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Bagso-Podcast für Senior*innen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso e.V. hat einen eigenen Podcast entwickelt. Er will den Senior*innen Anregungen geben, wie sie diese Zeit besser überstehen können. Die aktuelle Folge befasst sich mit den Chancen, die in der Nutzung digitaler Medien liegt. Es gibt aber auch schon andere Themen: Fit bleiben zu Hause – Umgang mit Ängsten – Helfen und sich helfen lassen – etc.

In der Pressemitteilung der bagso heißt es:

Ältere Menschen sind von der Corona-Situation besonders betroffen. Auch nach ersten Lockerungen von Corona-Maßnahmen bleibt für viele Ältere der Alltag von Vorsicht geprägt, gewohnte Aktivitäten finden weiterhin nicht statt. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen hat deshalb die Podcast-Reihe „Zusammenhalten in dieser Zeit“ gestartet, die sich vor allem an ältere Menschen richtet.

Bis Ende des Jahres behandelt der BAGSO-Podcast alle zwei Wochen ein Thema, das für ältere Menschen wichtig ist. Ob Fit bleiben zu Hause, der Umgang mit Ängsten und Sorgen oder Engagement in der Corona-Krise, die Hörstücke geben Tipps für den Alltag und berichten von guten und ermutigenden Beispielen. Die aktuelle Folge ist den Erfahrungen mit Computer, Smartphone und Tablet gewidmet: In der Corona-Krise helfen sie, den Kontakt zu anderen Menschen nicht zu verlieren und das Leben aktiv zu gestalten. Die Folge „Digital verbunden“ berichtet von Online-Stammtischen und Tanzkursen per Kurznachrichtendienst WhatsApp und gibt Tipps, wie der Einstieg gelingt. Der BAGSO-Podcast erscheint auf http://www.bagso.de/podcast, YouTube und vielen gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify und Deezer. In der nächsten Folge „Richtig feiern“ geht es darum, wie Feste auch in der Corona-Zeit gelingen können und was bei der Planung zu beachten ist. Sie erscheint am 2. Juli 2020.

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„Fürchtet euch nicht!“

Dieses Wort „Fürchtet euch nicht!“ steht in der Bibel über 100 Mal. Damit ist es zu einem der großen Zentralworte geworden. Es ist häufig in Situationen von möglicher Bedrängnis und Bedrohung gesagt. Vor allem Jesus ruft seine Freundinnen und Freunde immer wieder zur Furchtlosigkeit auf. Fürchtet euch nicht vor den Menschen, fürchtet euch nicht vor ihren Reaktionen, fürchtet euch nicht vor Schwierigkeiten, fürchtet euch nicht vor einem Scheitern!

Fürchtet euch nicht! – das ist ein Wort auch für unsere (Corona-) Zeit. Es bedeutet nicht, sorglos zu sein. Es bedeutet nicht, alle Vorsichtsmaßnahmen zu vernachlässigen. Es bedeutet nicht, so zu tun als wenn nichts wäre.

Fürchtet euch nicht! Das meint: schaut euch die Situation genau an. Furcht ist ja ein eher gerichtetes Gefühl, man fürchtet sich vor etwas Bestimmtem (im Gegensatz zur ungerichteten Angst). Wir sollen also die mögliche Bedrohung in den Blick nehmen, analysieren. Daraus können dann Handlungsoptionen entstehen. Man kann eigene Ressourcen entdecken. Man kann sich Unterstützer suchen. Man kann Alternativen überlegen.

Fürchtet euch nicht! Auf welcher Grundlage könte das geschehen? Viele Senior*innen erzählen von ihrem Leben und was sie schon alles über-lebt haben. Sie strahlen eine gewisse Gelassenheit und Furchtlosigkeit aus. Auch wenn sie natürlich so weit wie möglich daheim bleiben. Aber das ist ja kein Widerspruch. Es ist ihnen ein Vertrauen zugewachsen, dass alles irgendwie gut ausgehen wird. Andere berichten von ihrem Glauben, der sie zuversichtlicher macht. Bei Gott ist alles – auch das Schwere und die Krise – gut aufgehoben. Wieder andere verweisen auf menschliche Unterstützer, auf die sie sich verlassen konnten und können: die Familie, Freunde, Nachbarn …

Das biblisch-jesuanisch-christliche „Fürchtet euch nicht!“ gerät so auch zum trotzenden Widerspruch gegen die Gegengeister in dieser Welt, die Ängste schüren und Sorglosigkeit verbreiten um des eigenen Vorteils willen.

Fürchtet Euch nicht! Nicht nur eine Aufforderung, sondern auch ein Hinweis, dass wir vertrauen können, dass wir Mut haben dürfen, dass wir Zuversicht haben dürfen. Und das kann natürlich auch ausstrahlen in unsere Welt.

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Tagespflege in Coronazeiten – Stellungnahme der Deutschen Alzheimergesellschaft e. V.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. beklagt die mangelnde Unterstützung der vielen Menschen, die sich zu Hause um einen Demenzerkrankten kümmern. Rund 2/3 der etwa 1,7 Millionen Demenzerkrankten werden von Angehörigen betreut – oft ohne dass sie die Unterstützung eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Manche jedoch erfahren Entlastung durch eine Tagespflegeeinrichtung, bei der die Demenzerkrankten betreut und umsorgt werden. Dazu zählt nicht nur das Essen, sondern auch Ruhemöglichkeiten und ein Beschäftigungsprogramm.

Diese Möglichkeiten sind jetzt seit etwa einem Vierteljahr coronabedingt massiv eingeschränkt – zu Lasten der pflegenden Angehörigen, die jetzt selbst dafür sorgen müssen.

Die Alzheimergesellschaft schreibt in der Pressemitteilung:

Berlin, 17. Juni 2020. Mitte März 2020 wurden die Tagespflegeeinrichtungen in ganz Deutschland aufgrund der Corona-Epidemie geschlossen. Noch immer sind nur wenige Plätze für Pflegebedürftige verfügbar. Leistungen der Pflegeversicherung, die für dieses Angebot vorgesehen sind, werden nicht ausgezahlt und der Anspruch darauf verfällt monatlich. Das von den Pflegekassen so eingesparte Geld wird offensichtlich dafür eingesetzt, um die Einnahmeausfälle der Einrichtungen auszugleichen.

In Tagespflegeeinrichtungen werden pflegebedürftige Menschen ein- oder mehrmals pro Woche für jeweils rund acht Stunden betreut und aktiviert. Dieses Angebot soll die pflegenden Angehörigen entlasten, die in dieser Zeit entweder einer Berufstätigkeit nachgehen oder neue Kraft für die Pflege zu Hause tanken können. Ohne dieses Entlastungsangebot ist die häusliche Pflege in vielen Fällen gar nicht dauerhaft zu leisten. Von der Schließung der Einrichtungen wurden die Pflegenden von einem Tag auf den anderen überrascht und vor die Situation gestellt, nun die Versorgung alleine sicherstellen zu müssen. Für Berufstätige bedeutete dies oftmals, kurzfristig Urlaub nehmen oder sich krankschreiben lassen zu müssen.

Das Pflegeunterstützungsgeld, das für insgesamt zehn Tage zur Verfügung steht, ist die einzige Lohnersatzleistung, die berufstätige pflegende Angehörige in Anspruch nehmen können. Es wurde im Mai schließlich auf 20 Tage aufgestockt. Weitere Unterstützung von Seiten der Bundesregierung gibt es für die pflegenden Angehörigen nicht. Die Betroffenen haben oftmals nur die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen oder eine private Pflegeperson zu organisieren. Beides ist eine Frage der Finanzierung. Doch die Leistung aus der Pflegeversicherung, die monatlich für die Nutzung der Tagespflege zur Verfügung steht, kann trotz der Corona-bedingten Schließung der Einrichtungen nicht für eine anderweitige Sicherstellung der Versorgung genutzt werden. Anders als bei Ausfall der Versorgung durch ambulante Pflegedienste, hat der Gesetzgeber hier keinerlei Flexibilisierung vorgesehen.

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Medikamente im Alter

Viele ältere Menschen sind auf immer mehr Medikamente angewiesen. Manchmal nehmen sie bis zu acht Medikamente gleichzeitig ein. So notwendig das auch sein mag, ist doch Vorsicht und Nachdenken geboten.

Jedes Medikament hat nicht nur Haupt-, sondern auch Neben- und Wechselwirkungen. Hier gilt es genau hinzuschauen (von Seiten des Arztes) und nachzufragen (von Seiten des Patienten). Wie wirkt das eine Medikament auf das andere? Manche Wirkungen verstärken sich, andere heben sich auf. Vor allem wenn man sie mit Alkohol zusammen nimmt, kann es zu fatalen Folgen kommen.

Besonders hinweisen möchte ich auf Medikamente, sich suchtkrank machen können. Dazu zählen Schlaf- und Beruhigungsmittel genauso wie Antidepressiva oder Aufputschmittel (die allerdings im Alter eine geringere Rolle spielen). Hier kann es zu massiven Gesundheitsrisiken wie etwa der Sturzgefahr, aber auch nachlassende Leistungsfähigkeit oder Körperhygiene kommen.

Die Deutsche Seniorenliga hat eine Broschüre in ihrem Angebot, das zwar wenig auf die Suchtgefahren aufmerksam macht, aber für einen ersten Überblick sehr gut geeignet ist. Sie finden diese Broschüre unter folgendem Link:

https://www.deutsche-seniorenliga.de/infomaterial.html

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Zur Gerechtigkeit Gottes

In der Lesung des kommenden Sonntag (Röm 5, 6-11) schreibt Paulus, dass wir gerettet sind, weil wir durch Jesus mit Gott versöhnt sind. Das findet nicht erst nach unserem jetzigen Leben statt, sondern bereits heute – hier und jetzt. Und zwar nicht deswegen, weil wir irgendwelche herausragenden Sachen gemacht haben, sondern „als wir noch Sünder waren“ (v8).

Für mich liegt darin eine große Entlastung. Wir müssen nicht (und können ja auch gar nicht) perfekt sein. Wir müssen uns noch nicht mal großartig anstrengen. Sondern wir leben bereits jetzt in der Güte und Barmherzigkeit Gottes und dürfen die auch genießen. Aus dem Bewusstsein heraus, dass wir jetzt schon erlöst sind, sind wir frei von allem Stress. Gott macht uns da (im Gegensatz zu manchen Menschen) keinen Druck. Und es stimmt ja auch: wir können uns das Himmelreich nicht verdienen. Es gibt ja immer etwas, was uns nicht so gelungen ist, wo wir hätten besser sein können, wo wir Fehler gemacht haben, manchmal sogar mit Absicht.

Die Erlösung ist eines der häufigsten Themen in meinen Glaubensgesprächen. In einem dieser Gespräche hat vor vielen Jahren mal ein Mann in einem Seniorenheim gesagt: „Gott gibt jedem das, was er am meisten braucht.“ Das ist bei vielen/ allen: Gnade, Gunst, Vergebung, Vollendung. Vielleicht auch Leidempfindlichkeit, Sensibilität für das, was man anderen angetan hat. Das wäre also keine „billige“ Gnade, eher ein schmerzhafter Prozess. Besonders dann, wenn es sich um schwerwiegende Taten handelt wie etwa Gewalt gegen andere.

Aber schon jetzt im Bewusstsein zu leben, dass wir durch Gott vollendet werden, könnte Freiheit schaffen, die man zum Lebensförderlichen für alle verwendet. Dann hätte man sich zwar nicht das Himmelreich verdient, aber jetzt schon ein kleines Stück „Himmel auf Erden“ geschaffen.

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Info der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“

Die Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ hat auf eine neuaufgelegte Broschüre hingewiesen und schreibt dazu:

Neuauflage 2020 der Broschüre „Fördermöglichkeiten von Maßnahmen im Rahmen seniorenpolitischer Handlungsfelder in Bayern“

Wir haben unsere „Förderbroschüre“ aus dem Jahr 2017 überarbeitet und neu aufgelegt. Dabei wurden alle aufgeführten Programme aktualisiert und neu hinzugekommene ergänzt. Bei der Umsetzung einzelner Maßnahmenvorschläge von Seniorenpolitischen Gesamtkonzepten stellt sich immer auch die Frage nach Fördermöglichkeiten. Während einige Kommunen in Bayern hier bereits auf Erfahrungen zurückgreifen können, ist es insbesondere für kleinere Gemeinden schwierig, sich einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu verschaffen. Dabei kann es nie gelingen, alle bestehenden Programmen aufzuführen, wir denken aber dass wir einen guten Überblick über eine Vielzahl relevanter Programmen geben.

Derzeit ist ein Druck der Broschüre nicht geplant, da in den kommenden Monaten noch inhaltliche Veränderungen zu erwarten sind. Die Broschüre steht jedoch zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Wir hoffen, dass sich die Neuauflage einer ebenso großen Beliebtheit erfreut, wie die Vorläuferausgabe. Die neue Broschüre finden sie hier: www.wohnen-alter-bayern.de

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Neuer Termin für den Informationsabend

Der ausgefallene Informationsabend für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen findet voraussichtlich Anfang Oktober in Ampfing statt. Es ergeht eine zeitnahe Einladung, wenn die Coronalage besser beurteilt werden kann.

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Gottesdienst an Fronleichnam

Am Fronleichnamstag gibt es wie so oft in der letzten Zeit einen Online-Gottesdienst aus unserer Region. Zelebrant ist wieder der Waldkraiburger Dekan Ulrich Bednara. Die Dekanatsratsvorsitzenden Christine Schmid (Mühldorf) und Klaus Schex (Waldkraiburg) haben zusammen mit Hubert Lentfellner und Elisabeth Schuster auch eine kleine „Prozession“ mit vier Stationen ausgearbeitet. Hubert Lentfellner ist Krankenpfleger und berichtet von der Situation im Krankenhaus, Elisabeth Schuster ist Lehrerin und berichtet von der Sicht der Kinder. Christine Schmid ist ja auch Seniorenclubleiterin in Altmühldorf und widmet ihre Station den Senior*innen. So bildet dieser Gottesdienst das ganze Leben ab und bringt es vor Gott. So kann sich wohl auch jede/r in diesem Gottesdienst wiederfinden mit ihrem/ seinem eigenen Leben.

Der Gottesdienst ist unter folgendem Link abrufbar: https://youtu.be/qeBKp-eWvLo

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Studie zur Einsamkeit in Corona-Zeiten

Heute hat das Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky eine Studie veröffentlicht, die sich mit dem Thema „Einsamkeit in der Coronapandemie“ befasst hat. Es ging dem Unternehmen auch darum, herauszufinden, inwieweit die Internetnutzung das „social distancing“ mildern kann. Europaweit wurden in zwölf Ländern etwa 10.000 Menschen online befragt, in Deutschland waren es 1.000 Personen.

In Deutschland fühlten sich während der heißen Phase des Lockdown 48 %, zumindest gelegentlich einsam, in Italien 59%, im europäischen Durchschnitt 52%. Am meisten hat mich überrascht, dass die größte Quote der Menschen mit Einsamkeitsgefühlen bei den Jüngeren liegt: 62% bei der Generation Z (ab 1994 geboren) und 60% bei den „Millenials“, d.h. der zwischen 1980 und 1993 Geborenen. Am wenigsten litten der Studie zufolge die Menschen unter Einsamkeit, die vor 1946 geboren worden waren (36%). Stadtbewohner waren mehr von Einsamkeit betroffen als Menschen auf dem Land (51% gegenüber 41%). Keine Rolle spielt wohl die Geschlechterzugehörigkeit.

Die realen Kontakte sind den Menschen immer noch wichtiger als die virtuellen. WhatsApp, Skype, Zoom etc. können die Begegnung von Angesicht zu Angesicht nicht ersetzen. Das sagen in Deutschland 73% und in Europa sogar 77%. Darin liegt jetzt meiner Meinung nach auch die Chance, mit einer erhöhten Aufmerksamkeit für den eigenen Sozialraum die Einsamkeit von Menschen zu erkennen und ihr mit persönlichem Kontakt zu begegnen. Und da haben vielleicht auch die Senior*innen wieder mehr Potenzial und die größere Erfahrung.

Wer sich genauer informieren will, kann dies unter folgendem Link tun: https://www.pressebox.de/inaktiv/kaspersky-labs-gmbh/COVID-19-Peak-Knapp-die-Haelfte-der-Deutschen-fuehlte-sich-einsam/boxid/1009607

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Senioren in der Corona-Pandemie

In vielen Podcasts und Blogs wird betont, wie sehr das Leben im Zuge der Corona-Pandemie eingeschränkt wurde und wird. Meist hat man dabei den Beitrag der Jüngeren vor Augen: Home-office, home-schooling, Ausgangsbeschränkungen, Versammlungseinschränkungen, Abstand halten. Das alles (sowie Nasen-Mund-Bedeckung, Handhygiene und Abstand halten) ist hilfreich und nützlich, um eine weitere Ausbreitung zu erschweren. Es wird wohl auch noch eine Weile notwendig sein.

Oft vergessen wird dabei der Beitrag der Senior*innen. Er ist auch weniger sichtbar. Ganz wichtig war und ist dabei nämlich, dass sie so weit wie möglich Zuhause geblieben sind. Es geschah zum eigenen Schutz, hat aber dazu beigetragen, dass es weniger Infektionen gab. Oft war dieses Zuhausebleiben verbunden mit erheblichen persönlichen Einschränkungen an Kontakt zu den Kindern, Enkelkindern, zu Freunden und Bekannten. Manche hatten Angst vor Einsamkeit mit allen Folgen an Depression, Pessimismus, Niedergeschlagenheit… Und dennoch haben sich viele Senior*innen daran gehalten!

Ein anderer Dienst war sicher auch die emotionale Unterstützung, die die Großeltern etwa den Kindern und Enkeln telefonisch zukommen ließen. es bedeutet Entlastung, wenn wenigstens für ein paar Minuten die Enkel nicht betreut werden müssen, wenn Eltern ihre Klagen loswerden können, wenn Belastungen mit-geteilt werden können.

Ein drittes ist mir in vielen Telefonaten klar geworden: Senioren sind manchmal lockerer und gelassener im Umgang mit Corona. Sie schauen auf ihr Leben zurück, in dem es schon einige Schwierigkeiten gab: Krieg, Not, Krankheiten, Krisen … Eine Frau hat zu mir gesagt: „Das hab ich überlebt, da werde ich das auch schaffen.“ Eine solche Haltung kann (vielleicht) abfärben und den Jüngeren vermitteln, dass sie nicht nur hilflos ausgeliefert sind oder dass sie nicht panisch nach zu frühen Lockerungen rufen müssen.

Und schließlich erlebe ich Senior*innen durchaus aktiv und kreativ, wenn es darum geht, Kontakt zu halten. Telefonate, Briefe, Gespräche über den Zaun, Kuchen vor der Türe, etc. Selbst das skypen haben noch etliche gelernt. Das zeugt von einem wachen und weltoffenen Geist, vom Potenzial, das in den Senior*innen steckt.

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