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Fortbildungen für Ehrenamtliche

Die „Koordinationsstelle Wohnen im Alter“ weist im jüngsten Newsletter auf Fortbildungen für Ehrenamtliche hin. Sie schreibt:

„Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE) bietet an unterschiedlichen Standorten sein umfängliches Fortbildungsprogramm an. Themen sind beispielsweise professionelles Arbeiten mit Ehrenamtlichen, Rechtliche Fragen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Neu im Programm ist eine Weiterbildung zur ehrenamtlichen Arbeit im interkulturellen Bereich. Darin geht es um das Erkennen kultureller Unterschiede und deren Berücksichtigung in der Ehrenamtstätigkeit. Das Fortbildungsprogramm der LBE finden Sie unter www.lbe.bayern.de/service/fortbildung/lbe/index.php.
Unter www.hochschul-kooperation-ehrenamt.de finden Sie Informationen zur berufsbegleitenden Weiterbildung „Professionelles Management von Ehrenamtlichen“, die im Februar 2016 startet.“

 

 

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Wozu brauchen wir Weihnachten?

In einem Gespräch mit Menschen, die der Kirche eher fern stehen, sind wir auf die Frage gekommen: Wozu brauchen wir eigentlich Weihnachten? In diesem sehr offenen, ehrlichen und ernsthaften Gespräch kamen dann Antworten wie:

„Ich brauche Weihnachten, um mich an meine Kindheit zu erinnern. Das war nämlich schön – und diese Erinnerung tut mir gut.“

„Ich brauche Weihnachten, weil dieser Tag anders ist als sonst. Da komme ich nämlich zur Ruhe und innerem Frieden.“

„Ich brauche Weihnachten nicht, vor allem nicht den heuchlerischen Geschenketausch. Vor allem, wenn man sonst nicht an den anderen denkt.“

„Ich brauche Weihnachten, weil ich da mit anderen zusammen bin und wir ein schönes Fest mit gutem Essen feiern.“

Gerade der letzte Beitrag war dann Anlass, mal zu überlegen, was wir da eigentlich feiern. Einer hat es so gesagt: „Eigentlich ist Weihnachten ja eine Geburtstagsfete. Eigentlich müsste es da lustig zugehen. Eigentlich müsste ich da lauter Freunde vom Geburtstagskind treffen.“ Ich denke, der liegt gar nicht so falsch. Aber bei uns Christen geht es eher beschaulich-besinnlich zu mit „StilleNacht“ – von „Fete“ ist wenig zu spüren.

Vielleicht liegt das ja auch daran, welche Beziehung wir zum Geburtstagskind haben. Sind wir Freund? Welche Bedeutung hat dieser Jesus für mich ganz persönlich? Hat er überhaupt eine? Wenn ja: welche? Was brauche ich von diesem Jesus? In früheren Zeiten – so künden es die Lieder, die wir singen – stand die Vergebung der Sünden im Vordergrund. Heute – so scheint es mir – brauchen wir einen, der uns hilft, mit diesem Leben zu Recht zu kommen. Hier auf Erden, nicht erst nach dem Tod.

Wozu brauchen Sie Weihnachten?

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Zum 3. Advent: Gedanken von Angelus Silesius

Für den 3. Advent habe ich zur Besinnung ein paar Sprüche von Angelus Silesius (1624 – 1677) zusammengestellt. Aufgewachsen inmitten des Dreißigjährigen Krieges hat Angelus Silesius eine innige Mystik entwickelt, die vom Ringen um Gottes Nähe geprägt ist:

Das liebste Werk, das Gott so inniglich liegt an, ist, dass er seinen Sohn in Dir gebären kann.

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem gebor´n und nicht in Dir, du bleibst noch ewiglich verlor´n.

Bist  Du in Gott gebor´n, so blühet Gott in Dir, und seine Gottheit ist dein Saft und deine Zier.

Ich bin Gott´s Kind und Sohn; er wieder ist mein Kind. Wie gehet es doch zu, dass beide beides sind?

Mensch, werde wesentlich; denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg. Das Wesen, das besteht.

 

 

 

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Ein Weihnachtsbild zum Schmunzeln

amazonIch habe dieses Bild bekommen und finde, es nimmt den Geschenkewahn sehr heiter auf die Schippe.

Oder ging es in der biblischen Geschichte doch um mehr als nur darum, Geschenke abzuliefern? War die persönliche Begegnung (die auf dem Bild ja fehlt) nicht doch das Wichtigere und Entscheidende?

Ich wünsche Ihnen jedenfalls diese persönliche Begegnung mit dem Göttlichen im Kind in der Krippe.

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Gedanken zum zweiten Advent

Papst Franziskus hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Diese Barmherzigkeit soll unser Leben und unser Bewusstsein im kommenden Jahr besonders prägen. Zum einen die Barmherzigkeit, die wir selber erfahren durch andere. Da heißt es dann, Augen, Ohren, Herzen aufzutun, um sie zu spüren und zu erkennen. Zum anderen aber auch die Barmherzigkeit, die wir anderen geben, weil uns ihre Situation zu Herzen geht. Dehalb möchte ich als Impuls für diese zweite Adventwoche folgenden Text zum Nachdenken geben:

Sieben Werke der Barmherzigkeit für heute:

Einem Menschen sagen: „Du gehörst dazu.“

Einem Menschen sagen: „Ich höre Dir zu.“

Einem Menschen sagen: „Ich rede gut über Dich.“

Einem Menschen sagen: „Ich gehe ein Stück mir Dir.“

Einem Menschen sagen: „Ich teile mit Dir.“

Einem Menschen sagen: „Ich besuche Dich.“

Einem Menschen sagen: „Ich bete für Dich.“

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Alles beginnt mit der Sehnsucht

Gestern haben wir im Kloster Zangberg wieder mal einen sehr besinnlichen Vormittag verbracht. Thema war dabei die Sehnsucht, denn wir Menschen sind ja „Sehnsuchtswesen“. Die Sehnsucht kann sehr unterschiedliche Farben haben: blau, gelb, rot – manchmal auch zu Spiralen geformt, die uns hineinziehen, manchmal waren es Bilder aus der Vergangenheit, die dieses Gefühl von Sehnsucht auslösen. Sehnsucht verbindet sich oft mit anderen Menschen, manchmal mit der Vergangenheit des eigenen Lebens, manchmal auch mit der Zukunft. Sehnsucht markiert in jedem Fall etwas Fehlendes, ein Defizit, einen Mangel. Sehnsucht richtet sich auf Immaterielles (das unterscheidet sie von den Wünschen). Es gibt im Menschen die „Sehnsucht nach dem Wunderbaren und Übernatürlichen, wie Schleiermacher es ausdrückte; und es gibt die „Sehnsucht hinter der Sehnsucht“, die auf Gott hinzielt.

Dann haben wir das Gedicht „Alles beginnt mit der Sehnsucht“ von Nelly Sachs gelesen. Fasziniert und vor allem auch irritiert waren wir von dem Gedanken, dass Gott Sehnsucht nach dem Menschen haben kann. Dass also Gott einen Mangel spürt, dass Gott nicht alles hat und nicht alles ist. Dass Gott bedürftig ist, dass er des Menschen bedarf als eines Gegenübers, auf welches sich seine Liebe richten kann.

Dass Gott bedürftig ist, sehen wir am augenfälligsten im kleinen Kind in der Krippe. Gott bedarf der Fürsorge des Menschen und der Hingabe des Menschen, anders kann er nicht groß werden. So wurde dieser Vormittag zu einer intensiven Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

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Eine Geschichte zum ersten Advent

Ich habe zum 1. Advent eine Geschichte gefunden, die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Gerade weil wir ja in diesen Tagen unsere Zimmer und Fenster mit Sternen schmücken – im Wissen darum, dass Sterne Sehnsuchtszeichen sind und wir uns an ihnen orientieren – verstört mich diese Geschichte doch ein wenig. Natürlich sind Nebel und Nacht auch Bilder für unser menschliches Leben und Erleben.

Aber ist das, was der Fischer tut, eine rettende Idee? Oder muss er die Situation einfach aushalten? Was mag mit diesem Fischer geschehen sein? Wo wird er gelandet sein? Wird er sein Glück gefunden haben?

Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass Sie in diesem Advent und auch in allem Dunklen Ihres Lebens  Ihren Stern finden und ihm zu folgen sich trauen.

Der Stern
Es war einmal ein Fischer, der fuhr jede Nacht aufs Meer hinaus, um seine Netze auszulegen. Früh am Morgen kehrte er zurück, dann waren seine Netze voll mit Fischen. Denn er kannte die Wege, die die großen Fischschwärme nahmen.
Selbst in der tiefsten Nacht fand er seinen Weg. Er sah hinauf zu den Sternen, die über ihm am Himmel standen, und ließ sich von ihnen den Weg zeigen.
Aber einmal kam eine Zeit, da war der Himmel von Wolken verhangen. Dicker Nebel lag über dem Meer, so dass man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Weder Sonne noch Mond noch Sterne ließen sich blicken. Das war eine schlimme Zeit. Denn der Fischer konnte nicht hinausfahren. Tag für Tag hoffte er, dass sich der Nebel bald verziehen würde.

Aber der Nebel blieb.

„Wenn ich wenigstens einen einzigen Stern sehen könnte“, dachte der Fischer, „damit ich übers Meer finde“.
Aber kein einziger Stern schaffte es, den dichten Nebel zu durchdringen.
Da fasste der Fischer einen Entschluss. „Ich werde mir einen eigenen Stern machen“, dachte er. Er ging in den Schuppen und schnitzte sich aus einem alten Brett einen großen Stern. Den hängte er an eine Stange. Die Stange befestigte er an seinem Boot.
Als der Abend kam, ruderte der Fischer hinaus aufs Meer.
Rings um ihn herum war dichter Nebel. Aber vor ihm leuchtet sein Stern. Er brauchte nur hinter ihm her zu rudern.

Am Morgen bemerkten die anderen Fischer, dass sein Boot nicht an seinem Platz war. Sie warteten auf ihn. Aber er kam nicht zurück. Niemand hat ihn je wieder gesehen.

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7. Besuchsdienstkurs beendet

In der vergangenen Woche haben wir unseren siebten Kurs für Besuchsdienste im Krankenhaus, im Seniorenheim oder auch für zu Hause beendet. Zwölf Frauen haben sich über acht Wochen hinweg mit verschiedenen Themen beschäftigt: etwa das Leben im Alter oder in der Krankheit, Grundzüge der Demenz und der respektvolle Umgang damit. Wir haben darüber gesprochen, wie Kommunikation gelingen kann und was sie schwierig macht. Wir haben uns in einer sehr intensiven Einheit über das Sterben und den Tod ausgetauscht und über unseren Glauben nachgedacht. Wichtig war, das haben die Teilnehmerinnen immer wieder betont, der intensive persönliche Austausch über die eigenen Erfahrungen und Prägungen.

IMG_2699 Am Ende des Kurses hat mit uns Frau Dorn vom Seniorenzentrum Sonnengarten erarbeitet, was die Aufgaben eines Besuchsdienstes sind (und was auch nicht), dass es um Verlässlichkeit und Regelmäßigkeit geht, weil sich die Bewohner ja auf den Besuch freuen. So werden die zwölf Frauen ab dem kommenden Jahr in verschiedene Einrichtungen unseres Landkreises und darüber hinaus gehen und manchem Bewohner oder Gemeindemitglied ein wenig Abwechslung und Freude in ihren Alltag bringen.

 

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Besinnungsvormittag für Menschen ab der Lebensmitte

Ich möchte alle Menschen ab der Lebensmitte im Dekanat Mühldorf zu meinem nächsten Besinnungsvormittag einladen, mit dem wir uns im Advent auf Weihnachten vorbereiten könnten.

Als Thema habe ich ein Wort von Nelly Sachs gewählt: „Alles beginnt mit der Sehnsucht“, denn zu kaum einer anderen Zeit werden wir so mit unseren Sehnsüchten in Berührung gebracht wie im Advent. Diesen unseren Sehnsüchten wollen wir nachspüren und auf den Grund kommen. Allerdings nimmt das Gedicht von Nelly Sachs eine erstaunliche Wende, sodass für Überraschung gesorgt ist. 

Der Besinnungsvormittag findet statt am 1. Dezember 2015 von 9.00 – 11.00 Uhr im Kloster Zangberg, die Teilnahme kostet nichts, eine Anmeldung ist hilfreich, aber nicht notwendig.

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Eine Geschichte für den Advent

Ich bin auf eine Geschichte gestoßen, die sich gut für die besinnliche Zeit des Advent eignet – sei es zum Vorlesen im Seniorenclub oder bei der Seniorenehrung oder auch bei anderen Kreisen. Mich regt diese Geschichte an, darüber nachzudenken, wie ich meine Zeit gebrauche:
Die 25. Stunde

Viel Zeit liegt vor uns. Er gibt uns diese Zeit, Hunderte von Tagen, Tausende Stunden – allein in diesem Jahr. Wie sehr werden wir immer wieder von Gott reich beschenkt!
Nur: Wie oft sagen wir gerade das Gegenteil: «Ich habe zu wenig Zeit. Die Zeit ist knapp.» Oder, noch drastischer: «Dafür habe ich leider überhaupt keine Zeit.» Leider auch des öfteren: «Keine  Zeit mehr für Gott.»

Und so geschah eines Tages Folgendes: Besorgt meldeten die Engel dem Schöpfer, dass die Menschen fast gänzlich aufgehört hätten zu beten. Daraufhin beschloss der himmlische Rat, die Ursachen durch eine Schar von Engeln untersuchen zu lassen.

Diese berichteten folgendes: Die Menschen wissen um das Fehlen ihrer Gebete und beklagen es. Aber leider hätten sie trotz ihres guten Willens einfach keine Zeit zum Beten. Im Himmel war man verblüfft und erleichtert: Statt des befürchteten Abfalls handelte es sich also nur um ein Zeitproblem!

Die himmlischen Räte überlegten hin und her, was zu tun sei. Einige meinten, man solle durch entsprechende Maßnahmen das moderne, hektische Leben abschaffen. Eine Gruppe schlug sogar eine Bestrafung des Menschengeschlechtes vor: «Das wird schon seine Wirkung tun», sagten sie und verwiesen auf die Sintflut.
Das Ei des Kolumbus aber fand ein junger Engel: Gott solle den Tag verlängern! Zur Überraschung aller war dieser einverstanden. Er schuf eine 25. Tages-Stunde.
Im Himmel herrschte Freude: «So ist Gott eben», sagte man, »Er hat Verständnis für seine Geschöpfe.»

Als man auf der Erde zu merken begann, dass der Tag eine Stunde länger dauerte, waren die Menschen verblüfft und, als sie den Grund erfuhren, von Dankbarkeit erfüllt. Erste Reaktionen waren vielversprechend: Es werde zwar einige Zeit dauern, so hörte man aus informierten Kreisen, bis die Anpassung vollzogen sei, aber dann werde sich alles einspielen. Nach einer Zeit vorsichtiger Zurückhaltung ließen die Bischöfe verlauten, die 25. Stunde werde als «Stunde Gottes» in das Leben der Menschen eingehen.
Im Himmel wich die anfängliche Freude bald der Ernüchterung. Wider alle Erwartung kamen im Himmel nicht mehr Gebete an als bisher, und so sandte man wiederum Boten zur Erde. Diese berichteten:

Die Geschäftsleute ließen sagen, die 25. Stunde – für die man sich durchaus zu Dank verpflichtet sehe – habe durch die Umstellung der Organisation Kosten verursacht. Durch erhöhten Einsatz müssten diese Kosten eingearbeitet werden. Man bitte um Verständnis für diese Sachzwänge.
Ein anderer Engel war bei der Gewerkschaft. Erstaunt, aber doch höflich wurde er angehört. Dann erklärte man ihm, die neue Stunde entspreche eigentlich einer längst überfälligen Forderung der Gewerkschaft. Im Interesse der Arbeitnehmer müsse sie für die Erholung freigehalten werden.
In Kreisen der Intellektuellen wurde über die neue Stunde viel diskutiert. In einer vielbeachteten Gesprächsrunde im Fernsehen wurde vor allem darauf hingewiesen, dass dem mündigen Bürger niemand vorschreiben könne, was er mit dieser Stunde zu tun habe. Die Idee der Bischöfe, sie als «Stunde Gottes» im Bewusstsein der Menschen zu verankern, müsse als autoritäre Bevormundung zurückgewiesen werden. Im Übrigen sei die Untersuchung darüber, wie die neue Zeiteinheit entstanden sei, nicht abgeschlossen. Naiv-religiöse Deutungen aber könnten dem Menschen auf keinen Fall zugemutet werden.

Dem Engel aber, der zu den kirchlichen Kreisen gesandt worden war, wurde bedeutet, dass man ohnehin bete. Der Eingriff des Himmels, so sagte man, dürfe auf jeden Fall nur als ein Angebot verstanden werden, als ein Baustein der persönlichen Gewissensentscheidung.
Einige gingen noch weiter und sagten, aus der Sicht der kirchlichen Basis sei die ganze Angelegenheit kritisch zu bewerten: Die Zweckbindung der 25. Stunde zugunsten des Gebets sei eng und könne auf gar keinen Fall «von oben» verfügt werden, d.h. ohne entsprechende Meinungsbildung «von unten». Manche Pfarrer betonten, wie dankbar sie für die zusätzliche Zeit seien, deren sie dringend für ihre pastorale Arbeit bedürften. Und so hatten eigentlich fast alle einen Grund, warum die dazugewonnene Tagesstunde nicht dem Gebet gewidmet sein könne.
Einige Engel aber berichteten von Menschen, die die geschenkte Zeit wie jede andere Stunde ihres Lebens aus den Händen Gottes annahmen: Für ihre Aufgaben, für den Dienst an den Mitmenschen, für die Teilnahme an der heiligen Messe und – für das Gebet, für das sie jetzt noch leichter Zeit fanden als bisher.
Darüber waren die Engel freilich auch verwundert: Diejenigen, die die 25. Stunde tatsächlich in den Dienst Gottes stellten, waren dieselben, die schon bisher genügend Zeit zum Beten gehabt hatten.

So erkannte der himmlische Rat: Das Gebet ist eine Frage der Liebe. Zeit allein bringt kein Beten hervor. Diejenigen, die nicht beten wollen, werden auch mit einem längeren Tag «keine Zeit» zum Beten finden. Zeit haben, genau besehen, immer nur die Liebenden.

Daraufhin wurde beschlossen, Gott zu bitten, die 25. Stunde wieder abzuschaffen und auch die Erinnerung daran aus den Köpfen der Menschen zu löschen. Und so geschah es

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