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Vorsorge für den Notfall

In seiner heutigen Ausgabe berichtet der „Mühldorfer Anzeiger“ über die verschiedenen Möglichkeiten der Vorsorge für Situationen, in denen man nicht mehr selber entscheiden kann. Dies muss nicht unbedingt erst im hohen Alter der Fall sein. Auch in jungen Jahren kann auf Grund eines Unfalls (Auto, Motorrad etc.) eine solche Situation eintreten. Wenn solche Entscheidungen zu treffen sind, ist es besser, sie werden von Menschen des eigenen Vertrauens getroffen als von Fremden.

Dabei ist zum einen die Vorsorgevollmacht wichtig. In ihr wird geregelt, wer für einen Entscheidungen trifft, wenn der Betreffende nicht mehr selbst dazu  in der Lage ist. Solche Entscheidungen sind im Bereich der Finanzen, des Wohnens und der Gesundheit möglich. Der Bevollmächtigte kann also etwa Überweisungen tätigen; er kann Verträge abschließen oder auch kündigen; kann bestimmen, ob und ggf. in welchem Seniorenheim der Betreffende leben soll; welche Gesundheitsbehandlung gemacht werden soll.

Das zweite Standbein ist die Patientenverfügung. Sie regelt die medizinische Behandlung, also etwa die Frage der künstlichen Ernährung oder von Operationen bzw. lebensverlängernden Maßnahmen. Sinnvollerweise bespricht man die Patientenverfügung mit dem Hausarzt, der einem die Bedeutung und Tragweite der eigenen Entscheidung erklären kann.

Wer sich genauer informieren möchte, dem empfehle ich den Kontakt zum Annahospizverein, der auch dezentral Informationsveranstaltungen anbietet. Tel: 08631/ 18570 oder unter info@annahospiz.de

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Gedanken zum dritten Advent

Betteln

 Neulich habe ich eine Reportage der ARD-Nachrichtensprecherin Judith Rakers gesehen. Sie hat ausprobiert – für 30 Stunden – wie es ist, obdachlos zu sein. Sie hat das Leben und die Menschen auf der Platte kennen gelernt und auch, wie schwer es ist, zu betteln.

Ich erinnere mich vor einigen Jahren in Nürnberg. Ich war mit meinem Sohn und meinem Enkel unterwegs. Vor einem Kaufhaus hat ein Mann im mittleren Alter und im Anzug meinen Sohn angesprochen, ob er ihm nicht 50 Cent geben könne. Im Gespräch sagte der Mann, dass dies das erste Mal sei, dass er jemanden anbetteln müsse. Er sei arbeitslos geworden, seine Ersparnisse nun aufgebraucht. Eine neue Stelle nicht in Sicht. Er hat sich sichtlich geschämt für diese neue und erzwungene Erfahrung des Bettelns.

Betteln ist bei uns verpönt. Wir schauen manchmal mit Verachtung auf die Bettler in der Stadt und auf der Straße. Es sind Menschen, die oft das Notwendigste entbehren und das manchmal schon über einen längeren Zeitraum. So wirken sie oft verwahrlost und heruntergekommen.

Man bettelt in der Regel nicht um die luxuriösen Dinge des Lebens. Normalerweise bettelt man um das Lebensnotwendige, um das, was man für diesen Tag braucht. Wer bettelt, hat oft ein sicheres Gespür für das, was er entbehrt. Das ist oft Geld, manchmal aber auch mehr: ein Blick, ein Wort, Achtsamkeit. Judith Rakers stellte vor allem die Würde in den Vordergrund des Entbehrten und Erbettelten.

Die erste Seligpreisung im Matthäusevangelium (Mt 5) heißt wörtlich übersetzt: Selig, die um den Geist (Gott) betteln.

Im Advent ist es die richtige Zeit, Bettler um Gott zu werden. Zu spüren, wie sehr wir seiner Nähe und Gegenwart, seiner Anwesenheit in unserem Leben bedürfen. Wie sehr wir einen liebenden, menschenfreundlichen, gnädigen Gott brauchen.

 

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Die Armut Gottes – Bericht vom Einkehrvormittag in Zangberg

Unter dem Titel „Die Armut Gottes“ haben wir uns heute vormittag Gedanken zum Weihnachtsevangelium gemacht.

In der Weihnachtsgeschichte der Bibel und der Volksfrömmigkeit tauchen verschiedene Symbole der Armut auf: die Obdachlosigkeit und die Zurückweisung durch die Wirte, der Stall und die Krippe, die Windeln, die Hirten, die Nacht…

In all diesen Symbolen haben wir auf dem Hintergrund alttestamentlicher Texte (etwa  Jes 9 oder Ez 16) die heutige Armut und Armseligkeit  erkannt: die schwere, lebensbedrohliche Krankheit, die tiefe Depression, die harte Obdachlosigkeit, die innere Leere, den Verlust von Lebenssinn und auch der Verlust der Gottesbeziehung …

Trost und Stütze fanden wir dann darin, dass Jesus sagen könnte: „Im Stall – da bin i dahoam“. Also gerade am Ort der Armseligkeit, wo wir nichts vorweisen können als leere Hände und ein großes Bedürfnis und Betteln nach Gottes Nähe und Fürsorge. Hier dachten wir an konkrete Menschen und Gruppen, etwa an die Bewohner der Philippinen, an die Verzweifelten, an Kranke. Und natürlich auch an eigene Lebenserfahrungen, für die das Land der Finsternis, das „Todschattenland“ das sprechende Bild ist und war. 

In diesem Todschattenland leuchtet Gottes „Morgenstern der finstern Nacht“ auf – Jesus Christus. In unsere armselige, bedürftige Welt kommt er, dort hat er seinen Platz und nicht in unserer Großartigkeit, in unseren Verdiensten, in unseren Erfolgen.

Aus unserem Stroh kann ein Stern werden. Man braucht dazu Wissen, Geschick, Geduld, Zeit. So können auch wir mit unseren abgewerteten Seiten umgehen, so kann aus unserer Armseligkeit ein helles Licht (Jes 9) werden – Gottes Licht. 

Im Weihnachtsegen am Schluss ließen wir uns Gottes menschenfreundliches Licht und Lächeln zusagen.

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Pastorale Herausforderungen der Familien (Fragebogen des Vatikan)

Nun stellt auch unsere Diözese den Fragebogen des Vatikan ins Internet mit der Möglichkeit, ihn zu beantworten. Zeit dafür ist in dieser Woche, darum lohnt es sich, schnell zu sein und ihn auch andere weiter zu geben. Das Ordinariat München schreibt dazu:

„München, 6. Dezember 2013. Das Erzbistum München und Freising gibt den Gläubigen die Möglichkeit, den Fragebogen, den der Heilige Stuhl zum Thema Familienpastoral versandt hat, auch auf der Homepage der Erzdiözese zu beantworten. Die ausgefüllten Fragebögen werden dann an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz weitergeleitet, wo die Antworten gebündelt werden. Der Fragebogen  wird vom 6. bis 13. Dezember unter www.erzbistum-muenchen.de/umfrage eingestellt. Die Gläubigen werden auch in den Gottesdiensten am zweiten Adventswochenende über diese Möglichkeit der Beteiligung informiert.

Die Fragen des Vorbereitungsdokuments zur außerordentlichen Bischofssynode zum Thema „die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“, die vom 5. bis 19. Oktober nächsten Jahres in Rom stattfinden wird, werden zusätzlich auch vom Erzbischöflichen Ordinariat München beantwortet. Dazu werden, wie bereits angekündigt, die Ergebnisse des diözesanen Dialogprozesses „Dem Glauben Zukunft geben“ herangezogen, an dem zwischen den Jahren 2008 und 2010 Vertreter aus allen Bereichen des Erzbistums teilgenommen hatten: Beispielsweise Priester und Ordensleute, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, Vertreter der Laienräte und Verbände oder der Jugend. In dem Dialogprozess wurden 61 Empfehlungen für eine zukünftige Pastoral erarbeitet. (kel)“

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Gedanken zum zweiten Advent

Hoffen

Hoffen, das ist etwas anderes als erwarten. Hoffen heißt:Ich weiß nicht, ob das eintreten wird. Hoffen ist mehr als „wünschen“. Hoffen ist weniger als „zuversichtlich sein“. Hoffen beinhaltet immer auch das Unbestimmte und Ungewisse. Hoffnung erfüllt sich – und ich kann nur wenig dazu beitragen. So hoffen manche auf schönes Wetter, auf die richtigen Lottozahlen, auf einen gnädigen Tod.

Bei der Hoffnung habe ich keinen Anspruch auf das Erhoffte, es kommt gleichsam als Geschenk, unverdient. Tiefere Hoffnung richtet sich auf das, was ich brauche, was mir not-tut. Die tiefste Hoffnung richtet sich auf das Leben: dass es gelingt, dass es gut ausgeht, dass es sinnvoll ist und erfüllt. Die tiefste Hoffnung findet ihren Grund in Gott: er kann mein Leben gelingen lassen in allem Fragment, in aller Bruchstückhaftigkeit, in allem Scheitern.

In Jesus Christus findet unsere Hoffnung ihren Halt. Denn an seinem Leben und Wirken lesen wir ab, wie Gott ist: barmherzig, gütig, menschenfreundlich. Das ist etwas, das ich auch für mich (und nicht nur für mich) erhoffe.

An Weihnachten feiern wir, dass diese Hoffnung Wirklichkeit geworden ist und auch jetzt noch immer wieder Wirklichkeit wird.

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Ein Gedanke zum Fragebogen des Papstes zu pastoralen Herausforderungen in Familien

Heute habe ich den Fragebogen des Papstes über „DIE PASTORALEN HERAUSFORDERUNGEN DER FAMILIE IM KONTEXT DER EVANGELISIERUNG“ bekommen. Auf insgesamt sieben Seiten werden viele Fragen zur partnerschaftlichen Lebenssituation der Menschen gestellt. Eine Frage hat mich gleich zum Nachdenken angeregt:

Haben die Familien in der aktuellen Situation des Generationenkonflikts verstanden, ihre Berufung zur Weitergabe des Glaubens umzusetzen? Wie?

Mir ist klar, dass hier wohl die Weitergabe des Glaubens von alt zu jung gemeint ist. Aber muss das so eine Einbahnstraße sein? Können nicht auch die Jungen den Älteren Glauben – nämlich ihren jungen – weitergeben? Würden das die Älteren zulassen oder vielleicht sogar erbitten oder noch mehr: einfordern? Spielt also das Gespräch über Glaubensfragen überhaupt eine Rolle, und zwar nicht nur als Belehrung der „Lebens- und Glaubenserfahrenen“ an die „Unerfahrenen“, sondern auch als Anregung der Älteren durch die Fragen und Zweifel und auch Gewissheiten und Hoffnungen der Jüngeren? Deren Leiden an ungerechten Zuständen in dieser Welt und die Frage nach der Anwesenheit Gottes zeugt ja gerade von der Vorstellung eines gütigen, liebevollen, menschenfreundlichen Gottes. Sie sind damit wohl nicht allzuweit entfernt von den Fragen und Zweifen der Kriegsgeneration, die Tod und Leid und Verfolgung erlebt hat.

Was passiert denn, wenn Sie mal in Ihrer Familie den Kindern bzw. jungen Erwachsenen die Frage stellen: „Woran glaubst Du eigentlich?“ Vielleicht erstmal ein ungläubiges Staunen? Vielleicht reagieren die anderen verblüfft und überrascht? Vielleicht erstmal ein unsicheres Schweigen, weil man sich darüber selten bis nie Gedanken macht? Vielleicht kommt dann ein zaghaftes Gespräch in Gang? Vielleicht sind Sie ja selbst von meinen Fragen überrascht und verunsichert? Das würde Sie mit Ihren jüngeren Familieinangehörigen verbinden.

Ich freue mich jedenfalls sehr, wenn Sie mir Ihre Gedanken schreiben.                     Lieben Dank dafür!

 Hier übrigens ein Link zum Fragebogen:

http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/05/vatikanfragebogen_zur_familie:_%E2%80%9Eaktive_teilnahme%E2%80%9C_der_teilkirchen/ted-743729

 Wer den Fragebogen ausfüllen möchte, kann dies über folgende Seite tun: http://www.familienbund-bayern.de/37551.html

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Gedanken zum ersten Advent

Advent – eine Zeit der Erwartung, eine Wartezeit. Kinder warten auf das Christkind.

Das Warten durchzieht aber ein ganzes Leben: Kinder warten darauf, groß zu sein. Jugendliche warten darauf,  länger weg gehen zu können. Oder auf die erste große Liebe oder den Führerschein. Junge Erwachsene darauf, ihr Leben selber in die Hand nehmen zu können- oder eine feste Anstellung. Junge Eltern warten auf ihr (erstes) Kind. Später warten sie drauf, dass die Kinder wieder aus der Pubertät raus kommen und dass es wieder friedlicher wird. Menschen um die 60 warten auf die Berentung.  Manche Hochbetagte warten auf das Sterben, warten darauf, dass dieses Leben zu Ende ist – und (vielleicht/ hoffentlich) ein neues beginnt.

Warten hat immer eine freudige Seite voller Spannung und Vorfreude auf das, was bevorsteht. Es hat aber immer (was uns nur meist nicht bewusst ist) auch eine Seite des Abschiedes vom bisherigen Leben.

Der erste Advent sagt uns: das alte Kirchenjahr ist nun zu Ende, es beginnt ein neues. Wir richten uns wieder aus auf das, was uns Zukunft und Perspektive eröffnen kann: Gottes Menschwerdung, Gottes Gegenwart unter uns Menschen, Gottes Präsenz in meinem eigenen Leben. So warte ich darauf, dass er sich mir zeigt und werde wie alle Wartenden hellhöriger für die Anzeichen, dass das Erwartete eintritt.

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Online-Beratung der Caritas

Ich bin von der Kooperativen Landkreisseniorenarbeit im Erzbischöflichen Ordinariat München auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht worden, sich von der Caritas über das Intetnet beraten zu lassen: 

Die Online-Beratung findet man unter:    www.caritas.de

Durch das Drücken auf den roten Button Probleme? Online Beratung gelangt man auf die eigentliche Seite mit den ganzen Themen zu denen der Deutsche Caritasverband diese Form der Beratung anbietet.

Hier auf den roten Button neben dem Feld „Leben im Alter“ klicken.

Im Feld Adressen dann das gewünschte Bundesland sowie die jeweilige Diözese eintragen und den Postleitzahlbereich in dem man das Angebot sucht.

Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Es gibt dort eine Fülle von Themen, in die man sich reinklicken kann und auch jede Menge Hilfsangebote. Probieren Sie es mal aus!

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Warnung vor Betrug

Die Deutsche Rentenversicherung hat eine Warnung vor Betrug herausgegeben. Immer wieder versuchten Betrüger, an das Geld von Rentnern heranzukommen, indem sie sich telefonisch als Mitarbeiter der Rentenversicherung ausgeben. Sie fordern die Angerufenen auf, Geld auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. Widrigenfalls drohten ihnen dann Rentenentzug oder -kürzung.

Die Rentenversicherung schreibt: „Die Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Bayern warnen daher eindringlich davor, aufgrund vermeintlicher Anrufe der Rentenversicherung Geld an Unbekannte zu überweisen oder persönliche Daten preiszugeben. Derartige Anrufe stammen nicht von der Deutschen Rentenversicherung. In Zweifelsfällen sollten Betroffene das Telefonat umgehend beenden und unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 480 88 oder in einer Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Rat suchen.“

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Fortbildung in der Biografiearbeit für unseren Besuchsdienst

Gestern war Frau Ingrig Brütting aus Landshut bei der Fortbildung für unseren Besuchsdienst im Krankenhaus bzw. in den Seniorenheimen.Sie brachte uns auf kurzweilige und unterhaltsame Art nahe, wie wichtig für uns selbst die Erinnerung ist und wie wertvoll die Erinnerung für ältere oder kranke Menschen sein kann. Dabei fußt die Erinnerung auf dem Erlebten, d.h. allem, was wir mit unseren vielen Sinnen erfassen und verarbeiten. Erinnerung ist also gerade nicht nur das Be- oder Gewusste, sondern läuft über die Sinne: Gerüche (z.B. der Backgeruch), Geräusche (Lieder), Geschmack (Essen und Trinken), Gefühl und Gespür. Als Anregung hat uns Frau Brütting das Brausepulver auf den Stuhl gelegt, das viele von uns noch aus der Kinderzeit kannten. 

Weitere Anregungen fanden sich in der Kreismitte wieder: die Kinderpuppe, die Schiefertafel, die Markenbutter, Bücher, Fotos von Gegenständen wie Klammern, Werkzeugen, Lebensmitteln. Auch für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sind solche Anregungen wichtig, selbst wenn sie nicht mehr auf einer sprachlichen Ebene kommentiert oder kommuniziert werden können.

In einer abschließenden Übung haben wir zu Stichworten eigene Erinnerungen erzählt: etwa: „der Geruch von daheim“ oder: „mein Lieblingslehrer“. Wiedermal hat sich gezeigt, dass die 2 1/2 Stunden viel zu kurz waren für das Gespräch. Wiedermal hat sich aber auch gezeigt, wie wichtig der Besuchsdienst ist, denn für die wichtige Erinnerungsarbeit fehlt dem Pflegepersonal oft die Zeit, manchmal auch die Schulung. So ist der Besuchsdienst eine notwendige Ergänzung in den Einrichtungen.

 

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