Monthly Archives: Januar 2026

Hinaus in die Tiefe

Exerzitien im Alltag 2026

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner bietet auch in diesem Jahr wieder Exerzitien im Alltag an.

Das ist eine geführte Zeit in der Fastenzeit, in der man/ frau sich auf die Suche begibt nach Spuren des Göttlichen im Alltag. Dazu helfen die Materialien, die wöchentlichen Gruppentreffen und die täglichen Zeiten für die eigene Besinnung.

Eingeladen sind Menschen in der 2. Lebenshälfte. Die wöchentlichen Gruppentreffen finden immer mittwochs statt von 9 bis 11 Uhr im Kloster Zangberg – beginnend am 25. Februar.

Marianne Kaltner bittet um eine Anmeldung bis zum 13. Februar. Die Kontaktdaten und nähere Informationen finden Sie auf dem Flyer unten.

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Entlastung für die Seele

Die bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) hat einen Ratgeber überarbeitet und neu veröffentlicht. Er richtet sich an Angehörige von Pflegebedürftigen, die ja oftmals bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen (oder gar darüber hinaus). Damit ist freilich niemandem gedient.

Die bagso schreibt in ihrer Präsentation:

Der Ratgeber beschreibt typische Herausforderungen, die sich aus dem Pflegealltag ergeben können, und zeigt Wege auf, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen Kräften gelingen kann. Er ermutigt dazu, rechtzeitig Entlastung und Hilfen von außen in Anspruch zu nehmen und gibt eine Übersicht über konkrete Unterstützungsangebote. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung erstellt und im Rahmen der Neuauflage vollständig überarbeitet.

In dieser Broschüre werden verschiedenste Belastungen der Pflegenden angesprochen und auch Hinweise gegeben, wie man/ frau damit selbstfürsorglich umgehen kann. Dazu zählen etwa Entspannungstechniken, Gespräche mit anderen Pflegenden, u. U. auch therapeutische Unterstützung. Auch, sich Wissen anzueignen, gehört dazu – genauso wie professionelle Unterstützug in der Pflege in Anspruch zu nehmen.

Wer den Ratgeber herunterladen möchte, findet ihn unter folgendem Link:

https://www.bagso.de/publikationen/ratgeber/entlastung-fuer-die-seele

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Eine Anregung für Seniorenclubs

Können Sie das lesen?

Foto: Michael Tress

Dieses Bild stammt aus einem handgeschriebenen Rezeptbuch. Die Schrift ist die sog. „Sütterlinschrift“. Wir Ältere haben sie noch in der Schule gelernt.

In einer WhatsApp-Gruppe meiner Abiturklasse gab es allerdings sehr unterschiedliche Erfahrungen. Manche haben sie als erste Schrift gelernt – vielleicht noch auf der Schiefertafel mit Kreide; manche noch in der Volksschule (auch ein Wort aus vergangenen Zeiten), wenn auch später; wieder andere erst am Gymnasium.

Wenn Sie im Seniorenkreis das Wort „Sütterlin“ in den Raum stellen, gibt es bestimmt (wie in unserer Gruppe) eine Erinnerungsexplosion, wie es Adelheid Widmann, Leiterin der Seniorenpastoral im Erzbistum München, sagt. Sie meint damit, dass die Erinnerung einer Teilnehmerin bei anderen weitere Erinnerungen hervorruft und so in deshalb kürzester Zeit ein lebhafter Austausch entsteht.

Wenn Sie noch dazu einen Text in dieser Schrift verteilen, fangen die Senior*innen sicher das Lesen an. Gedruckte Texte eignen sich dazu besser als handgeschriebene. Auch darüber wird man sicher gut ins Gespräch finden.

Wenn Sie vielleicht eine alte Schiefertafel auftreiben, wird der Weg zu den Kindheitserinnerungen nochmal leichter.

Ich wünsche allen viel Freude dabei!

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Kino im Quartier

Die Caritas Müldorf bietet im Rahmen ihrer Reihe Kino im Quartier wieder einen Film an. Diesmal wird „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt – die Geschichte zweier ungleicher Männer, die doch zusammenfinden müsen und es auch tun. Der eine ist schwer behindert, der andere sein unkonventioneller Pfleger. Es ist ein sehr heiterer Film mit durchaus nachdenklichen Aspekten.

Der Termin für die Vorführung ist morgen, am Donnerstag, den 15. Januar 2026 um 16.30 Uhr im Cafe Ratatouille in der Münchener Str. 52 in Mühldorf.

Der Eintritt ist frei, Kaffee und Kuchen gibt es gegen eine Spende.

Flyer der Caritas Mühldorf

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Religiöse Sprache trifft auf Lebenswelt (oder auch nicht)

Ich habe gerade einen Artikel von Patrizia Erben-Grütz gelesen, der bei feinschwarz erschienen ist. Die Autorin beschäftigt sich mit der zunehmenden Diskrepanz zwischen Alltagssprache einerseits und religiöser Sprache andererseits. Sie untersucht das an Hand der Schulsituation im östlichen Deutschland, wo es religiöse Sprache im Alltag kaum mehr gibt.

Ich erlebe diese Diskrepanz auch bei uns in Bayern. Auch bei Erwachsenen und Senioren. Die kirchliche Sprache, zumal in den Gottesdiensten, erscheint mir sehr oft abgehoben von der Lebenswirklichkeit der Menschen. Ich stelle mir da drei Fragen:

  1. Merken die sprechenden Seelsorger das überhaupt?
  2. Haben die Seelsorgenden eine Ahnung vom Leben der Menschen in ihren Gemeinden (und das sind mehr als die Kirchenbesucher)?
  3. Machen sich die Seelsorgenden die Mühe (und das ist es auch), theologische Sprache zu übersetzen?

Gerade bei den Gottesdiensten in der Weihnachtszeit haben viele von „Gnade“, von „Heil“, von „Erlösung“ etc. geredet. Was bedeutet das für Menschen im 21. Jahrhundert? Etwa für Sozialhilfeempfänger, für Suchtkranke, für Rentnerinnen in der Altersarmut, für Vereinsamte und Verlassene etc. ?

Ich fürchte eine zunehmende Entfremdung von Lebenswelt und Kirchenwelt. Ich fürchte, dass die Rede von Gott nicht mehr verstanden wird. Dass sie damit ihre lebensförderliche Dynamik einbüßt.

In meinen „kleinen Gottesdiensten“ auf dieser Homepage versuche ich eine Alternative. Ich versuche den Brückenschlag zwischen Leben und Glauben. Ob der gelingt? Ich bin für Rückmeldungen (auch und gerade kritische) dankbar.

Wer den Beitrag von Patrizia Erben-Grütz lesen will, findet ihn unter folgendem Link:

https://www.feinschwarz.net/koennen-sie-das-auch-fuer-uns-normale-sagen-religioese-sprachlosigkeit-und-schulpastoral/

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Auf einen Ratsch 2026

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner lädt auch im neuen Jahr wieder ein „auf einen Ratsch„.

Das ist eine sehr niederschwellige Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen bei einer kostenlosen Tasse Kaffee. Den spendiert der Edekamarkt in der Oderstraße in Mühldorf.

Das Angebot der Seniorenseelsorge im Dekanat Mühldorf findet 14-tägig immer freitags von 9 bis 11 Uhr statt, 2026 erstmals am kommenden Freitag, den 9. Januar.

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