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Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Der nächste Informationsabend für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf findet am Montag, den 16. Oktober 2017 von 19.30 bis 21.30 Uhr in Ampfing im Pfarrzentrum (Margarethenstüberl) statt. Die Einladung mit der Tagesordnung ergeht rechtzeitig.

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„Eine Aufgabe, die sich lohnt“ – Besuche bei Älteren und Kranken

Bereits zum neunten Mal bieten Martin Kuhn, Klinikseelsorger am Mühldorfer Krankenhaus, und ich einen kostenlosen Kurs für einen ehrenamtlichen Besuchsdienst an. Er findet immer montags von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Kreiskrankenhaus in Mühldorf statt. Beginn ist am 25. September, anmelden kann man sich noch in dieser Woche bei mir (0170 220 78 05) oder bei Martin Kuhn unter 08631/ 613-4774.

Wir haben dabei ein recht umfassendes, vielfältiges Programm. So denken wir über das Leben in Alter und in der Krankheit nach, sprechen über Kommunikationsmöglichkeiten und -schwierigkeiten, vermitteln erste Kenntnisse über die Demenzerkrankungen. Natürlich ist auch das Sterben und der Tod ein zentrales Thema und – weil wir das ja als katholische Seelsorger anbieten – auch der Glaube und die Spiritualität. Als wesentliches Element unseres Kurses erleben wir immer wieder die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch deren manchmal sehr unterschiedliche Sichtweisen. So legen wir großen Wert auf ein erfahrungsbezogenes Lernen und den Austausch.

Bei unseren halbjährlichen Nachtreffen erfahren wir dann, wie sehr unser Kurs den Besuchern hilft, sich auf die Bedürfnisse der Besuchten einzustellen. Die natürlich auch auftretenden Defizite und Schwierigkeiten lassen uns manches vertiefen und so gelingt es doch recht häufig, dass die Besucher als Fazit sagen: „Das ist wirklich eine Aufgabe, die sich für mich und auch für die Besuchten lohnt.“

Flyer EA Kurs 2017

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13. Woche des Bürgerschaftlichen Engagements

Zur Zeit ist die „13. Woche des Bürgerschaftlichen Engagements“. Mit dieser Woche wird das Augenmerk auf die vielen Menschen gelenkt, die sich in unserem Land in vielfältiger Weise ehrenamtlich betätigen. Auch die ganz kleinen Dienste zu Gunsten anderer rücken dabei in den Blick. Ich denke da z. B. an die vielen Seniorenclubleiterinnen und -leiter. In unserem Dekanat Mühldorf sind es etwa 80 Personen, dazu noch unzählige, die sich im Hintergrund als Helfer um das leibliche Wohl im Seniorenclub kümmern. Ich denke an die Menschen, die sich in einem Besuchsdienst um alte und kranke Menschen kümmern. In unserem Landkreis Mühldorf sind das mehr als 60. Ich denke an die vielen, die sich als Lesepaten für Kinder (und nicht nur für die Flüchtlingskinder) zur Verfügung stellen. Oder bei der Tafel, oder in den Pfarrgemeinden, den Hilfsorganisationen und den Vereinen etc.

Viele hängen ihre Aufgabe gar nicht an die große Glocke. Vieles geschieht vielleicht sogar, ohne dass die oder der Betreffende das als „bürgerschaftliches Engagement“ bezeichnen würde, sondern eher als selbstverständliche familiäre oder nachbarschaftliche Hilfe. Und dennoch sind sie für unser Gemeinwohl unverzichtbar. Dabei spielt es eine geringe Rolle, ob es sich bei den Engagierten um Junge oder Senioren handelt, um Frauen oder Männer, um Einheimische oder Zugezogene oder Geflohene. Das Ehrenamt verbindet sie alle, das Ehrenamt schafft Gemeinsamkeit, Zusammengehörigkeit und eine gemeinsame Geschichte.

Der Dank, der den Ehrenamtlichen gebührt und der ihnen wieder ausgesprochen wird, muss freilich – gerade von uns Hauptamtlichen, Professionellen – unterfüttert werden mit aktiver Unterstützung, Qualifizierung, Begleitung, Fürsorge, damit es nicht bei schönen Reden bleibt, sondern jeder mit Freude und Engagement die Aufgabe übernimmt, die ihm Sinn und Erfüllung gibt, die sich auch für ihn lohnt.

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Urlaub

Ich mache jetzt Urlaub und melde mich ab dem 11. September wieder,

Vielleicht entdecken sie ja in früheren Beiträgen etwas Interessantes!?

 

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Gedanken zum Fest Mariä Himmelfahrt

Morgen feiern wir Katholiken das Fest „Mariä Himmelfahrt“ – oder wie es eigentlich heißt: „Mariä Aufnahme in den Himmel“. (Der eigentliche Titel unterstreicht das Handeln Gottes gegenüber einer Tätigkeit Mariens.) Es ist ein Fest, das nicht auf einer biblischen Geschichte beruht, sondern auf der Legende. Danach sollen die Jünger drei Tage nach der Beerdigung das Grab  Mariens wieder geöffnet haben und statt ihres Leichnams nur blühende Blumen, vor allem Rosen, gefunden haben. Das galt ihnen als Zeichen dafür, dass Gott die Mutter Jesu mit Leib und Seele zu sich in den Himmel geholt hatte. 1950 wurde dieses Ereignis in den Rang eines Dogmas erhoben.

Die Aufnahme Mariens in den Himmel – d.h. in den Bereich Gottes – können wir als ein singuläres Ereignis feiern. Wir können es aber auch verstehen als eine Zukunftsvision für unser eigenes Leben. Auch unser je eigenes Leben wird sein Ende (und zwar das endgültige) bei Gott finden. „Leib und Seele“ meint dabei unsre je eigene unverwechselbare Persönlichkeit, die ihre Vollendung nach allen Irrungen und Wirrungen, nach allem Scheitern und Versagen in der Barmherzigkeit Gottes findet.

Einen kleinen Vorgeschmack auf diese unsere Heiligung durch Gott dienen uns die Kräuterbuschen, die morgen gesegnet werden. Sie bestehen (eigentlich) aus sieben, manchmal neun, manchmal 15 Kräutern, die allesamt Heilkraft besitzen. So dienen diese Kräuter der Gesundung der Menschen und künden so von Gottes Menschenfrendlichkeit. Im Segensgebet über diese Kräuterbuschen  heißt es:

„… Durch die Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude. Segne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil…“

 

 

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Trickbetrug an Pflegebedürftigen

Heute schreckt ein Bericht in den Medien auf. Demnach versuchen Trickbetrüger, Pflegebedürfte abzukassieren. Sie geben sich als Mitarbeiter von Pflegekassen aus, bieten scheinbare Hilfe an und verlangen dann einen Barbetrag, der sofort zu bezahlen ist. In ihrer Hilfebedürfigkeit und Not sind die pflegenden Angehörigen oder die Pflegebedürftigen selbst dann oft nicht in der Lage, den Betrug zu durchschauen.

Die Pflegekassen weisen darauf hin, dass ihre Mitarbeiter immer einen Ausweis bei sich tragen, den sie unaufgefordert herzeigen. Falls sie das nicht tun, sollte man sich diesen Ausweis zeigen lassen. Auf keinen Fall verlangen die Mitarbeiter der Pflegekassen eine Barzahlung. Die sollte man in jedem Fall verweigern. Und dann die Polizei anrufen.

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„Hilfe beim Helfen“ – ein Kurs für Angehörige von Demenzkranken

Die Angehörigen von Demenzerkrankten kommen immer unvorbereitet und schleichend in die Situation der Pflege. Vieles geschieht auf Grund von gesundem Verstand, praktischen Fähigkeiten und großer Kenntnis des Erkrankten. Allerdings sind die Kräfte irgendwann einmal erschöpft und die Rat- und Hilflosigkeit breitet sich immer weiter aus. Spätestens dann (aber besser vorher) braucht man guten Rat.

Die Klinik Haag bietet ab 13. September an sechs Abenden von 18 – 20 Uhr im Speisesaal der Klinik Haag einen Kurs für die Angehörigen von Demenzerkrankten an. Im Gespräch miteinander können die Belastungen und auch die Grenzen der eigenen Möglichkeiten thematisiert werden. Die Kursteilnehmer bekommen einen Überblick über die Stadien der Alzheimererkrankung sowie praktische Hilfen wie etwa eine Vorsorgevollmacht oder Leistungen der Pflegeversicherung.

Der Kurs ist kostenfrei, die Kosten übernimmt die Barmer GEK. Infos und Anmeldung bei Frau Krisztina Kautz unter 08072/ 378 35 58.

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Treppenlifterfahrungen

Frau Sabine Wolf hat eine Homepage eingerichtet. Dort beschreibt sie ihre Erfahrungen mit ihrem Treppenlift und gibt Tipps für andere. Frau Wolf betont, dass dies keine professionelle und kommerzielle Seite sei, sondern nur ihre persönliche Sichtweise wiedergibt.

Sie finden die Seite unter meinen Links unter: Treppenlifterfahrungen

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Urlaub für Senioren?!

Brauchen Senioren Urlaub? Sie sind doch nicht mehr im Arbeitsprozess und haben das ganze Jahr frei!

Das Wort „Urlaub“ kommt vom Alt- und Mittelhochdeutschen Wort „urloup“. Damit wurde die Erlaubnis der Burgherren an die Ritter bezeichnet, wegzugehen. Urlaub war also ursprünglich eine zeitweise Entlassung aus dem unmittelbaren Dienst.

Im Arbeitsleben ist es der Chef, der diese Erlaubnis ausspricht – nach tariflich festgelegten Regeln. Aber wer erteilt Menschen, die nicht (mehr) im Arbeitsprozess stehen, diese Erlaubnis? Das können nur sie selber tun.

Es wäre dann die selbst gegebene Erlaubnis, aus dem alltäglichen Geschehen wegzugehen, das von Hausarbeit, Verpflichtungen und Verantwortungen geprägt ist.

Bedeutsam wird diese Erlaubnis zum Urlaub vor allem für Pflegende. Da ist es besonders schwer, sich selbst diese Erlaubnis zu erteilen. Denn der Urlaub des Pflegenden hat Auswirkungen auf den Pflegebedürftigen. (Allerdings: auch wenn der Pflegende keinen Urlaub macht, hat das Auswirkungen – schlimmstenfalls etwa in der Form des Burnout). Für kleinere Entlastungen hat die bagso ein Heft herausgegeben. Es trägt den Titel: „Entlastung für die Seele – ein Ratgeber für pflegende Angehörige“. Für einen wirklichen Urlaub von ein paar Tagen braucht man andere Unterstützer: eine Kurzzeitpflege etwa in einem Seniorenheim. Die wird in immer mehr Seniorenheimen angeboten.

Ich möchte dringend dazu ermutigen, sich selber diese Erlaubnis zum Urlaub zu geben, zum Wohle aller Beteiligten.

 

Ich wünsche allen – Senioren und auch den Jüngeren – eine erholsame Zeit und dass es gelingt, sich für eine winzig kleine Zeit (oder auch länger) die Erlaubnis zu geben, wegzugehen, selbst wenn es nur in den Garten oder ins Cafe ist.

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Die weibliche Seite von Krieg, Flucht und Vertreibung

In der letzten Zeit beschäftige ich mich sehr mit den Geschichten, die Menschen über sich und ihr Leben erzählen. Gerade bei Senioren (den Männern) taucht recht schnell das Thema „Krieg“ auf als eine prägende, oft traumatisierende Erfahrung ihres Lebens. Ich habe es noch nie erlebt, dass in meinem Beisein der Krieg glorifiziert worden ist.

Dabei ist mir aufgefallen, dass Frauen kaum über den Krieg erzählen. Erst als ich gefragt habe, berichteten sie von ihrer Angst vor den Bombenangriffen, von der Angst um die Männer/ Väter in der Familie. Sie berichteten von Not und Entbehrung und der täglichen Suche nach Essen. Sie berichteten von Flucht und Vertreibung. Sie berichteten von der Erfahrung des Ausgeliefertseins. Das scheint mir die weibliche Seite von Krieg zu sein.

Allerdings scheint diese weibliche Seite ziemlich in Vergessenheit zu geraten, denn sie wird kaum öffentlich erinnert. Aber was geschieht, wenn wir diese leidvolle Seite übersehen, wenn sie nicht dokumentiert und bewahrt wird? Was geschieht mit unserer Gesellschaft, wenn wir nicht die gesamte Kriegserfahrung im Blick haben, wenn die eine (männliche) Seite ein starkes Gewicht hat und die andere (die weibliche) übersehen, vielleicht sogar aktiv verdrängt wird?

Bei meinen letzten Veranstaltungen habe ich bei den Frauen ein großes Bedürfnis – vielleicht sogar so etwas wie einen Drang zum Erzählen gemerkt. Es brauchte gar nicht viel an Anstoß und dann kamen schon schreckliche, ängstigende, verstörende Berichte. Es kamen aber auch Erzählungen darüber, wie sie das alles gemeistert und bestanden haben, was und wer geholfen hat, wie es (allmählich) wieder aufwärts gegangen ist.

So nehme ich mir vor (und rege andere dazu an), ein Forum zu bieten für diese Lebensgeschichten.

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