Im Garten der Klänge

Heute möchte ich Sie auf einen besonderen Film aufmerksam machen:

IM GARTEN DER KLÄNGE (Nel giardino dei suoni)

Eine poetische Entdeckungsreise in die Grenzgebiete der Kommunikation, ein leiser und berührender Film über die Welt der Töne, Klänge und Geräusche.

 IM GARTEN DER KLÄNGE ist das charismatische Porträt des Musikers, Therapeuten und Klangforschers Wolfgang Fasser. Durch eine Erbkrankheit als Jugendlicher erblindet, erfuhr Wolfgang Fasser früh, was es bedeutet, anders zu sein. Auf dem Weg durch die Dunkelheit entdeckte er die Kraft der Klänge von Natur und Instrument.

 Heute lebt Fasser in der abgelegenen wunderschönen Landschaft des Casentino (Toskana). Dort arbeitet er mit schwer behinderten Kindern und nutzt die eigene Lebenserfahrung als Blinder, um den Kindern zu helfen, sich auf die Welt einzulassen und ihre individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen. Dabei zeigt er, dass Verlust unbegrenzten Gewinn bedeuten kann und Nichtverstehen häufig faszinierender ist als Verstehen.

 Nicola Bellucci hat über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet, wie Fasser einen Dialog mit seinen Schützlingen aufbaut und ihn auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Toskana begleitet, wenn er, ausgestattet mit Blindenstock und Tonbandgerät, aufbricht, um neue «Klanglandschaften» zu entdecken. „«Für mich sind die Tonaufnahmen wie Postkarten», sagt Wolfgang Fasser. «Ich habe nicht das Gefühl, ich sehe nicht, denn ich höre ja.»

 http://www.youtube.com/watch?v=gT6vk1aMZEA

Der Film ist auf DVD erhältlich, er kann auch im Ordinariat München entliehen werden.

 

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Immer mehr ältere Menschen werden arbeitslos

Gerade höre ich eine Nachricht, das im letzten Jahr vor allem ältere Arbeitnehmer immer mehr von der Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der Anteil der über 55-Jährigen sei um 27 % gestiegen, obwohl die Arbeitslosigkeit insgesamt um 11 % gesunken sei,

Dies macht wohl deutlich, wie schwer es Ältere immer noch haben, Arbeit zu behalten bzw. zu finden. Und das, obwohl es bereits jetzt einen Fachkräftemangel gibt. Gleichzeitig höre ich zunehmend, wie sehr Arbeitgeber die Erfahrung ihrer älteren Beschäftigten schätzen. Die Arbeitslosigkeit älterer Menschen wird sich auch in Zukunft als Problem erweisen – und zwar sowohl in deren persönlicher Zukunft wie auch in der gesellschaftlichen. Sie werden eine geringere Rente erhalten (Stichwort: Altersarmut), sie werden weniger am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, sie werden in höherem Maße auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen sein, finanziell und auch auf Nachbarschaftshilfe bzw. bürgerschaftliches Engagement.

Dem müssen und können wir jetzt schon gegensteuern. Zum einen in der Sorge, dass alle (auch die Jüngeren) von ihrer Arbeit leben können; zum anderen durch ein verstärktes ehrenamtliches Engagement, ohne das es ja überhaupt nicht geht. Und dann natürlich auch durch die Wertschätzung eines langenLebens und der gesammelten Kompetenz der Senioren.

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Ehepaarsegnung mit Kardinal Reinhard Marx

Dass eine Ehe lange Jahre hält, ist heute weniger denn je eine Selbstverständlichkeit. Es ist viel gemeinsame Arbeit nötig, immer wieder wohl auch der Wunsch, in allen Schwierigkeiten doch einen gemeinsamen Weg zu suchen und die Liebe des Anfangs nicht aus dem Auge zu verlieren. Nicht zuletzt wirkt sicher auch die Gnade und der Segen Gottes mit.

Im Bewusstsein, dass eine langjährige Ehe auch ein Gottesgeschenk ist, lädt die Erzdiözese am Sonntag, den 6. Oktober 2013 lang verheiratete Ehepaare wieder zu einer Ehepaarsegnung in den Freisinger Dom ein. Der Festgottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx beginnt um 10.30 Uhr, anschließend gibt es einen Imbiss und ein buntes Programm für die teilnemenden Paare.

Eine Anmeldung wird bis zum 6. Spetmeber 2013 erbeten an das

Erzbischöfl. Ordinariat München, Ressort 4: Ehe- und Familienpastoral; Postfach 33 03 60 in 80063 München.

 

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Kurs für Angehörige von Demenzerkrankten

Das Erzbischöfliche Ordinariat – genauer: die Abteilung Seniorenpastoral – bietet eine Kurs an für Menschen, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen betreuen. In vier Treffen zu je 1 1/2 Stunden gibt es Anregungen und vor allem auch Austauschmöglichkeiten. Die Teilnehmer erfahren so, dass sie zum einen nicht allein sind, zum anderen auch konkrete Hilfestellungen in der Bewältigung des Alltags. Auch die Sorge um den eigenen Energiehaushalt spielt eine wichtige Rolle in diesem Kurs.

Geleitet wird er von Frau Maria Kotulek. Sie ist Fachreferentin für Demenz im Ordinariat München. Begleitend zu diesem Kurs gibt es auch die Möglichkeit, den Demenzerkrankten betreuen zu lassen. Die 20 € pro Nachmittag sind auch schon die einzigen Kosten, die entstehen.

1. Treffen am Mittwoch, 16. 10. 2013: „Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät“  – Was gerät durch die Krankheit in meinem Leben durcheinander?

2. Treffen am Mittwoch, 23. 10. 2013: „Wenn Hilfe notwendig wird“ – Wo kann ich Hilfe erfahren?

3. Treffen am Mittwoch, 30. 10. 2013: „Wenn das Leben nach Freiheit schreit“ – Wie kann ich trotz der Belastung meine eigenen Interessen wahren?

4. Treffen am Mittwoch, 6. 11. 2013: „Wenn ER uns trotz allem nicht vergisst“ – Es gibt jemanden, der uns im Vergessen nicht vergisst!

5. Treffen am Samstag, 16. 11. 2013 : „Wenn ER doch da ist“ – Eucharistiefeier

Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr, der Ort ist  im Kath. Pfarrhaus Prien, Alte Rathausstr. 1c in 83209 Prien.

Anmeldung im Pfarrbüro in Prien (08051/ 1010) oder im Erzbischöfl. Ordinariat unter: 089/ 24 26 87 0

Wer mehr Informationen braucht bzw. will, darf sich auch gerne an mich wenden. Ich finde diesen Kurs wichtig, gerade weil sich viele selbst überlasten und oft die mögliche Hilfe gar nicht kennen.

 

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Fünfter Besuchsdienstkurs ist nun beendet

 Gestern ist der 5. Besuchsdienstkurs unter dem Titel „Eine Aufgabe, die sich lohnt“ zu Ende gegangen.

Veranstaltet hat diesen Kurs das Katholische Kreisbildungswerk Mühldorf in Zusammenarbeit mit Klinikseelsorger Martin Kuhn und mir. Neun Frauen und ein Mann haben sich in acht Einheiten intensiv mit Fragen des Alters und Krankheit, mit Tod und Sterben, mit Glauben und Spiritualität beschäftigt. Frau Sabine Brantner vom Anna-Hospiz-Verein hat uns Einblicke in die Demenzerkrankungen vermittelt und wie man mit Demenzkranken wertschätzend und respektvoll umgehen kann. Sr. Annemarie Witte vom Krankenhaus Mühldorf konnte den Kursteilnehmern eindrücklich nahe bringen, eine wie wichtige Ergänzung der Besuchsdienst zur pflegerischen und medizinischen Behandlung darstellt.  

Beim gesamten Kurs  stand nicht die Wissensvermittlung im Vordergrund , sondern die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen biografischen Prägung. Denn nur die jewilige Persönlichkeit des Besuchers ist es, die für die Besuchten im Krankenhaus bzw. Seniorenheim zählt. Ihnen wollen die Teilnehmer nahe werden, sie (in ihren z. T. schweren Stunden) begleiten und ihnen darin Zuversicht, Trost, Freude und Annahme vermitteln.

Wir wünschen allen Besuchern viel Freude und Erfüllung bei ihrer Aufgabe und den von ihnen  im Krankenhaus und den Seniorenheimen Besuchten, dass sie durch den Besuch die Güte, die Menschenfruendlichkeit und den Segen Gottes spüren können.

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Lebenswenden begehen

Bei einer Tagung bin ich neulich mit dem Thema „Lebenswenden“ in Berührung gekommen. Wir dachten dabei zunächst an die bekannten: Geburt – Pubertät – Erwachsenwerden – Heirat, Kinderbekommen – Altwerden – Sterben.

Daneben gibt es aber natürlich viele Ereignisse, in denen sich Leben wendet, wo das „Vorher“ sich wandelt in ein „Nachher“ und wo das „Nachher“ ganz anders ist als das „Vorher“.  Solche Ereignisse sind etwa ein Unfall oder eine Krankheit, ist die Erfahrung eines Verlustes – z. B. eines Menschen (durch Trennung, Scheidung, Tod) oder einer Arbeit oder von Lebenssinn. Eine Lebenswende ist auch immer mit einem Umzug gegeben, vor allem der Umzug in ein Seniorenheim (aber nicht nur). Manche Menschen teilen ihr Leben ein in ihre Wohnorte.  Auch der Wechsel von Arbeitsstelle und Beruf (manchmal auch in eine Arbeitslosigkeit hinein) wendet das Leben einschneidend. Aus meiner Erfahrung in der Fachklinik Annabrunn möchte ich auch  Heilungsprozesse, etwa im Rahmen einer Therapie, als Lebenswende sehen.

Wie gehen wir nun mit diesem Lebenswenden um? Kirchlicherseits haben wir die Sakramente, die – zumindest an manchen markanten Stellen – Hilfe und den Segen Gottes anbieten. Viele Wendepunkte gehen aber in der Planung und im Organisatorischen auf. Hier wäre es vielleicht hilfreich, nach einer gewissen Zeit inne zu halten und mal zu überlegen, was dieser Wechsel jetzt für eine Bedeutung hat für die Betroffenen. Damit meine ich nicht nur die unmittelbar betroffenen Menschen, etwa das Unfallopfer, sondern alle, die mit ihm in einer (engen) Beziehung leben, die Familie etwa.

Ich möchte dann auch anregen, das in einem kleinen Ritual zu begehen. Hier haben wir natürlich alle Freiheiten und Platz für Kreativität. Es wird sich auch je nach Anlass unterscheiden. Beim Umzug mag es ein gemütliches Kaffeetrinken sein, beim Arbeitsplatzwechsel gibt es vielleicht auch daheim einen „Einstand“, bei überstandener Krankheit und Krise ein Rückblick auf die schwere Zeit und all das, was geholfen hat, sie zu überstehen. Gläubige Menschen können dabei sicher auch ein kleines Gebet sprechen, Gott danken, Gott um Beistand bitten… In der Krise und Krankheit möchte ich zur Klage ermutigen, auch das ist eine Möglichkeit, Lebenswenden zu begehen.

Für den Eintritt ins Seniorenalter (wann immer man das ansetzen mag) habe ich einen Segensgottesdienst entworfen. Man kann ihn daheim feiern oder (einmal im Jahr) auch als Gemeindegottesdienst. Wer daran Interesse hat, darf sich bei mir melden.

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„Ich könnt´ Euch einiges erzählen!“ – ein (etwas anderer) Stammtisch für Männer

Das Erzbischöfliche Ordinariat hat im Fachbereich Männerseelsorge und in der Abteilung Seniorenpastoral eine etwas andere Form des Stammtisches entwickelt. Bei diesem Stammtisch sind Männer eingeladen, sich gegenseitig von ihrem Leben zu erzählen, von dem, was ihnen wichtig war, ihrem Beruf, ihrer Lebensgeschichte. Da gibt es nämlich vielfältigste Erfahrungen, die aber oft übersehen und dann auch vergessen werden. Der „Stammtisch“ bietet die Möglichkeit des Erinnerns, der Nachfreude und auch des Nachtrauerns, der Vergegenwärtigung und Verlebendigung von Vergangenem.

Benötigt werden dafür nur ein Raum, etwa 60 Minuten Zeit, ein Gesprächsanleiter, ein paar Getränke und – natürlich – Männer, die erzählen wollen.

Ich selber werde diese Form des Stammtisches unseren Alten- und Seniorenheimen im August anbieten, evtl. noch mal auf der Ü-60-Messe im Herbst in Mühldorf. Aber vielleicht ist das ja auch eine Idee für SIE?

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Nicht mehr rudern – Segel setzen!

Unter dem Titel: „Nicht mehr rudern – Segel setzen!“ bietet das Katholische Kreisbildungswerk Mühldorf in Zusammenarbeit mit dem Dekanatsaltenseelsorger von Waldkraiburg Josef Scherr und mir einen dreiteiligen Kurs an. Er richtet sich an Menschen, die sich – weil sie Zeit, Kompetenzen und Kapazitäten haben – in der Seniorenarbeit engagieren wollen, aber noch nicht wissen, was sie tun können oder wollen. Ihnen bietet der Orientierungskurs einige Anregungen wie etwa das biografische Schreiben, das Inge Finauer, oder die Arbeit eines Besuchsdienstes, den Angelika Neudecker vorstellen wird. Alfons Wastlhuber von der „Freiwilligenagentur Ehrensache“ und Jutta Mooshuber von der Caritas Mühldorf werden weitere Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement präsentieren. Am Ende des Kurses werden die Teilnehmer eine klarere Vorstellung von der Vielfalt von Seniorenleben und von ihren eigenen Möglichkeiten haben.

Der Kurs findet statt am 14. Juni, am 28. Juni und am 12. Juli, jeweils von 10.00 – 15.00 Uhr im Ökonomiestadl in Mühldorf.                     Unkostenbeitrag: 25 €, darin ist dann auch eine kleine Brotzeit enthalten.

Bei diesem Kurs sind noch einige Plätze frei,  Anmeldung erbitten wir möglichst bald beim Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/ 37670.

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Museum der Generationen

Das Bayerische Nationalmuseum in München bietet einen workshop für Großeltern und Enkelkinder an. Am Samstag, den 6. Juli 2013 von 11 – 14 Uhr werden Taschen aus Papier gebastelt. Vorher gibt es einen Rundgang durch die Ausstellung, bei der man sich gut inspirieren lassen kann für die eigene Gestaltung. Teilnehmen können Großeltern mit ihren Enkelkindern von 8 – 12 Jahren. Die Unkosten betragen bei einem Enkelkind 15 €, bei zwei Kindern 20 €. Dazu kommen 4 € Materialkosten. Bitte eine Brotzeit mitbringen. Anmeldung ist notwendig unter der Telefonnummer  089 21124216 oder bay.nationalmuseum AT bnm.mwn.de

 

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„Die Alten werden Träume haben“ (Gedanken zur Pfingstlesung: Joel 3,1-5)

Beim Vorabendgottesdienst zum Pfingstfest wird die Lesung aus dem Buch Joel vorgeschlagen.

Der Prophet Joel lebte etwa im 5. /4. Jahrhundert vor Christus. Persönliche Daten sind nicht bekannt, doch scheint er mit dem Tempelkult in Jerusalem vertraut zu sein. Sein wichtigstes Themawort ist „der Tag des Herrn“. Auf dem Hintergrund von Naturkatastrophen entfaltet er die Visionen vom kommenden Gottesreich, wenn Gott seinen Geist ausgießt.

In der Lesung heißt es u. a.: „Es wird geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße… Eure Alten werden Träume haben …“ 

Was sind nun die Träume der Alten? Die einen träumen nachts von lange zurückliegenden Tagen und Erlebnissen, darunter auch schreckliche und bedrängende. Andere träumen tagsüber von der Erfüllung früherer Lebensträume, von kleineren oder auch größeren Wünschen: ein Ausflug nochmals; ein Wiedersehen mit lieben Menschen; von  beschwerdefreien, schönen Tagen; vom selbstgestalteten Leben. Das sind dann sehr persönliche Träume und Wünsche.

Daneben gibt es sicher auch Träume für andere Menschen und unsere Welt: Frieden, Gerechtigkeit, Zusammenhalt, … Das alles wohl auf dem Hintergrund von gelebtem und oft auch erlittenem und durchlittenem Leben, das aus Entbehrungen und Defiziten heraus auf unsere Welt schaut: leid-empfindlich und erlösungs-sehnsüchtig. Senioren wissen schon, dass wir Menschen nicht alles verwirklichen können, wofür wir in jungen Jahren eingetreten und eingestanden sind. Senioren wissen, dass es göttlicher Hilfe bedarf, damit unsere Welt etwas mehr von der Menschenfreundlichkeit Gottes, von Gottes gutem Geist widerspiegelt. Senioren wissen auch vom langen Atem, den es braucht, damit aus Träumen und Visionen Realtität wird. Senioren wissen um die Notwendigkeit von Gottes heiligem Geist.

Wenn nun diese leiderfahrenen, durch manche Rückschläge und Resignation hindurchgegangenen Senioren Träume haben werden, dann ist das ein starkes Hoffnungszeichen für unsere Welt. Vielleicht müssten wir grade „die Alten“ viel mehr nach ihren Hoffnungen und Träumen befragen!?

 

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