Category Archives: Allgemein

Marie Luise Kaschnitz: Adam und Eva

Gestern bin ich auf eine kleine Erzählung gestoßen: „Adam und Eva“ von Marie Luise Kaschnitz.

Darin beschreibt sie das Erstaunen Adams über die Entdeckung, dass er einmal sterben werde. Unsicherheit und Angst machen sich bei ihm breit und verschließen ihm den Mund. Als er sich schließlich eines Nachts aufraffen kann, um mit Eva zu reden, entdeckt er, dass sie das schon lange weiß. Alle seine Sorgen, alle seine Zweifel hat sie schon durchlebt und ist zu großer Gelassenheit gelangt. Das hilft dann auch Adam, wieder von Herzen lachen zu können.

Mir hat diese Geschichte deshalb so gut gefallen, weil sie auch bei mir wieder mal diese Gelassenheit bestärkt hat, dass ich den Tod nicht fürchten muss, sondern auf das Paradies, das Himmelreich, die Nähe Gottes vertrauen darf.

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Wohnen im Alter – ein Positionspapier der bagso

Die bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen) stellt auf ihrer homepage ein Positionspapier vor. Darin fordert sie einen senioren- und behindertengerechten Ausbau von Wohnraum, die Förderung von sozialem Umfeld und Infrastruktur, die es den Älterwerdenden erlaubt, möglichst lange in den bisherigen vier Wänden zu bleiben. Auch das Thema Mobilität ist – gerade auf dem Land – ein wichtiges Thema. Hier macht die bagso Vorschläge zu einer bedarfsgerechten Form.

Wer sich genau informieren will, hier ist der Link dazu:

http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/PM/2014/BAGSO_PM_12_2014_BAGSO_Positionspapier_Wohnen_im_Alter.doc

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Altern im Konflikt zwischen Planung und Spontanität

Prof. Andreas Kruse ist Vorsitzender der Kommission, die den nächsten Altenbericht der Bundesregierung erstellen wird. Bei der Tagung der Bagso im letzten Jahr unter dem Titel „An die Zukunft denken“ hielt er einen bemerkenswerten Vortrag über „Altern im Konflikt zwischen Planung und Spontanität“. Hier ist der Link, auf dem Sie den knapp einstündigen Vortrag hören können: http://youtu.be/kZjep326RlM.

Zum Nachdenken hat mich dabei u.a. die Abwägung zwischen der Planbarkeit menschliches Lebens etwa in der Patientenverfügung einerseits und andererseits dem Erhalt der Würde, wie sie sich im Zwischenmenschlichen widerspiegelt, gebracht.

 

 

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Multiplikatorenausbildung für Generationenarbeit

Aus der Seniorenpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat in München erreichte mich eine Ausschreibung für eine Multiplikatorenausbildung in der Generationenarbeit. Sie ist für Ehrenamtliche gedacht, denen ein Miteinander von jung und alt am Herzen liegt. Frau Faust schreibt:

„…immer wieder ist ein gelingendes Miteinander der Generationen in Pfarrei und Gemeinde Thema in den Treffen der Arbeitskreise Seniorenarbeit. Im Rahmen der Initiative „ganz jung. ganz alt. ganz ohr.“ wurde ein Konzept entwickelt und erprobt, das sich dieses zum Ziel macht. 
Ehrenamtliche und hauptberuflich tätige Mitarbeiterinnen aus den Bereichen, Kirche, Kommune, Politik, Jugendarbeit, Seniorenarbeit,  Bildung und Pflege sind eingeladen sich als Mentor_in oder Multiplikator_in ausbilden zu lassen und Möglichkeiten der Umsetzung zu erproben.
Auf Grund eines Schnuppertrainings, das ich vor kurzem genießen durfte, kann ich sagen „sehr empfehlenswert“.

Die Qualifizierung umfasst mehrere Tage und beginnt im Februar 2015 an drei unterschiedlichen Orten in Bayern. Weitere Erstinformationen:

Inhalte:
• Grundlagen der Generationenarbeit
• Aufbau von ressourcenorientierten Netzwerken
• Moderation, Präsentation, Projektieren und Planen
• Best-Practice-Beispiele
• Materialien in der Generationenarbeit
Zielgruppen
• Ehrenamtliche und hauptberufliche MitarbeiterInnen aus den Bereichen Kirche, Kommune, Politik, Jugendarbeit, Bildung, Seniorenarbeit, Pflege …
Organisation
• 6 tägige Qualifizierung ab Februar 2015
• 3 Kursorte: Regensburg, Pappenheim und Ingolstadt
Informationen
• Martina Jakubek, Amt für Gemeindedienst der Evang. Landeskirche
www.afgelkb.de/arbeitsfelder/altersarbeit
• Michael Schmidpeter, Seniorenpastoral Bistum Eichstätt
http://www.bistumeichstaett.de/altenarbeit
 
Termine 2015
Kurs PAPPENHEIM, Evang. Bildungs- und Tagungszentrum
  • Do. 05.02.2015 –  Fr. 06.02.2015 – Di. 10.02.2015 – Mi. 11.02.2015 – Mo. 23.03.2015 – Di. 24.03.2015
Kurs REGENSBURG, Kath. Akademie
  • Mo. 12.03.2015 – Di. 13.03.2015- Mo. 27.04.2015 – Di. 28.04.2015 – Do. 25.06.2015 – Fr. 26.06.2015
Kurs INGOLSTADT, Pfarrheim
  • Fr. 08.05.2015 – Sa. 09.05.2015 – Sa. 13.06.2015 – Sa. 11.07.2015 – Sa. 18.07.2015 – Mo. 21.09.2015
 

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Mut zum Ehrenamt – ein Preis der Stiftung der Bayerischen Versicherungskammer

Die Bayerische Versicherungskammer lobt einen Förderpreis aus für Projekte, die sich im Bereich des Ehrenamtes engagieren. Er wird in 2 Kategorien vergeben:

1) Wir gestalten – für bereits laufende Projekte

2) Wir starten durch – für ein Projekt, das sich gerade in den Startlöchern befindet.

Die Versicherungskammer schreibt dazu:

Dahinter steht die Idee, bei einer breiten Öffentlichkeit größere Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen zu erreichen. Außerdem wollen wir auf politischer Ebene das Bewusstsein für die Bedeutung des Ehrenamts stärken und so positiv auf die Rahmenbedingungen einwirken.

Damit will die Versicherungskammer Stiftung das bürgerschaftliche Engagement fördern und noch mehr Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten gewinnen.

Nähere Informationen gibt es auf folgender Seite:  http://www.versicherungskammer-stiftung.de/stiftung/foerderwettbewerbe/ehrenamtspreis.html

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Steigende Altersarmut

Nach Einschätzung des neuen Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Axel Reimann ist die Altersarmut z. Zt. noch „kein Massenphänomen“. So zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Allerdings werden in Zukunft sowohl die Zahlen derjenigen Menschen steigen, die auf Grundsicherung angewiesen sind wie auch die Summe der Zahlungen. Schon in etwa zehn Jahren werden nach Einschätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes etwa  10% der Rentner auf staatliche Zuschüsse angewiesen sein. Grund dafür sind sowohl die geringen Einkommen als auch die Zeiten der Arbeitslosigkeit, die es mittlerweile in vielen Erwerbsbiografien gibt.

So wird es sicher für viele notwendig sein, nach dem Eintritt ins Rentenalter weiter berufstätig zu sein, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Auf diesem Hinterrund scheint mir die Diskussion um die Rente mit 63 eine Scheindebatte zu sein. Erstens trifft sie ja nur relativ wenige, die dazu berechtigt sind. Zweitens werden wir ja immer älter und sind auch im Schnitt in besserer körperlicher und geistiger Verfassung als frühere Generationen. Drittens fehlt es an jungen Menschen, die diese Renten finanzieren können (siehe die prekären Arbeitsverhältnisse der „Generation Praktikum“). Hier verfestigt sich das Problem der Altersarmut in die nächste und übernächste Generation hinein.

Es braucht bestimmt viele unterschiedliche Maßnahmen. Ein Element könnte evtl. die Aufhebung des starren Renteneintrittsalters sein, ein anderes, den Menschen fairen, gerechte Löhne zu bezahlen, von denen sie leben können (selbst wenn wir dann für unseren Lebensunterhalt mehr bezahlen müssten).  Dann wird es schließlich auch eine Aufgabe für unsere Gemeinden (politisch wie kirchlich) sein, den von Altersarmut Betroffenen ein Leben in gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von den Finanzen. Damit meine ich nicht nur ein Bereitstellen von Angeboten für Senioren, sondern auch Räume für die eigene Aktivität, für die Gestaltung unserer Lebensräume durch die Senioren selbst.

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Selbsthilfegruppe pflegender Angehöriger

Am kommenden Dienstag findet um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Oberneukirchen das nächste  Treffen der Gruppe pflegender Angehöriger unter der Leitung von Maria Durner statt. Es geht zum einen um eimen gegenseitigen Austausch, zum anderen gibt es immer wieder auch neue Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten. Neue Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen.

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Hilfenetzwerk

Ich habe eine neue Seite erstellt – zu finden in der oberen Leiste. Dort ist meine Liste der Hilfeleister zu finden, die für pflegende Angehörige interessant sein könnte. Ich bitte um Korrekturen und Erweiterungen, da ich sicher nicht alles kenne.

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Information zur Mütterrente

Die Deutsche Rentenversicherung informiert, dass die Auszahlung der Mütterrente für die vor 1992 geborenen Kinder automatisch erfolgt. Sie werde jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem bietet die DRV eine kostenlose telefonische Beratung an. Sie schreibt:

Fragen zur Mütterrente oder zur Rente ab 63?
In einer Telefonaktion beantworten Experten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern vom 30. Juni bis 4. Juli 2014 alle Fragen zum neuen Rentenpaket.
Dieser Service steht von Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr und am Freitag, den 4. Juli von 12 bis 15.30 Uhr zur Verfügung.
Die kostenlose Telefonnummer lautet: 0800 1000 480 63.

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Bericht vom Informationsabend der Seniorenbeauftragten

Am vergangenen Mittwoch haben wir unseren Informationsabend für die pfarreilichen und die kommunalen Seniorenbeauftragten gehalten. Schon in der Vorstellungsrunde wurde die gute Mischung aus  erfahrenen und aus neuen Seniorenbeauftragten sichtbar und auch, wie viel Kompetenz und langjährige Erfahrung in verschiedenen Ehrenämtern sich hier versammelt hatte. Teilweise gab es noch wenig Berührungspunkte mit dem Thema: Leben im Alter, teils wurden und werden Erfahrungen im privaten Bereich gemacht, ein Teil hatte auch schon lange mit Senioren in ihren unterschiedlichen Lebenslagen zu tun. Allen gemeinsam war die Neugier und die Bereitschaft zum Einsatz für diese wachsende Bevölkerungsgruppe.

Seniorenbeauftragte Juni 2014

Seniorenbeauftragte Juni 2014

So sammelten wir in einem ersten Schritt, wo die Senioren im gemeindlichen Leben auftauchen. Beeindruckend war dabei die Vielfalt, die vom Pflegeheim bis hin zum Fitnessstudio, von den Seniorennachmittagen bis in die Politik, von den Gottesdiensten bis hin zum Spielplatz als Betreuer für die Enkel reichte. Senioren sind dabei z. T. selbst aktiv und mobil, sie unternehmen Fahrten, machen Ausflüge, gestalten ihren Lebensbereich im privaten wie im öffentlichen Raum. Sie engagieren sich für andere und beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben. Andere nehmen gerne das Angebot von Kirchen, Vereinen, Bildungseinrichtungen wahr, genießen ihre Zeit im Cafe, beim Tanzen oder beim Baden, suchen Kontakt und das Gespräch beim Einkaufen. Für viele ist es wichtig, sich zu einer Gruppe und zur Gesellschaft dazugehörig zu erleben. Dies gilt wohl auch für die, die nicht mehr ihr Haus oder gar ihr Bett verlassen können; sie sind jedoch darauf angewiesen, dass der Kontakt von außen hergestellt wird. Auch hier engagieren sich ältere Menschen, u.a. die Seniorenclubleiter.

Als nächstes haben wir einen statistischen Blick auf das Leben der Senioren im Landkreis geworfen, wie er im „Seniorenpolitischen Gesamtkonzept“ des Landkreises Mühldorf vor vier Jahren erstellt worden ist – einschließlich der inzwischen zu beobachtenden Entwicklungen. Immerhin sind etwa 20 % aller Menschen im Landkreis über 65 Jahre alt, Tendenz: ansteigend. Dieses Gesamtkonzept bietet für den Landkreis und jede einzelne Kommune Handlungsempfehlungen, um das Leben der Senioren in den Bereichen: 1) Infrastruktur – 2) Gesellschaftliche Teilhabe – 3)  Selbstbestimmtes Wohnen – 4) Pflegebedarf und 5) Information zu gestalten und zu verbessern. Als Aufgaben für die Seniorenbeauftragten haben wir beschrieben, dass sie Interesse an den älteren Menschen haben sollten (Hinschauen, zuhören, reden), dass sie Hilfsmöglichkeiten vermitteln können (dazu brauchen sie selber viele Informationen), dass sie die Senioren in der Gesellschaft integriert halten oder wieder integrieren) wollen. Außerdem kamen schon ganz konkrete Vorhaben wie aktuelle Ausstellungen, die ein biografisches Arbeiten ermöglichen.

In einem letzten Schritt haben wir nach Unterstützern gesucht. Als erstes nannten wir die Zusammenarbeit von kommunalen und pfarreilichen Seniorenbeauftragten. Dann bietet sich zum einen die „Freiwilligenagentur Ehrensache e.V.“ mit seinem Geschäftsführer Alfons Wastlhuber an, zum anderen berichtete Frau Bettina Schlögl von ihrer Arbeit als Seniorenreferentin im Landratsamt Mühldorf – zusammen mit Herrn Matthias Burger. Das Spektrum ist breit und reicht von Hilfen bei Anträgen bis hin zur Wohnraumberatung und Weiterleitung von Informationen und Hilfen anderer Träger. Unterstützen können schließlich Seelsorger, Behindertenbeauftragte, Familienbeauftragte, Seniorenclubleiter, Nachbarschaftshilfen – eigentlich jede/r.

Am Ende des Abends stand der Wunsch nach weiterem Austausch über die Erfahrungen, dazu auch konkrete Hilfsmöglichkeiten (etwa meine Liste des Hilfenetzwerkes) und das Nachdenken über konkrete Lebenssituationen der Senioren.

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