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BAGSO-Ratgeber für pflegende Angehörige

BAGSO-Ratgeber für pflegende Angehörige in aktualisierter Neuauflage erschienen

In Deutschland sind knapp vier Millionen Menschen pflegebedürftig und etwa drei Viertel von ihnen werden zu Hause durch ihre Angehörigen versorgt. Viele pflegende Angehörige sehen sich enormen Anforderungen gegenüber. Was sind typische Herausforderungen in der häuslichen Pflege? Und wie kann ein gesunder Umgang mit den eigenen Kräften gelingen? Antworten gibt die Broschüre „Entlastung für die Seele – Ratgeber für pflegende Angehörige“ der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.

Der Ratgeber zeigt Möglichkeiten der Entlastung auf, gibt eine Übersicht über konkrete Unterstützungsangebote und ermutigt dazu, rechtzeitig Hilfen von außen in Anspruch zu nehmen. Ein eigenes Kapitel ist hilfreichen Angeboten in Zeiten von Corona gewidmet.

Die Broschüre „Entlastung für die Seele – Ratgeber für pflegende Angehörige“ liegt in 9., völlig aktualisierter Auflage als Druckversion und als Hörbuch vor. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung erstellt. Die Neuausgabe wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Der Ratgeber kann kostenlos über die Website der BAGSO bestellt oder dort als barrierefreies pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Zur Publikation

Das barrierefreie Hörbuch im DAISY-Format kann in der BAGSO-Geschäftsstelle per E-Mail bestellt werden:bestellungen@bagso.de

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Hilfe in seelischer Not rund um die Uhr

Ich habe in einer Pressemitteilung den Hinweis auf Hilfe bei psychischen Störungen erhalten, den ich gerne weitergebe. In den letzten Tagen sind ja einige Meldungen durch die Presse gegangen, nach denen die seelische Belastung der Menschen durch die Corona-Pandemie massiv zugenommen hat. Betroffen sind alle Altersgruppen – von den Kindern bis zu den Hochbetagten. Das ist zwar noch ein gutes Stück von einer psychiatrischen Erkrankung weg, aber Hilfe scheint trotzdem nötig – und eben auch möglich. Das Ganze ist schnell, unkompliziert und vor allem kostenlos!

Hier also die Pressemitteilung in Auszügen und der Link.

Krisendienst Psychiatrie: neue, kostenlose Rufnummer: 0800 / 655 3000,

Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern ist ab 1. März unter dieser neuen, kostenlosen Rufnummer erreichbar. Die 0800-Nummer ist bayernweit geschaltet. Die Anrufenden werden automatisch zu der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Leitstelle weitergeleitet. Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern ist damit Teil des Netzwerks Krisendienste Bayern, das am 1. März ebenfalls an den Start geht.

Mit dem 1. März wird der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern Teil des Verbundes Krisendienste Bayern (www.krisendienste.bayern). Der Freistaat Bayern verfügt damit flächendeckend als erstes Bundesland über sieben regional auf Bezirksebene gegliederte psychiatrische Krisendienste, die über eine einheitliche Nummer erreichbar sind. Die Anrufe kommen automatisch bei der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Leitstelle an. Die Kosten der Leitstellen finanziert der Freistaat Bayern. Die Bezirke hingegen übernehmen die Kosten für die Rund-um-die-Uhr-Hilfe vor Ort. Der Bezirk Oberbayern stellt dafür Mittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro pro Jahr bereit.

Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern übernahm beim Aufbau des bayernweiten Netzwerkes eine Vorreiterrolle. In München steht der Krisendienst Menschen in Notlagen seit 2007 zur Seite, den Bürgerinnen und Bürger Oberbayerns seit 2016. Seine Hilfeangebote sind in Oberbayern bestens in das regionale sozialpsychiatrische, ambulante und stationäre psychiatrische Netzwerk integriert. Dieses kann nach den Worten des Leiters der Leitstelle, Dr. Michael Welschehold, „individuell auf die jeweilige Krisensituation reagieren. Es begleitet die Menschen in Notlagen mit seiner Nachsorge im privaten Lebensumfeld. Im Bedarfsfall können wir schnellstmöglich persönliche, aufsuchende Hilfe anbieten. Das ist eine wichtige Botschaft!“ Die Leitstelle ist täglich rund um die Uhr erreichbar. Ihre Mitarbeitenden hören zu, fragen nach und suchen mit den anrufenden Menschen nach Wegen aus der Krise.

Hier nochmal explizit der Link dazu: http://(www.krisendienste.bayern

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Gedanken zur Fastenzeit 2021 – Zuversicht

Angesichts der momentanen Lage, die hauptsächlich geprägt ist von Corona, fällt Zuversicht schwer. Und wenn wir die vielen anderen Probleme dieser Welt (Klimaschutz, Kriege, ungerechte Wirtschaftsordnung, Armut, Fluchtbewegungen Populismus, autoritäre, diktatorische Regierungen etc.) mit in den Blick nehmen, könnte einen Verzagtheit befallen. Und bisher haben wir nur auf die globalen Ereignisse geschaut, unsere nationalen (Pflege, Arbeitslosigkeit, Wohnungsmangel etc.) oder gar die privaten Schwierigkeiten kommen ja noch dazu.

Zuversicht: als ich das im Internet nachgeschaut habe, wurden zuerst ein paar Ratgeber beworben. Es scheint also einen Markt zu geben für „Zuversicht“. Ich selbst nähere mich solchen Wörtern gerne über die Sprache an. Da wird im Duden als Ursprung angegeben, es komme von „sich firsehan“, d. h. „hoffen, vertrauen“, althochdeutsch zuofirsiht „ehrfurchtsvolles Aufschauen, Hoffen“, dann mittelhochdeutsch zuoversiht, belegt seit der Zeit um das Jahr 1000.

Jetzt stelle ich mir das „Aufschauen“ körperlich vor: jemand hat den Blick gesenkt, schaut zu Boden. Was sieht er? Und dann hebt er den Blick und schaut auf. Was sieht er jetzt?

Zuversicht ist aber nicht einfach „Aufschauen“, es ist ehrfurchtsvolles Aufschauen. Da wird der Blick geweitet auf etwas, das außerhalb/ oberhalb des Menschlichen liegt. Das vielleicht auch jenseits seiner Verfügungsgewalt steht.

Ein zuversichtlicher Mensch sieht also etwas, das noch auf ihn zukommt. Er sieht eine Zukunft, die jetzt vielleicht noch gar nicht erkennbar ist. Er sieht eine Zukunft, die in jedem Fall besser ist als das Jetzige.

Woher kommt die Zuversicht? Manche sagen, sie sei – wenigstens zum Teil – angeboren. Andere führen das auf frühkindliche Erfahrungen der Geborgenheit und der Sicherheit zurück. Manche sagen auch, es sei eine Haltung, für die man sich entscheiden und die man trainieren könne.

Der Psalm 46, 2 sagt: „Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke.“ Zuversicht haben zu können ist sicher etwas Göttliches – gerade im Blick auf die oben beschrieben Situationen. Zuversicht haben zu können eröffnet Handlungsspielräume, setzt Aktivitäten in Gang, verändert die schweren Lebenssituationen. Zuversichtliche Menschen sind nicht Optimisten, die alles durch die rosarote Brille anschauen; vielmehr haben sie die schwere, bedrängende Situation vor Augen, können aber auch die Optionen sehen und mit ihren Ressourcen nutzen. Das macht ja die Menschen mit Zuversicht so anziehend für die Ängstlichen, sofern sie bereit sind, sich ihnen anzuvertrauen.

Wie kann man es trainieren? Vielleicht mit einem – wohl auch bewussten – Blick auf die bereits bestandenen Herausforderungen des Lebens, auf das Schöne im Leben, auf die Ressourcen (die inneren wie Gesundheit, Glauben, Lebenserfahrungen und auch die äußeren wie etwa Freunde, Finanzen, Gesundheitssystem etc.). Vielleicht ist die Fastenzeit dafür geeignet, das alles mal in den Blick zu nehmen.

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Partneraktion zur Unterstützung bei der Anmeldung zur Corona-Impfung

Die Bayer. Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie für Familie, Arbeit und Soziales haben eine Broschüre zur Impfung für die über 80-Jährigen veröffentlicht. Darin wird zum einen beschrieben, auf welchen Wegen man zu einem Impftermin kommt:

  1. Elektronisch unter www.impfzentren.bayern.de
  2. Telefonisch im regionalen Impfzentrum, für Mühldorf unter: 08631/ 186090
  3. Telefonisch unter der Zentralnummer 116 117
  4. Mit einem offiziellen Schreiben mit Rücksendefunktion. Dieses Schreiben verteilt das Impfzentrum. Die Senior*innen können eine Rückrufbitte hinterlassen und werden dann von der Hotline des Impfzentrums angerufen.

Zum anderen aber – und das ist mir mindestens genauso wichtig – ergeht die Bitte an die Bevölkerung, das zu unterstützen. Das kann dadurch geschehen, dass man die Broschüre verteilt (die gibt es im Internet unter folgendem Link: https://www.bestellen.bayern.de/shoplink/intern/stmgp_gesund_168.htm mit dem Benutzernamen: bayern_stmgp und dem Kennwort: gemeinsam_2021! kostenlos zum Download). Man kann aber auch an konkrete Senior*innen im eigenen Umfeld denken und sie fragen, ob diese Unterstützung benötigen. Dann könnte man zur Terminvereinbarung ein solches Schreiben auch an die Senior*innen verteilen.

Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link: oeffentlichkeitsarbeit@stmgp.bayern.de

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Beihilfe zum Suizid

Heute Abend gibt es um 20:04 Uhr auf WDR 5 eine Radiosendung zum assistierten Suizid. Diese Thema wird ja gerade sehr kontrovers diskutiert – und das ist wahrscheinlich auch beim „philosophischen Radio“ der Fall.

Man kann die Sendung auch später in der Mediathek nachhören unter „das philosophische Radio.

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Gedanken zur Fastenzeit 2021 – Die Segnungen der kleinen Gesten

Solange es mir Corona und die Bestimmungen der Gastronomie erlaubt hatten, war ich jeden Donnerstag im Globus zu einer offenen Sprechstunde unter dem Titel „Offenes Ohr – offenes Herz“. Ich war ansprechbar für alle, die ein größeres oder kleineres Gespräch wollten. Meistens waren es aber kleine Gesten, die meinen Vormittag geprägt haben: das kleine Lächeln im Vorübergehen, ein wiedererkennender beidseitiger Blick, ein Kopfnicken zum Gruß. Manchmal habe ich von einer Frau ein kleines Gebäck zu meinem Kaffee bekommen. Und immer wieder (natürlich) das „Danke für das Gespräch“ am Ende.

Es sind selten große Gesten, die unseren Alltag bereichern und aufhellen. Das kann schon mit einem „Guten Morgen!“ meiner Frau beginnen oder mit dem Kaffee, den ich bekomme. Es kann die kleine Berührung sein. Es kann ein kleines Blümchen sein, das mir geschenkt wird oder der Anruf, mit dem jemand in Verbindung tritt. Ich bin überzeugt, dass jede*r eine ganze Menge solcher kleinen Gesten entdeckt im Laufe eines Tages.

Manches kommt dabei sicher unverhofft und überraschend. Nicht geplant, sondern spontan. Das erfordert dann eine erhöhte Aufmerksamkeit, um es zu bemerken. Umgekehrt kann ich meine ganze Kreativität und Offenheit einsetzen, um anderen eine kleine Freude zu bereiten. Wie sehr haben sich die Senior*innen gefreut, als sie von den Seniorenclubleiterinnen einen Brief mit einer kleinen Packung Lachgummis im Fasching erhalten hatten!

Aber vielleicht sind diese kleinen Gesten nicht unbedingt das Ergebnis von Nachdenken und Überlegen. Vielleicht drücken sie eher eine Haltung aus, mit der mensch (Frau/ Mann/ Kind) anderen Menschen gegenübertritt und begegnet. Eine Haltung der Offenheit, eine Haltung der Freundlichkeit, eine Haltung der Liebenswürdigkeit.

Es ist eine Haltung, mit der für uns Christen auch Gott den Menschen gegenübertritt mit seinen kleinen Gesten der Wahrnehmung, der Freundlichkeit, des Wohlwollens, der Aufmerksamkeit und der Achtung.

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Studie zur Einsamkeit in Coronazeiten

Ich habe ja schon ein paar Blogs zum Thema „Einsamkeit“ veröffentlicht. Jetzt gibt es eine neue Untersuchung zu diesem Thema, die das Bundesfamilienministerium veranlasst und die das Deutsche Zentrum für Altersfragen veröffentlicht hat. Verglichen wurde die letztjährige Untersuchung mit den Erhebungen von 20214 und 2017. Dabei wurde ein signifikanter Anstieg festgestellt von 8,8 bzw. 9 auch knapp 14 Prozent. Dieser Anstieg betrifft alle Altersgruppen, alle Geschlechter, alle Bildungsgruppen. Aus dem Vergleich mit früheren Untersuchungen ergibt sich damit ein eindeutiger Zusammenhangmit der Coronapandemie. In der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums heißt es:

Wie wirken sich die Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus auf das Einsamkeitsempfinden älterer Menschen aus? Dieser Frage ist das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im Juni/Juli 2020 im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) im Auftrag des BMFSFJ nachgegangen. Befragt wurden Personen zwischen 46 und 90 Jahren, die zuhause leben. Das Ergebnis: Das Einsamkeitsempfinden war deutlich höher als in den Befragungsjahren 2014 und 2017.

Im Sommer 2020 lag der Anteil sehr einsamer Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren bei knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal höher als in den Vorjahren. Dabei gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern, Menschen mit hoher oder niedriger Bildung oder zwischen mittlerem und hohem Alter – in der Pandemie sind die Einsamkeitsraten in allen diesen Gruppen in gleichem Maße erhöht. Eine häufige Annahme hat sich nicht bestätigt: Ältere Menschen haben das gleiche Risiko, einsam zu sein, als jüngere Menschen.

Wer die Studie selber lesen möchte, findet sie unter folgende, Link: https://www.dza.de/fileadmin/dza/Dokumente/DZA_Aktuell/DZAAktuell_Einsamkeit_in_der_Corona-Pandemie.pdf

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Gedanken zur Fastenzeit 2021 – Lachen und Lebensfreude

Fastenzeit und – Lachen? Geht das überhaupt?

Jesus sagt (Mt 6, 16f): „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht! …. Salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht.“ In Lk 7, 33f wird Jesus als „Fresser und Säufer und Freund der Zöllner und Sünder“ diffamiert. Jesus sieht also keinen Anlass, auf Lebensgenuss und Lebensfreude zu verzichten. Für Jesus ist Genuss und Lebensfreude sogar Ausdruck seiner guten Gottesbeziehung und seiner guten Menschenbeziehung.

Im 17. Jahrhundert, mitten im Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, dichtete Johann Georg Neumark das Lied: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Und darin in der 2. Strophe die Zeile: „…wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“ Und gleich darauf, zu Beginn der 3. Strophe: „Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt…“

Unsere „Fastenzeit“ dauert nun schon ein Jahr. Das Coronavirus zwingt uns manchen Verzicht auf: Essengehen, Theater- und Kinobesuch, Schulbesuch, Gottesdienste, Kontakte zu Freunden und Familienmitgliedern etc.

In der Faschingswoche habe ich von einem Seniorenheim gehört, das entsprechend dekoriert hatte. Dann haben Bewohner die Dekoration heruntergerissen mit dem Satz: „Wir haben gerade nichts zu lachen.“ Das stimmt – und stimmt mich doch traurig. Müsste man nicht jede noch so kleine Gelegenheit nützen, sich wieder einmal aufheitern zu lassen? Gerade weil alles sonst so verzweiflungsvoll ist.

So erinnere ich mich an meine frühere Nachbarin Anneliese, die in ihrem Krebsleiden sich immer wieder selbst einen Witz erzählt hat und gelacht hat. „Dann geht´s mir wieder etwas besser“, hat sie gesagt.

Im Krankenhaus, vor allem bei Kindern und bei Schwerstkranken, treten manchmal Krankenhausclowns auf. Sie wissen um das Schicksal der Patient*innen und bringen gerade so auch Lichtblicke ins Krankenzimmer. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Lachen und der Humor heilsame Kräfte haben. Vielleicht/ bestimmt nicht im dauerhaften Sinn, aber für den Moment.

Lachen ist etwas Göttliches. Ist eine Gabe Gottes, eine Geistesgabe.

Lachen ist etwas Menschliches, das uns von Tieren unterscheidet.

Lachen wird mal auf uns zukommen, denn in den Seligpreisungen (in der Lukasfassung) heißt es: „Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.“

Worauf wir also niemals verzichten können und dürfen, ist das Lachen, der Humor, die Heiterkeit – gerade in den schweren und schwersten Zeiten und auch in der Fastenzeit!

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Sport für Menschen mit Demenz

Ich habe von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. folgenden Hinweis bekommen. Vielleicht ist das ja auch eine Anregung nicht nur für Vereine, sondern auch für Seniorenclubs oder andere Gruppen im Seniorenalter (Seniorenturnen etwa).

Materialbox bietet Informationen, Ideen und Tipps für Übungsleitende und Vereine

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will das Sport- und Bewegungsangebot für ältere Menschen mit seinem Projekt „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ weiter ausbauen. In Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) stellt der DOSB deshalb interessierten Vereinen umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Sport und Demenz in einer Materialbox zur Verfügung. Die Box, die als Päckchen daherkommt, bietet Anregungen für die Integration von Menschen mit beginnender Demenz sowohl in bereits bestehende Gruppen im Sport der Älteren als auch für die Einrichtung von speziellen Sportgruppen für Menschen mit Demenz. 

Derzeit leben 1,6 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Ihre Lebensqualität kann durch gezielte Bewegungs- und Gedächtnisübungen gesteigert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Wie Sport konkret dazu beitragen kann, dazu gibt die Broschüre „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ wertvolle Informationen und Anregungen. Die Materialbox enthält zudem das Buch „Sport und Bewegung für Menschen mit Demenz“ mit vielfältigen Erfahrungen und Stundenbildern von Birgit Backes, Uschi Wihr und Prof. Matthias Maschke sowie Postkarten mit „Dual-Tasking-Aufgaben“ (gleichzeitig zu erfüllende motorische und mentale Aufgaben) und Materialien für die Übungsstunden.

Hier ist der dazugehörige Link: https://richtigfitab50.dosb.de/demenz

Die Materialbox kann kostenlos bestellt werden bei: info@deutsche-alzheimer.de

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Gedanken zum Aschermittwoch 2021

Was bleibt?

Der Aschermittwoch konfrontiert uns mit der Endlichkeit, mit der Gebrechlichkeit, mit der Vorläufigkeit menschlichen Lebens. „Staub bist du…“ Das gilt für jeden Menschen, egal wo er lebt, für welche Werte er steht oder welche Position er innehat. „Staub bist du…“ Dieser Satz lehrt uns Demut, ein Wort, das seit einigen Jahren Hochkonjunktur hat, aber wohl selten im eigentlichen Sinn gebraucht wird (da schreib ich in dieser Fastenzeit auch noch was drüber). Oder, um es mit Papst Johannes XXIII. zu sagen: „Nimm dich nicht so wichtig!“

„Staub bist du…“ Das gilt auch für manches, was wir zum Leben brauchen: der Arbeitsplatz, die Gesundheit, die Sicherheit, ein durchgängiges stabiles Lebensgefühl….

Es gilt nicht nur für Gegenwärtiges, sondern auch für Zukünftiges: die Bildungschancen, die Karrierechancen, Beziehungen …

Was bleibt? Ist denn alles im Zusammenbruch?

Ich sehe, dass manches wichtig geworden ist im letzten Jahr: dass Menschen in Verbindung geblieben sind. Dass Menschen sich solidarisch erklärt haben. Dass Menschen kreativ geworden sind. Dass es so viel Hilfsbereitschaft gibt. Dass man immer wieder den Anlass findet zum kleinen Lebensgenuss und zum Lachen. Dass man in den Entbehrungen spürt, worauf wir nur schlecht verzichten können: die Kultur, das Feiern, die Ausgelassenheit, die Gottesdienste … Sie brauchen sich nur mal zu fragen, was Sie als erstes tun würden, wenn der Lockdown aufgehoben werden würde.

Aber in aller Fragilität erleben wir auch, dass Neues entsteht. Wir spüren sehr prägnant, wie verbunden wir quer durch unsere Welt sind. Es nützt nichts, wenn jeder nur sich selbst sieht. Globales Denken und Handeln sind erforderlich. Quer durch die Kulturen, quer durch die politischen Systeme, quer durch Religionszugehörigkeiten.

Wir spüren deutlich, worin wirkliche Lebensqualität liegt. Das ist zwar sicher von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, lenkt aber den Blick darauf, wofür sich der Einsatz unserer Energie lohnt.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Um- oder Neuorientierung: weniger „Staub“ – mehr echte Lebensqualität!

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