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Finanzielle Unterstützung bei Pflege

Zum 1. Januar 2025 haben sich viele verschiedene Änderungen in den Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflege ergeben. Der BIVA-Pflegeschutzbund e. V. gibt eine gute Übersicht über die Veränderungen. Was ich persönlich sehr ansprechend finde, ist, dass man auf dieser Seite einen schnellen Überblick hat, was alles möglich ist.

Sie können das nachlesen unter folgendem Link:

https://www.biva.de/presse/pflege-2025-was-aendert-sich

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Steigende Mieten belasten Rentner

Eine Meldung hat gestern das Licht auf eine Belastung geworfen, die vielen Menschen bisher verborgen war. Eine neue Studie der Bauwirtschaft zeigt, dass immer mehr Rentner von Altersarmut bedroht sind, weil der Mietanteil immer höher wird.

Die – vor allem in den Städten wie München – massiv ansteigenden Mieten bei immer knapper werdendem Wohnraum belastet zunehmend die Senior*innen. Ihr Einkommen ist im Vergleich zur Erwerbsphase niedriger und bietet zudem weniger Möglichkeiten, es aufzubessern. So nimmt die Miete einen immer höheren Prozentsatz der Rente, zum alltäglichen Leben bleibt weniger übrig.

Viele wissen nicht, dass es (unter bestimmten Voraussetzungen) eine staatliche Hilfe gibt zur Miete. Viele scheuen den Gang zum Sozialamt, um Grundsicherung und Bürgergeld zu beantragen. Auch die Suche nach einer günstigeren, weil kleineren Wohnung gestaltet sich schwierig. Es gibt kaum kleinere Wohnungen, die auch noch weniger kosten.

Schon vor etwa 20 Jahren (als wir im Landkreis Mühldorf das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ erstellt haben) war deutlich, dass Wohneigentum die wichtigste Vorsorge für ein finanziell abgesichertes Alter ist. Jetzt wird diese Frage immer drängender, zumal es durch die immens gestiegenen Preise immer schwerer ist (auch für Gutverdiener), Wohneigentum zu erwerben. Hier wird also auch innerhalb der nächsten Generation an Rentnern ein massives Problem auf unsere Gesellschaft zukommen.

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Finanzielle Hilfen bei Demenz

Im heutigen „Mühldorfer Anzeiger“ gibt es eine gute Übersicht über die verschiedenen finanziellen Hilfen, die man bei einer Demenzerkrankung in Anspruch nehmen kann. Dazu zählen Leistungen der Pflegekassen, die möglich sind, sobald ein Pflegegrad vorliegt. Das gilt nicht nur bei körperlichen Beeinträchtigungen, sondern eben auch bei Demenz. Außerdem bezuschusst die Pflegekasse Leistungen zur Entlastung von pflegende Angehörigen, etwa in einer Tagespflege. Auch Betreuungsgruppen oder Selbsthilfegruppen sind oft entlastend, wie mir selbst immer wieder Menschen berichten, die ein solches Angebot wahrnehmen (etwa durch die Caritas, die Seniorenseelsorge oder die AWO).

Der Artikel weist vor allem darauf hin, dass sich Angehörige gut beraten lassen können durch Pflegestützpunkte oder die Pflegekassen.

Der Pflegestützpunkt des Landratsamtes Mühldorf befindet sich in der Schillerstr. 33 in Mühldorf.

Die Mitarbeiter dort sind jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 800 bis 12:00 Uhr erreichbar sowie am Montag und Donnerstag Nachmittag von 13:00 bis 16:00 Uhr.

Herr Umbach ist erreichbar unter 08631/ 699-805; Frau Blabsreiter unter 08631/ 699-950.

P.S. Ich verweise auch auf meine Seite „Hilfenetzwerk“. Dort finden Sie verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten und Adressen – von Pflegediensten, Fahrdiensten, Essen auf Rädern bis hin zur Seelsorge.

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9. Altersbericht der Bundesregierung

Heute wird im Bundeskabinett der 9. Altersbericht beraten. Ihn hatte eine Expertengruppe letztes Jahr erstellt und im Herbst der Familienministerin Paus übergeben.

Der Altersbericht untersucht die Lebenssituationen der Senior*innen auch mit Blick auf sich abzeichnende Entwicklungen. So wird die Zahl der über 80-Jährigen von jetzt 6 Millionen auf etwa 8 bis 10 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Damit einhergehend steigt die Zahl der Pflegebedürftigen altersübergreifend von 5, 7 Millionen im Jahr 2023 auf bis zu 7, 6 Millionen im Jahr 2055. Das wiederum bedeutet einen wachsenden Bedarf an Pflegekräften und an Unterstützung für die häusliche Pflege.

Der Altersbericht schreibt auch, dass aktuell 17 bis 19 % der Senior*innen armutsgefährdet sind – darunter sehr viele Frauen. Auch das wird sich in Zukunft verschärfen.

Der Altersbericht listet also einige Aufgaben für eine neue Regierung auf. Wer wird sich an die notwendigen Herausforderungen heranwagen? Die letzten Regierungen scheinen mir da alle viel zu zögerlich gewesen zu sein.

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Glück, Gesundheit und Zufriedenheit

Rund um den Jahreswechsel haben sich Menschen „ein glückliches, gesundes, zufriedenes neues Jahr“ gewünscht. In diesem Wunsch drückt sich auch ein Wissen (oder zumindest eine Ahnung) darüber aus, dass Glück, Gesundheit und Zufriedenheit nicht machbar sind.

Sicher können wir – wie einer meiner Gratulanten gemeint hat – auch selbst etwas dazu tun. Selber aktiv werden. Aber eben doch nur in einem begrenzten Rahmen.

Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch: „Ethik der Verletzlichkeit“ von Giovanni Maio. Darin wird u.a. deutlich, dass Menschen immer auch verletzliche Wesen sind. Aber dafür Sorge zu tragen, eben nicht verletzt zu werden (körperlich, seelisch, durch Erkrankungen, durch den Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben), dazu braucht es entsprechende Rahmenbedingungen, die das ermöglichen: Bildung, finanzielle Mittel, soziale Einbettung und mehr. Das aber ist gerade bei Menschen in prekären Lebenssituationen nicht oder nur eingeschränkt gegeben. Wer wenig Geld hat, kann sich gesundes Essen oder eine weniger anstrengende Arbeit nicht leisten.

Unsere Gesellschaft legt großen Wert auf Eigenverantwortlichkeit. Das ist auch gut so. Aber ich merke, dass dieser Eigenverantwortlichkeit Grenzen gesetzt sind:

  • Eine alleinerziehende Mutter kann nicht Vollzeit arbeiten, wenn Betreuungsmöglichkeiten fehlen.
  • Bildung ist auch eine Frage des Geldes. Kinder mit schlechter Bildung haben schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
  • ein Geringverdiener wird keine große Rente bekommen.
  • eine Seniorin mit kleiner Rente tut sich schwer, den Eigenanteil im Seniorenheim aufzubringen.

Die Aufzählung lässt sich beliebig fortsetzen.

Der Staat, die Gesellschaft müsste dafür Sorge tragen, dass Lebensbedingungen geschaffen werden, die Eigenverantwortlichkeit ermöglichen. Dass nicht die Reichen und Vermögenden privilegiert, sondern die Schwachen in Solidarität gefördert und unterstützt werden.

Das wäre übrigens nicht nur eine politische Haltung, sondern auch eine, die unserem vielbeschworenen christlichen Menschenbild entspricht. Jesus hat den Menschen in seiner Verletzlichkeit und Bedürftigkeit gesehen (z.B. Bartimäus, die „Sünderin“, den Gelähmten). Er hat sie ermächtigt, selbst für ihr Leben zu sorgen.

Jemandem ein „glückliches, gesundes, zufriedenes Jahr“ zu wünschen, ist sicher ein ausgezeichneter Wunsch. Mögen also alle Menschen auch die Möglichkeiten bekommen, das Ihre dazu zu tun.

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Ein gesegnetes Jahr 2025

Ich wünsche allen ein gesegnetes Jahr 2025!

Segen: das heißt wohl nicht, dass es keine Schwierigkeiten und Herausforderungen gibt. Oder Krankheit oder Enttäuschung oder Abschiede. Oder Auseinandersetzungen und Konflikte. Das alles wird nicht aufhören.

Segen verheißt, dass Gott mit dabei ist. Er ist da, wenn wir in unserem Handeln und Reden ein „MEHR AN LEBEN“ im Blick haben. Nicht nur für uns, sondern für alle Menschen.

Segen verheißt, dass es mit Gottes Hilfe und unserem Mithelfen (Paulus sagt, dass wir die „Mitarbeiter Gottes“ sind) gut werden wird.

Segen verheißt , dass wir in allen Sorgen und Nöten (davon gibt es wahrlich genug in unserer Welt) getrost und zuversichtlich aktiv werden können.

So wünsche ich allen (und auch mir selber) den Segen Gottes, der wie ein Stern in der Dunkelheit aufleuchtet und Ermutigung und Orientierung gibt.

Foto: Michael Tress

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Neues Angebot von mir: „Kleine Gottesdienste“

Ich habe eine neue Seite eingerichtet: „Kleine Gottesdienste“.

Auf dieser Seite finden Sie zu den Sonn- und Feiertagen einen kurzen Gottesdienst mit Liedern aus dem Gotteslob, Gebeten, Einleitungen zu den Lesungen und dem Evangelium sowie Gedanken von mir.

Ich möchte den Leser*innen, die nicht in die Kirche gehen wollen oder können, eine Anregung geben zu ihrem privaten Gebet und auch eine Kurzinfo über die Bibel. Mein Anliegen ist es dabei, Bibel, Glaube und alltägliches Leben heute in eine Beziehung zu bringen. Ich bin überzeugt, dass sich Gott dem Menschen in seinen schweren Situationen (die wohl jede*r schon erlebt hat) zuwendet. Aus der Erfahrung eigener Schwierigkeiten kann die Empathie erwachsen, die sich im Beten für andere ausdrückt.

Dazu möchten die kleinen Gottesdienste einen Beitrag leisten. Sie finden sie auf der obigen Titelleiste.

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Weihnachten 2024

Fülle

Es gibt Menschen, die in Fülle leben, weil sie alles haben, was sie brauchen; mehr haben, als sie ich wünschen können. Sie leben im Überfluss. Sie leben „in Saus und Braus“, haben manchmal eine entsprechende Leibesfülle. Aber ob das auch ein erfülltes Leben ist?

Eine erfüllte Zeit ist etwas anderes wie eine volle Zeit. Zu manchen Zeiten hatte ich einen ganz vollen Terminkalender, ein Termin hat den anderen „gejagt“ – und dennoch war es keine erfüllte Zeit.

„Als die Zeit erfüllt war …“ – so beginnen die Erzählungen von Verheißungen, die sich dann irgendwann einmal erfüllt haben.

„Ich will, dass sie das Leben haben – und dass sie es in der Fülle haben“, sagt Jesus. (Joh 10,10). Ist das eine solche Verheißung, die sich irgendwann einmal erfüllt?

Dieser Satz folgt auf die Heilung eines Blinden und ist eingebettet in Worten von Gefährdungen und Verunsicherungen, denen die Menschen damals – sei es zur Zeit Jesu oder auch zur Zeit der Entstehung des Johannesevangeliums um die erste Jahrhundertwende – ausgesetzt waren. Es waren also gerade nicht die Gesunden, Starken und Reichen, die Mächtigen und Vermögenden, denen dieser Satz Jesu galt und gilt. Sie gilt Menschen im Mangel. Sie gilt Menschen, die von anderen ausgenommen werden. Sie gilt Menschen, deren Vertrauen zerstört worden ist.

Vielleicht ist es gar keine Verheißung, wie gerne interpretiert wird. Jesus sagt: „ich will, ….“. Das bedeutet für mich: Jesus sieht einen Mangel, ein „zu wenig an Leben“ und hätte es gerne anders. Hätte gerne ein Leben in der Vollform, eines, das diesen Namen ohne jede Einschränkung verdient. Ein Leben ohne Beeinträchtigung, ohne Behinderung, ohne Unterdrückung von Lebensförderlichem.

Jesus hat in seinem Leben sein Mögliches getan. Wir Christen leben in seiner Nachfolge. Der Weihnachtsglanz kann den Blick auf Leben im Mangel trüben. Oder erhellen.

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Advent 2024: Vorfreude

Vorfreude

Jetzt sind wir ein paar Tage vor Weihnachten. Bei den Kindern und manchmal auch bei Erwachsenen und Senioren macht sich das Gefühl der Vorfreude breit. Gestern hatte ich ein ganz kurzes Gespräch mit einer älteren Frau, die ein Weihnachtsgeschenk gekauft hatte. Sie sagte, dass es zwar jetzt viel Stress gäbe, sie dennoch ein Gefühl der Vorfreude auf Weihnachten empfinde. Weil da ihre Familie kommt. Als Kind jedoch sei dieses Gefühl sehr viel stärker gewesen. Das hat mich berührt, dass Vorfreude auch noch nach so vielen Jahrzehnten spürbar sein kann – als nachempfundene Vorfreude.

Die Vorfreude bezieht sich – anders als die Freude – auf etwas, was noch nicht da ist. Was noch in der Zukunft liegt. Von dem man weiß, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt eintreten wird.

Andererseits ist es auch etwas, das man schon wenigstens im Ungefähren kennt und erkennt. Auf etwas völlig Unbekanntes kann man sich nicht vorfreuen.

Die Vorfreude hat schon eine gewisse Vorerfahrung. Und zwar eine schöne, angenehme, eben mit Freude verbundene. Ohne diese Vorerfahrung gibt es keine Vorfreude. Wenn ich mich etwa auf das Wiedersehen mit einer Freundin oder einem Freund vorfreue, dann habe ich mit ihr/ ihm schon gute Erfahrungen, etwa von Nähe und Herzlichkeit, gemacht.

Andererseits zeigt gerade dieses Beispiel auch, dass der Vorfreude ein Mangel zugrunde liegt, die Erfahrung von einem: „das gibt es gerade nicht in meinem Leben“. Auf Menschen, die ständig bei mir sind, kann ich mich nicht vorfreuen.

Foto: M. Tress

Vorfreude hat im Blick, was an Schönem auf mich zukommt. Es überspringt sozusagen alles Schwere und Schwierige, was noch dazwischen ist. Die Vorfreude holt das zukünftige Schöne schon in das Hier und Jetzt. Ich lebe quasi schon jetzt im Schönen und Ersehnten.

Die Vorfreude vereint also Gegensätze:

  • es war einmal und ist gerade nicht.
  • Es ist gerade nicht und wird kommen
  • Es ist vergangen und es ist zukünftig
  • Es zeigt eine Fülle auf und einen Mangel.
  • Es überspringt die Zeitgrenze, holt die ersehnte Zukunft in die Gegenwart.

Wie ist das jetzt mit der Vorfreude auf Weihnachten? Viele – gerade Erwachsene – erleben diese Vorfreude nur getrübt durch viele Besorgungen (Geschenke, Nahrungsmittel), getrübt durch Verantwortlichkeiten und Organisation (wer kommt wann? Wer nicht? Zu wem gehe ich?), getrübt durch Befürchtungen (Vertragen sich alle? Wird es eine von der Tradition her gezwungene Atmosphäre sein ohne echtes Bedürfnis nach Kontakt?). Da ist die Gefahr groß, dass die Vorfreude schwindet oder gar ganz verschwindet. Dass das Staunenswerte und Wunderbare aus dem Blick geraten. Dass das Zentrum dieses Festes an den Rand rückt.

  • Die weihnachtliche Vorfreude lebt davon, dass dieses Fest für uns als Kinder etwas Besonders war. Ich erinnere mich an mein Kinderstaunen über den Lichterbaum, wenn am Heiligen Abend die Türe zu unserem Wohnzimmer aufging. Ähnlich ist es dann auch unseren Kindern und Enkeln ergangen. (Später war es dann die Vorfreude auf die Geschenke.)
  • Diese weihnachtliche Vorfreude lebt davon, dass nicht das ganze Jahr Weihnachten ist. Wie mühevoll das wäre, zeigt eine Kurzgeschichte von Heinrich Böll: „Nicht nur zur Weihnachtszeit“. Da will eine alte Dame in ihrer Demenz jeden Tag Weihnachten feiern und bringt damit ihre Verwandtschaft an die Grenzen des Machbaren.
  • Die weihnachtliche Vorfreude lebt aus dem Mangel: an Beziehungen, an Frieden, an Heil und im Schein des Lichtes auch einem Mangel an Heiligkeit.
  • Die weihnachtliche Vorfreude lebt aus der Erwartung des künftigen Kommens von Heil, dem Kommen Gottes in unsere Welt. Eines Kommens, das dann bleiben wird und die Vorfreude in eine dauerhafte Freude verwandelt.

So wünsche ich allen den staunenden Blick auf das zukünftige, ersehnte Heilige und Heile.

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Zwei Angebote der Seniorenseelsorge

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner hat in dieser Woche noch zwei Angebote für die Senioren:

Morgen, Dienstag, den 17. Dezember lädt sie um 10 Uhr zu einem Adventsliedersingen in den Ökonomiestadl in Mühldorf ein. Dieses Singen ist auch für Menschen mit Demenz gut geeignet.

Flyer von M. Kaltner

Am Donnerstag , den 19. Dezember lädt sie von 17:30 bis 19:00 Uhr zu einem sicher sehr stimmungsvollen Treffen ein unter dem Titel „Aus dem Dunkel zum Licht“. Besinnliche Texte und Tänze wechseln einander ab. Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit mit der evangelischen Pfarrerin Anita Leonhardt und findet auch in der Erlöserkirche in Mühldorf statt.

Flyer: M. Kaltner

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