Schicksale, Menschen, Gruppen für ganz andere Interessen (Einfluss, Macht, Stimmung) missbraucht werden. Völlig in den Hintergrund des öffentlichen Bewusstseins gedrängt werden dabei die Menschen, die sich engagieren für die Integration, für ein gedeihliches Zusammenleben, für den Wunsch, irgendwo bei uns wieder so etwas wie Heimat zu finden.

Gerade mit Blick auf unsere so oft beschworene „jüdisch-christliche Prägung“ lohnt ein Blick in die Bibel: „Dein Vater war ein heimatloser Aramäer“  etwa oder noch deutlicher in Levitikus 19,33-34: „Wenn bei Dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“

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