Category Archives: Allgemein

Mut zum Ehrenamt – ein Preis der Stiftung der Bayerischen Versicherungskammer

Die Bayerische Versicherungskammer lobt einen Förderpreis aus für Projekte, die sich im Bereich des Ehrenamtes engagieren. Er wird in 2 Kategorien vergeben:

1) Wir gestalten – für bereits laufende Projekte

2) Wir starten durch – für ein Projekt, das sich gerade in den Startlöchern befindet.

Die Versicherungskammer schreibt dazu:

Dahinter steht die Idee, bei einer breiten Öffentlichkeit größere Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen zu erreichen. Außerdem wollen wir auf politischer Ebene das Bewusstsein für die Bedeutung des Ehrenamts stärken und so positiv auf die Rahmenbedingungen einwirken.

Damit will die Versicherungskammer Stiftung das bürgerschaftliche Engagement fördern und noch mehr Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten gewinnen.

Nähere Informationen gibt es auf folgender Seite:  http://www.versicherungskammer-stiftung.de/stiftung/foerderwettbewerbe/ehrenamtspreis.html

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Steigende Altersarmut

Nach Einschätzung des neuen Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Axel Reimann ist die Altersarmut z. Zt. noch „kein Massenphänomen“. So zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Allerdings werden in Zukunft sowohl die Zahlen derjenigen Menschen steigen, die auf Grundsicherung angewiesen sind wie auch die Summe der Zahlungen. Schon in etwa zehn Jahren werden nach Einschätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes etwa  10% der Rentner auf staatliche Zuschüsse angewiesen sein. Grund dafür sind sowohl die geringen Einkommen als auch die Zeiten der Arbeitslosigkeit, die es mittlerweile in vielen Erwerbsbiografien gibt.

So wird es sicher für viele notwendig sein, nach dem Eintritt ins Rentenalter weiter berufstätig zu sein, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Auf diesem Hinterrund scheint mir die Diskussion um die Rente mit 63 eine Scheindebatte zu sein. Erstens trifft sie ja nur relativ wenige, die dazu berechtigt sind. Zweitens werden wir ja immer älter und sind auch im Schnitt in besserer körperlicher und geistiger Verfassung als frühere Generationen. Drittens fehlt es an jungen Menschen, die diese Renten finanzieren können (siehe die prekären Arbeitsverhältnisse der „Generation Praktikum“). Hier verfestigt sich das Problem der Altersarmut in die nächste und übernächste Generation hinein.

Es braucht bestimmt viele unterschiedliche Maßnahmen. Ein Element könnte evtl. die Aufhebung des starren Renteneintrittsalters sein, ein anderes, den Menschen fairen, gerechte Löhne zu bezahlen, von denen sie leben können (selbst wenn wir dann für unseren Lebensunterhalt mehr bezahlen müssten).  Dann wird es schließlich auch eine Aufgabe für unsere Gemeinden (politisch wie kirchlich) sein, den von Altersarmut Betroffenen ein Leben in gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von den Finanzen. Damit meine ich nicht nur ein Bereitstellen von Angeboten für Senioren, sondern auch Räume für die eigene Aktivität, für die Gestaltung unserer Lebensräume durch die Senioren selbst.

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Selbsthilfegruppe pflegender Angehöriger

Am kommenden Dienstag findet um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Oberneukirchen das nächste  Treffen der Gruppe pflegender Angehöriger unter der Leitung von Maria Durner statt. Es geht zum einen um eimen gegenseitigen Austausch, zum anderen gibt es immer wieder auch neue Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten. Neue Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen.

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Hilfenetzwerk

Ich habe eine neue Seite erstellt – zu finden in der oberen Leiste. Dort ist meine Liste der Hilfeleister zu finden, die für pflegende Angehörige interessant sein könnte. Ich bitte um Korrekturen und Erweiterungen, da ich sicher nicht alles kenne.

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Information zur Mütterrente

Die Deutsche Rentenversicherung informiert, dass die Auszahlung der Mütterrente für die vor 1992 geborenen Kinder automatisch erfolgt. Sie werde jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem bietet die DRV eine kostenlose telefonische Beratung an. Sie schreibt:

Fragen zur Mütterrente oder zur Rente ab 63?
In einer Telefonaktion beantworten Experten der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern vom 30. Juni bis 4. Juli 2014 alle Fragen zum neuen Rentenpaket.
Dieser Service steht von Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr und am Freitag, den 4. Juli von 12 bis 15.30 Uhr zur Verfügung.
Die kostenlose Telefonnummer lautet: 0800 1000 480 63.

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Bericht vom Informationsabend der Seniorenbeauftragten

Am vergangenen Mittwoch haben wir unseren Informationsabend für die pfarreilichen und die kommunalen Seniorenbeauftragten gehalten. Schon in der Vorstellungsrunde wurde die gute Mischung aus  erfahrenen und aus neuen Seniorenbeauftragten sichtbar und auch, wie viel Kompetenz und langjährige Erfahrung in verschiedenen Ehrenämtern sich hier versammelt hatte. Teilweise gab es noch wenig Berührungspunkte mit dem Thema: Leben im Alter, teils wurden und werden Erfahrungen im privaten Bereich gemacht, ein Teil hatte auch schon lange mit Senioren in ihren unterschiedlichen Lebenslagen zu tun. Allen gemeinsam war die Neugier und die Bereitschaft zum Einsatz für diese wachsende Bevölkerungsgruppe.

Seniorenbeauftragte Juni 2014

Seniorenbeauftragte Juni 2014

So sammelten wir in einem ersten Schritt, wo die Senioren im gemeindlichen Leben auftauchen. Beeindruckend war dabei die Vielfalt, die vom Pflegeheim bis hin zum Fitnessstudio, von den Seniorennachmittagen bis in die Politik, von den Gottesdiensten bis hin zum Spielplatz als Betreuer für die Enkel reichte. Senioren sind dabei z. T. selbst aktiv und mobil, sie unternehmen Fahrten, machen Ausflüge, gestalten ihren Lebensbereich im privaten wie im öffentlichen Raum. Sie engagieren sich für andere und beteiligen sich am gesellschaftlichen Leben. Andere nehmen gerne das Angebot von Kirchen, Vereinen, Bildungseinrichtungen wahr, genießen ihre Zeit im Cafe, beim Tanzen oder beim Baden, suchen Kontakt und das Gespräch beim Einkaufen. Für viele ist es wichtig, sich zu einer Gruppe und zur Gesellschaft dazugehörig zu erleben. Dies gilt wohl auch für die, die nicht mehr ihr Haus oder gar ihr Bett verlassen können; sie sind jedoch darauf angewiesen, dass der Kontakt von außen hergestellt wird. Auch hier engagieren sich ältere Menschen, u.a. die Seniorenclubleiter.

Als nächstes haben wir einen statistischen Blick auf das Leben der Senioren im Landkreis geworfen, wie er im „Seniorenpolitischen Gesamtkonzept“ des Landkreises Mühldorf vor vier Jahren erstellt worden ist – einschließlich der inzwischen zu beobachtenden Entwicklungen. Immerhin sind etwa 20 % aller Menschen im Landkreis über 65 Jahre alt, Tendenz: ansteigend. Dieses Gesamtkonzept bietet für den Landkreis und jede einzelne Kommune Handlungsempfehlungen, um das Leben der Senioren in den Bereichen: 1) Infrastruktur – 2) Gesellschaftliche Teilhabe – 3)  Selbstbestimmtes Wohnen – 4) Pflegebedarf und 5) Information zu gestalten und zu verbessern. Als Aufgaben für die Seniorenbeauftragten haben wir beschrieben, dass sie Interesse an den älteren Menschen haben sollten (Hinschauen, zuhören, reden), dass sie Hilfsmöglichkeiten vermitteln können (dazu brauchen sie selber viele Informationen), dass sie die Senioren in der Gesellschaft integriert halten oder wieder integrieren) wollen. Außerdem kamen schon ganz konkrete Vorhaben wie aktuelle Ausstellungen, die ein biografisches Arbeiten ermöglichen.

In einem letzten Schritt haben wir nach Unterstützern gesucht. Als erstes nannten wir die Zusammenarbeit von kommunalen und pfarreilichen Seniorenbeauftragten. Dann bietet sich zum einen die „Freiwilligenagentur Ehrensache e.V.“ mit seinem Geschäftsführer Alfons Wastlhuber an, zum anderen berichtete Frau Bettina Schlögl von ihrer Arbeit als Seniorenreferentin im Landratsamt Mühldorf – zusammen mit Herrn Matthias Burger. Das Spektrum ist breit und reicht von Hilfen bei Anträgen bis hin zur Wohnraumberatung und Weiterleitung von Informationen und Hilfen anderer Träger. Unterstützen können schließlich Seelsorger, Behindertenbeauftragte, Familienbeauftragte, Seniorenclubleiter, Nachbarschaftshilfen – eigentlich jede/r.

Am Ende des Abends stand der Wunsch nach weiterem Austausch über die Erfahrungen, dazu auch konkrete Hilfsmöglichkeiten (etwa meine Liste des Hilfenetzwerkes) und das Nachdenken über konkrete Lebenssituationen der Senioren.

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Im Frühjahr wurden sowohl die Gemeinderäte wie auch die Pfarrgemeinderäte neu gewählt. Viele Gemeinden haben seither/ erneut einen Seniorenbeauftragten. Sie machen sich zum Anwalt für eine wachsende Bevölkerungsgruppe und ihrer vielfältigen Anliegen. Ist schon die altersmäßige Abgrenzung schwierig (ab Renteneintritt?), kann man sie auch nur schwer über ihre Lebenssituation bestimmen. Es gibt Hochaltrige. die fit sind und mobil, die sich ehrenamtlich engagieren oder ihre Zeit genießen – und es gibt Menschen, die wegen irgendeines Leidens früh in Rente gegangen sind (manchmal auch unfreiwillig) und mit ihrer Einschränkung leben müssen. Es gibt Pflegebedürftige und es gibt Senioren, die ihre noch älteren Eltern pflegen. Es gibt finanziell gut ausgestattete Rentner und solche, die in der Altersarmut leben müssen. So sprechen wir heute vom dritten, vierten und fünften Lebensalter, das je nach dem Grad der Hilfebedürftigkeit unterschieden wird.

Für sie alle wollen die Seniorenbeauftragten „Hörrohr und Sprachrohr“ sein, wie es in der letzten Periode ein Seniorenbeauftragter ausgedrückt hat, d.h. sie hören erstmal zu, wie Senioren leben und was sie brauchen. Dann ist es sicher auch Aufgabe, Hilfe zu vermitteln, ihre Anliegen weiterzugeben und so zu einer seniorenfreundlichen Gemeinde beizutragen.

Um die Seniorenbeauftragten bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, bieten die Mühldorfer „Freiwilligenagentur Ehrensache e. V.“ und ich einen Informationsabend für Seniorenbeauftragte   am kommenden Mittwoch, 25. Juni 2014 von 19.30 – 21.30 Uhr in Mühldorf, St. Nikolaus an. Ich bitte die Seniorenbeauftragten, sich bei mir anzumelden (Tel. 08630/ 1274 oder MTress@eomuc.de).

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Generali Hochaltrigenstudie: Teilhabe im hohen Alter

Im März 2014 veröffentlichte der Generali Zukunftsfonds seinen Monitor 05 mit dem Titel: „Teilhabe im hohen Alter“. Darin wird gezeigt, dass auch Hochaltrige ab 85 Jahren  noch bereit und in der Lage sind, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Dies mag viele erstaunen, haben wir doch eher die Defizite und Einschränkungen im hohen Lebensalter vor Augen.  Die Studie beschreibt in „fünf zentralen Erkenntnissen“, dass die Hochaltrigen 1) Sorge für und um andere Menschen haben; 2) sich für das Wohl der nachfolgenden Generationen verantwortlich fühlen; 3) andere Rahmenbedingungen für ihr Engagement benötigen; 4) stärker in ihren Kompetenzen wahrgenommen werden wollen; und 5) in ihren Entwicklungspotenzialen wahrgenommen werden wollen.

Konkret heißt das, dass Ältere sich um die Mitglieder ihrer Familie kümmern wollen in Gesprächen, tätiger und finanzieller Unterstützung sowie bei „existenziellen Gesprächen vor allem mit jungen Familienmitgliedern“. Außerhalb der Familie nehmen sie Anteil am Schicksal der nachfolgenden Generationen, am Leben ihrer Nachbarn, in der Unterstützung bei Bildungsaktivitäten junger Menschen, aber auch im Besuchsdienst bei älteren oder kranken Menschen. Sie tun dies aus dem Bedürfnis heraus, gebraucht zu werden und nützlich zu sein, aber auch aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Zusammenhalt heraus. Sie bringen dabei viel Vertrauen mit, Offenheit für Neues (Erlebnisse und Menschen) und Interesse an der Welt und unserer Gesellschaft.

Diese Studie spiegelt auch Ergebnisse des „Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes“ unseres Landkreises wider. Auch wir haben vor etwa 4 Jahren schon das hohe Potenzial älterer Menschen zum Ehrenamt und bürgerschaftlichen Engagement erkannt. Allerdings braucht es – so die Erkenntnisse anderer Studien – eher eine häusliche Struktur, die der eingeschränkten Mobilität und wohl auch der körperlichen Spannkraft Rechnung trägt.

Wer die Studie der Generali nachlesen möchte, findet sie unter: www.generali-zukunftsfonds.de

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Das Deutsche Zentrum für Altersfragen dza

Ich bin heute zufällig auf das „Deutsche Zentrum für Altersfragen“ gestoßen. Dieses Institut untersucht die Lebensbedingungen älterer Menschen. „Forschungsprojekte werden zu den Themenbereichen Erwerbsarbeit und Ruhestand, Wirtschaftskraft, wirtschaftliches Verhalten und materielle Lagen, Gesundheit und Pflege, Familie, Partnerschaft und soziale Beziehungen sowie gesellschaftliche Partizipation durchgeführt“, so das deutsche Zentrum für Altersfragen. Auf dessen homepage www.dza.de finden sich verschiedene sehr lesenswerte Veröffentlichungen.

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Pflegetagebuch für pflegende Angehörige

Durch einen Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“ wurde ich auf das Pflegetagebuch aufmerksam. Es dient den Angehörigen von Pflegebedürftigen zur Dokumentation all dessen, was sie für den Pflegebedürftigen tun. So kann man die Notwendigkeit einer Pflegestufe nachweisen und erhält leichter die Leistungen der Pflegekasse. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) überprüft die Fähigkeit der Pflegebedürftigen, ob und wie weit sie ihren Alltag ohne Hilfe bewältigen können. Dies geschieht u. a. dadurch, dass die Pflegenden dokumentieren, wie viele Minuten sie für welche Unterstützung aufwenden. Dabei verschätzt man sich gerne – meistens zum eigenen Nachteil. So werden Leistungen, auf die man eigentlich ein Anrecht hätte, ungenutzt. Hier hilft das Pflegetagebuch weiter.

Die einfacheren Pflegetagebücher beschreiben nur, ob ein Hilfebedarf besteht, es gibt jedoch auch ausführlichere. Dort kann man unterscheiden, ob jemand eine Anleitung benötigt oder teilweise bzw. komplette Hilfestellung. Sie finden die Pflegetagebücher im Internet oder erhalten sie bei Ihrer Krankenkasse.

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