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Pflegende Angehörige

Am Dienstag lief in der ZDF-Sendung „Frontal“ ein Bericht über die belastende Situation pflegender Angehöriger. Am Beispiel einer Frau wurde sehr deutlich, unter welchen emotionalen, kräfteraubenden und auch finanziellen Erschwernissen die Pflegenden leben müssen. Besonders eindrücklich war für mich die Schwierigkeit, Pflege leisten zu müssen, wenn die Beziehung nicht stimmt, aber niemand anderer zur Verfügung steht. Ich selber denke dabei nicht nur an professionelle Helfer wie etwa die Pflegedienste, sondern auch an die Entlastung durch weitere Familienangehörige und auch ein soziales Umfeld. Mit der künftigen Bevölkerungsentwicklung wird sich die Notwendigkeit einer kombinierten Pflege noch vergrößern.

Auf der Seite des ZDF ist dieser achtminütige und sehenswerte Beitrag noch anzusehen.

 

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„Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein“ – Bericht vom Einkehrvormittag

Heute morgen haben wir uns – ausgehend vom Wort Jesu am Kreuz – Gedanken über das Paradies gemacht. Jeder hat eigene Vorstellungen geäußert, viel war dabei dei Rede von anderen Menschen, von Friede, von Glück, von Licht, von der Freiheit etc. Anschließend haben wir erfahren, dass mit dem Wort „Paradies“ ursprünglich im 11. Jhd. vor Christus ein Garten gemeint war, den der assyrische Herrscher anlegen ließ, geschützt und gepflegt. Im Mittelalter kam die Vorstellung auf, dass der Paradiesgarten von einer Flammenwand umgeben und so geschützt sei. Damit wird wohl ein Motiv aus der Bibel aufgegriffen, die sich den Erzengel Michael mit dem Flammenschwert vorstellt.

P1040798Wir haben dann einen solchen Garten nachgebaut und auf uns einwirken lassen. Dabei kam zum einen die Sehnsucht hoch nach solch einem Frieden, andererseits aber auch die Frage, ob wir in dieses Paradies gelangen werden. Hier half uns der Blick auf den Verbrecher am Kreuz, der von Jesus die Zusage erhalten hatte: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“. Wenn schon der, der wegen seiner Schuld zum Tode verurteilt wurde, zum Paradies Zutritt erhält, dann dürfen auch wir mit unseren vermutlich kleineren Fehlern Hoffnung haben. So wird dann das Paradies zum Ort der Vergebung, der Verzeihung, der Aussöhnung. So wird Gott jedem Menschen gerecht in dem, wie er geworden ist – mit allem Scheitern, mit allem Streben, mit allem Versagen, mit allen Hoffnungen und Wünschen und Sehnsüchten.

Wo aber bleibt die Gerechtigkeit? Wird die Barmherzigkeit Gottes nicht zum Freibrief?

Wenn ich mir meiner Fehler bewusst bin, weiß ich, wie sehr ich der Barmherzigkeit bedarf. Wenn ich spüre, wie sehr Menschen zu leiden haben unter anderen/ unter mir, werde ich vielleicht opferempfindlicher und leidsensibler werden.

 

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Ü-60-Messe 2014 in Mühldorf

Am Dienstag, den 29. April 2014 findet nachmittags wieder die Ü-60-Messe in Mühldorf im Haberkasten statt. Viele Aussteller  präsentieren sich und ihr Engagement für die Senioren im 1. Stock. Im Saal gibt es Vorträge und Bewirtung, sodass auch für das gemütliche Zusammensein gesorgt ist. Nähere Informationen gibt es bei den beiden Veranstaltern, der Stadt Mühldorf mit Seniorenreferentin Frau Marianne Pfaffeneder und bei der Caritas durch den Geschäftsführer Herrn Herbert Späth.

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Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein

Unter dem Titel „Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein“ biete ich am Mittwoch, den 9. April 2014 einen Einkehrvormittag für Menschen ab der Lebensmitte an. Er findet von 9-11 Uhr im Kloster Zangberg statt. Wir werden uns – ausgehend von der Erzählung aus der Kreuzigungsgeschichte – mit den Vorstellungen vom Paradies beschäftigen und daraus eine lebenswerte und angstlösende Perspektive für unser eigenes Leben entwickeln.

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Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung – ein Abend mit Henning Scherf

Ich möchte auf einen Abend mit Henning Scherf, dem früheren Bürgermeister von Bremen aufmerksam machen. Er findet im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg statt. In der Ausschreibung heißt es:

Wer nach vorne schaut, bleibt länger jung
Ein Abend mit Henning Scherf
Veranstaltungsnr.: 14-0636
Beginn: 23.04.14, 19:30
Ende: 23.04.14, 22:00
ReferentInnen: Dr. Henning Scherf
Beitrag: 8,00
Max. TeilnehmerInnen: 180

Zum Älterwerden gehören Mut und Optimismus dazu. Jede/r kann selbst etwas tun für das Glück, davon ist Henning Scherf überzeugt. Er macht klar: Unabhängig vom Alter, sollte jeder sein Leben selbst in die Hand nehmen, sich für die Gemeinschaft einsetzen und gesellschaftlich aktiv sein. Er selbst lebt es vor: Mit 75 Jahren engagiert er sich in vielen sozialen Bereichen und gibt Mut, im Alter nicht zu resignieren, denn wer nach vorne schaut, bleibt länger jung.
Henning Scherf wird sich an diesem Abend auch mit der Frage befassen: Wie wollen wir alt sein? Und vor allem: Wie können wir würdig altern? Nicht „weggesperrt in Altensilos“, sondern gemeinsam mit anderen, mitten in der Gesellschaft? Altsein ist eine Herausforderung. Aber sie ist zu bewältigen.

Referent:
Henning Scherf, Dr. jur., geb. 1938, war lange Jahre Bildungs- und Justizsenator und von 1995 bis 2005 Bürgermeister von Bremen; er ist verheiratet, hat drei Kinder, ist mehrfacher Großvater und lebt in Deutschlands berühmtester Wohngemeinschaft

Beitrag: € 8,-
SchülerInnen und Studierende: € 4,-

Anmeldung erforderlich.

St. Virgil Salzburg
Bildungs- und Konferenzzentrum, Seminarhotel
Ernst-Grein-Straße 14 | A-5026 Salzburg
Tel: +43/662/65901-0 | Fax: +43/662/65901-509
E-Mail: anmeldung@virgil.at St. Virgil Programm
E-Mail: reservierung@virgil.at Veranstaltungsorganisation

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Katholikentag in Regensburg (1)

Ich habe das Programm des Katholikentages vom 28. Mai – 1. Juni 2014 in Regensburg bekommen. Hier mal ein erster Tipp für eine Podiumsdiskussion mit erstklassiger Besetzung.

Fr 14.00 bis 15.30 Schneller Tod – guter Tod?  Lebens-Wert am Lebensende
Dr. Elisabeth Albrecht, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Regensburg
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Fellow am Max-Weber-Kolleg, Erfurt
Wolfgang Putz, Anwalt für Medizinrecht, München
Günter Renner, Krankenhausseelsorger, Landshut
Moderation: Clemens Finzer, München
Musik: Alexander Bayer, Ensemble Entzücklika, Obermarchtal
Universität, Zentrales Hörsaalgebäude, UG, Raum H10 (48 • D6)

 

Im Laufe der Zeit werde ich immer wieder mal Vorschläge und Hinweise zum Katholikentag geben.

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Gedanken zur Fastenzeit (5)

Ich habe zwei Texte gefunden, die – so glaube ich – von Ignatius von Loyola stammen. Ignatius hat im 16. Jahrhundert in Spanien gelebt und dort die Großartigkeit des Ritterlebens gesucht und auch genossen. Nach einer schweren Kriegsverwundung entdeckte er in der Rekonvaleszenz, als es mit seiner Großartigkeit vorbei war und sich alles Bisherige als recht begrenzt erwiesen hatte, den christlichen Glauben. Später hat er mit ein paar Freunden die „Gesellschaft Jesu“ gegründet – die Jesuiten. Wichtig wurde sein Exerzitienmodell, mit dem auch heute noch Menschen nach Gott suchen, etwa in den „Exerzitien im Alltag“. Dabei gab er sich nicht mit vordergründigen Antworten zufrieden, sondern suchte immer mehr. Dieses „MEHR“ – lateinisch: magis – ist freilich nicht auf materielle Güter und Vermögen ausgerichtet oder den gesellschaftlichen Status, sondern er wollte immer mehr die Nähe zu Gott erfahren.

Hier nun der erste Text, der vielleicht auch für uns heute eine Anregung ist, das eigene Handeln zu überdenken und zu bestimmen:

Wir müssen so rückhaltlos auf Gottes Gnade vertrauen, als ob alle menschlichen Mittel nichts vermöchten;
gleichzeitig aber alle menschlichen Mittel mit solcher Umsicht und Tatkraft anwenden, als ob aller Erfolg einzig davon abhinge.
 

Und auch den zweiten Text finde ich sehr bemerkenswert, denn er kann uns davor bewahren, unkritisch alles zu übernehmen und mitzumachen:

Bewahre in allen Dingen die Freiheit des Geistes und sieh zu, wohin sie dich führt!

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Beichte als Lebenshilfe

Am kommenden Mittwoch, den 2. April findet von 9 – 11 Uhr in Niederbergkirchen ein Einkehrvormittag statt. Wir haben den Titel gewählt: Beichte als Lebenshilfe. Wir machen uns Gedanken über ein Sakrament, das lange Zeit und oftmals eher Angst gemacht hat als wirkliche Lebenshilfe zu bieten. Kein Wunder also, dass die Menschen diese Hifle zum Leben an anderer Stelle gesucht (und oft auch gefunden) haben.

Entgegen dem heutigen Zeitungsbericht biete ich diesen Einkehrvormittag nicht nur den Bewohnern der Seniorenheime an, sondern allen Menschen im Pfarrverband Neumarkt-St. Veit. Ich bitte Sie, in Ihrem Bekanntenkreis darauf hinzuweisen. Eingeladen sind jedenfalls alle Menschen ab der Lebensmitte.

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Deutscher Alterspreis 2014

Vom Erzbischöflichen Ordinariat München bin ich auf die Ausschreibung zum Deutschen Alterspreis 2014 aufmerksam gemacht worden. Dort heißt es:

Nie war das Alter jünger als heute. Die älteren Menschen von heute sind die Pioniere für morgen, die zeigen, was im Alter geht und wie es geht. Ihr Erfahrungsschatz ist größer als je zuvor.
Mit dem Deutschen Alterspreis 2014 zeichnet die Robert Bosch Stiftung die besten Ideen im und für das Alter aus. Der Deutsche Alterspreis ist mit insgesamt 120.000 € dotiert und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Manuela Schwesig.
Wir suchen Initiativen oder Personen, die kreativ und engagiert die Chancen des demographischen Wandels aufzeigen. Sie sollen mit Originalität überraschen und das Potential haben, neue Trends zu setzen. Es können Initiativen sein, die mit überholten Stereotypen und Klischees über das Alter brechen, die Altersgrenzen auflösen, die die besondere Qualität des Alters und Alterns aufzeigen, die ein langes und aktives Leben ermöglichen oder die den wertvollen Beitrag Älterer für die Gesellschaft sichtbar machen. Beispiele sind die für den Deutschen Alterspreis 2013 Nominierten und Preisträger. Sie zeigen auf beeindruckende Weise die Kreativität, Leistungsfähigkeit, Attraktivität und das Engagement älterer Menschen auf.
Bis zum 15. April 2014 ist die Bewerbung um den Deutschen Alterspreis 2014 über unser Bewerberportal möglich.
Es sind Bewerbungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen willkommen, die die Attraktivität der Lebensphase Alter sichtbar machen: aus der Zivilgesellschaft, aus Forschung und Wissenschaft, aus Unternehmen, aus den Medien, aus Kunst und Kultur etc. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen. Bitte beachten Sie, dass wir nur Bewerbungen von Initiativen annehmen können, die entweder schon realisiert sind oder sich bereits in der Umsetzungsphase befinden.

Nähere Informationen zur Ausschreibung und zur Bewerbung finden Sie auf der Website des Alterspreises.

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Sterben verboten? – Ein Bericht über die Veranstaltung des Anna-Hospiz-Vereins Mühldorf

Gestern hat der Anna-Hospizverein Mühldorf zu einem Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Putz eingeladen. Er zeigte die Unterschiede auf bei aktiver Sterbehilfe (ein Mensch wird von einem anderen getötet), passiver Sterbehilfe (d.h. in das Sterben wird nicht eingegriffen), indirekte Sterbehilfe (wenn Medikamente das Leben verkürzen, die Lebensqualität aber erhöhen) und dem assistierten Suizid (einer hilft einem anderen, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen). Bis auf die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland rechtlich alles erlaubt – das hat mich grade beim letzten Punkt, dem assistierten Suizid – überrascht.

In der anschließenden Podiumsdiskussoin berichtete zunächst Frau Werner vom Sterben ihres Exmannes, welches sie und der Hospizverein begleiteten. Am Ende seiner schweren Lungenerkrankung wollte er nicht mehr leben und verzichtete auf die überlebensnotwendige Sauerstoffmaske. Sowohl die Ärzte (Dr. Dworzak und Dr. Döllein) wie auch die Rechtsanwälte (Dr. Putz und Herr Pöhlmann) wie auch der Klinikseelsorger Herr Kuhn bezeichneten dieses Vorgehen als gerechtfertigt und hilfreich.

Die zahlreichen Zuhörer konnten Fragen stellen, die sich immer wieder sehr um die rechtlichen Aspekte des Sterbens drehten – etwa Patientenverfügung, Patientenwillen, Behandlungsoptionen, die Gültigkeit von Verfügungen von Menschen mit Behinderung. Im Fazit des Abends wurde vor allem von Herrn Kuhn die Wichtigkeit des Miteinanderredens hervorgehoben, während andere auf die vorhandenen Hilfsmöglichkeiten durch Ärzte, Rechtsanwälte und Betreuungsgericht verwiesen.

Ich meine, dass es sehr wichtig ist, sich beizeiten (heute!) zu informieren und mit vielen Menschen die unterschiedlichen Aspekte von medizinischer Behandlung, rechtlicher Verfügung, eigenen Wünschen zu klären. Es scheint mir notwendig zu wissen (was Dr. Putz betont hatte), dass immer irgend jemand entscheiden wird – aber dass ich es in der Hand habe, wer über mich entscheidet und wie. Schließlich rückt auch die Gestaltung der Beziehungen in den Mittelpunkt, damit ich vertraute Menschen um mich habe, denen ich mich in meinem kranken Zustand und in meinem Sterben anvertrauen will.

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