Demografiewerkstatt Kommunen

Der 7. Altenbericht der Bundesregierung befasst sich u. a. mit den Teilhabemöglichkeiten der Senioren in unserer Gesellschaft. Hingewirkt werden soll auf eine „Politik mit älteren Menschen und für ältere Menschen, die auf „erfahrbare Wertschätzung“ abzielt und „sich nicht in einer Inanspruchnahme sozialer Infrastruktur im Sinne einer technisch reibungslosen Deckung des Bedarfs“ erschöpft.“ Wichtig sei es, dass die Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können.

Dies bedeutet, dass die Bundesregierung den Blick immer mehr auf die Möglichkeiten und die Bereitschaft der Senioren zur aktiven Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens richtet. Zu diesem Zwecke hat sie eine „Demografiewerkstatt Kommunen“ gegründet. Acht Gemeinden werden dabei unterstützt und auch begleitet, wie sie in ihrem Landkreis/ ihrer Stadt dieses Vorhaben der gesellschaftlichen Teilhabe umsetzen.

Nachzulesen sind diese Prozesse unter folgendem Link:

https://www.demografiewerkstatt-kommunen.de/Infopool

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IKS-Kurs für Angehörige von Demenzkranken

Ab 13. Februar bieten die Seniorenseelsorger von Mühldorf einen Kurs für pflegende Angehörige von Demenzkranken an. In diesem Kurs, der von  Fr. Dr. Maria Kotulek vom Erzbischöfl. Ordinariat in München entwickelt wurde, geht es vor allem um die spirituelle Dimension. Welche Kraftquelle ist mir der Glaube? Wie verändert diese Krankheit meinen Glauben? Welcher Gott begegnet mir in dieser Zeit? Das sind einige der Fragen, die wir im Austausch miteinander besprechen werden. Das letzte der fünf Treffen wird dann ein Gottesdienst sein. Es ist auch möglich, nur zu diesem Gottesdienst zu kommen.

Wer in der Zeit der Treffen (fünfmal immer montags von 14.30 – 16.30 Uhr) eine Betreuung für seinen an Demenz erkrankten Angehörigen braucht, kann dies entweder über die Mühldorfer Caritas organsisieren (die Kosten können über die Pflegekasse abgerechnet werden) oder bringt ihn einfach mit ins Caritas Hl.-Geist-Spital, wo er vom Personal betreut wird.

Nähere Informationen und eine Anmeldung bis zum 6. Februar 2017 bei mir unter 0170 220 78 05 0der MTress@eomuc.de

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Wer ist Ihre Seniorenbeauftragte?

Wenn Sie wissen wollen, wer Ihr/e Seniorenbeauftragte/r ist, fragen Sie einfach bei Ihrer gemeinde oder bei Ihrem Bürgermeister nach. Eigentlich sollte jeder Gemeinderat eine Seniorenbeauftragte haben.

Auch in den Pfarrgemeinderäten müsste eigentlich ein Mitglied Ansprechpartner für die Senioren sein. Das kann Ihnen bestimmt Ihr Seelsorger sagen.

Wer da nicht fündig wird, kann sich im Landratsamt Mühldorf erkundigen. Da gibt es eine Liste der kommunalen Seniorenbeauftragten. Auch ich habe eine Liste von kommunalen und pfarreilichen Seniorenbeauftragten des Landkreises Mühldorf.

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Neujahrswunsch

In einer Welt voller Gewalt und Radikalisierung feiern wir die Geburt des Friedensfürsten.

In einer Welt voller postfaktischer Behauptungen erinnern wir uns an Jesus, der die Wahrheit ist.

In einer Welt voller Machtstreben erinnern wir uns an Jesus, der ohnmächtig am Kreuz geendet ist.

In einer Welt der nationalen Abschottung besinnen wir uns auf unsere Glaubenswurzeln: „Mein Vater war ein heimatloser Aramäer“, so wird es über Abraham gesagt (Dtn 26,5).

Ich wünsche mir, dass wir uns als Christen dieser Wurzeln bewusst sind und sie immer wieder auch zur Geltung bringen.

Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, unsere Welt ein wenig lebenswerter zu machen – für alle!

Ich wünsche uns allen, dass uns der Segen des menschgewordenen Gottes in diesem Jahr begleitet bei allen schwierigen Entscheidungen, bei allen Vorhaben, auch in allem Scheitern.

Ich wünsche allen, dass wir die Präsenz des menschenfreundlichen Gottes immer wieder zu spüren bekommen und dann auch weitergeben können.

 

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Fortbildungsprogramm

Fortbildungsprogramm des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement in Bayern e.V. für 2017

Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Bayern e.V. hat sein Programm für das 1. Halbjahr 2017 veröffentlicht. Es enthält Fortbildungsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themenstellungen rund um das bürgerschaftliche Engagement, darunter Veranstaltungen zur Arbeit mit Ehrenamtlichen, zur Veranstaltungsorganisation, zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und zu rechtlichen Fragen in der Flüchtlingshilfe. Auf der Homepage des LBE finden Sie neben den eigenen Fortbildungsangeboten auch Links zu den Seminaren andere Anbieter: www.lbe.bayern.de.

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Weihnachtsgruß

Ich wünsche allen ein von Gott gesegnetes Weihnachtsfest!

Gerade in diesen Tagen mit Anschlägen, mit den Altlasten eines längst vergangenen Krieges, mit Unsicherheiten über die Zukunft, mit Hass und Halb- bzw. Unwahrheiten im Internet, mit Stimmungsmache und Verzerrungen wird mir deutlich, wie notwendig die Ankunft Gottes in unserer Welt ist. So werde ich für alle gesellschaftliche und auch private Not um Gottes Präsenz bitten.

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Warten – worauf?

Jetzt – ein paar Tage vor dem Heiligen Abend und vor Weihnachten – warten wir. Aber worauf?

Die Kinder auf die Geschenke, den Christbaum, das Licht…

Und wir Erwachsene? Dass der Vorweihnachtsstress endlich vorbei ist? Dass jetzt endlich die „staade Zeit“ beginnt? Dass jetzt wieder Ruhe und Frieden einkehrt in unsere Wohnungen? Vielleicht auch in die Herzen?

Ich habe einen Text gefunden, den ich als Meditationsanregung weitergebe:

Warten können

dem Sehnen Raum geben

 

Zurückblicken

Gut sein lassen, was war

 

Berührbar bleiben

Hände für Neues öffnen

 

Achtsam sein

auf die kleinen Anfänge

 

Wahrnehmen

Licht im Dunkel

Geheilte Wunden

Frieden.

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Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte – 3. Teil

Hier nun der dritte und letzte Teil meiner erweiterten Weihnachtsgeschichte:

Josef und Jesus

Wieder kommt ein Bote des Höchsten. Wieder – nun schon zum dritten Mal – kommt er des Nachts, im Traum. Wieder verkündet er den nächsten Schritt heraus aus dem Eingewohnten. „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter …!“ Wieder sieht es nach heimlicher Flucht aus, nächtlicher Aufbruch, wie einst das Volk Israel aus selbigem Land. Wieder ein Aufbruch in die Freiheit, die einen Namen trägt: Nazareth. Ein kleines Dorf, wohl keine 200 Einwohner. Abseits aller bekannten Städte. Vielleicht (so die Archäologen 2000 Jahre später) mit einem Befestigungsturm auf den Hügeln, die rund um die wenigen Häuser liegen. Wer hier lebt, wird wohl von allen außerhalb der wenigen Häuser übersehen. Die Freiheit der kleinen Familie ist die Freiheit der Unscheinbaren, der Unbeachteten, der Menschen am Rande.
Da gibt es nichts, wogegen man sich auflehnen könnte oder müsste. Man will es sich ja schließlich mit niemandem verderben, man ist auf den anderen angewiesen, man hält zusammen. So verlaufen die Jahre ohne jede erwähnenswerte Aufregung, nichts stört die (beschauliche? die Friedhofs-?) Ruhe. Woher auch sollte der Anstoß kommen zu etwas Ungewöhnlichem, Ungewohnten, Irritierendem?
Der Anstoß kommt auch nicht in Nazareth. Der Anstoß kommt in Jerusalem, der Hauptstadt, dem religiösen Zentralort und er kommt zur religiösen Zentralzeit. Am Paschafest, dem Fest des Aufbruches, des Aufbruches aus dem Sklavenhaus Ägypten hin zur Freiheit. Das Fest der Befreiung löst in diesem Jahr den Sohn vom Vater. Das Fest der Befreiung lässt den Sohn die Bande zum Vater lockern und auch die Grenzen der eigenen Religiosität überschreiten. Der Bub stellt Fragen. Der Bub stellt das Überkommene, Tradierte, das so selbstverständlich Gewohnte in Frage. Im Fragenstellen zeigt der Bub Widerstand gegenüber den schnellen, allzu schnellen Antworten. Ist dieser fragende Widerstand ein Widerhall der Fragen, die sein Vater etliche Jahre vorher vielleicht gestellt hatte einem nächtlichen Besucher? Der Bub fordert zur Antwort heraus – und das wird er Zeit seines Lebens immer wieder tun. So wird er zum Zeichen, dem widersprochen wird.
Der Vater – jetzt namenlos im Evangelium – hat seine wichtigste Aufgabe erfüllt. Er kann sich in die Anonymität zurückziehen. Von nun an geht es um den Sohn. Es ging schon immer um den Sohn. Aber ohne den Vater, ohne Josef, wäre Jesus nicht geworden, was er ist: einer, der auf die Stimme des Höchsten hört und sich der Stimmen der weniger Bedeutenden (auch wenn sie sich anders vorkommen) widersetzt. Der das Unscheinbare achtet und das leicht zu Übersehende hoch hebt. Der den äußeren Weg, den Josef auf den Spuren seines Volkes gegangen ist, im inneren und am eigenen Leib vollzieht: hinein in das Land des Todes und hinaus in das Land der Lebenden. Der Sohn Jesus wird den Weg seines Vaters Josef radikaler gehen, entschiedener, schonungsloser gegenüber anderen und gegenüber sich selber. Und noch am Ende dieses Weges taucht die Widerstandskraft auf, die väterlich ererbte und im Leben verfestigte: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen!“ und nochmals grundsätzlicher die Klage und Anklage: „Mein Gott, wozu hast du mich verlassen!“ Ultimativer Widerstand dann in der „Höllenfahrt“ Jesu, als er im Widerstand gegen alle Todesmacht, von dort, dem Land des Todes, die dort Versklavten, die „armen Seelen“ herausführt in das Land des Lebens.

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Zum Beten 5

Heute möchte ich – gerade mit Blick auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage mit aller Geschäftigkeit und den notwendigen Besorgungen und Verpflichtungen – ein Wort der spanischen Mystikerin Teresa von Avila in den Vordergrund rücken und so zum zwischenzeitlichen Innehalten, Aufschnaufen und Nachspüren motivieren. Sie schreibt:

Wenn Euch der Gehorsam Beschäftigung mit äußeren Dingen aufträgt, dann versteht, dass der Herr zwischen den Kochtöpfen weilt.“

Unter dem „Gehorsam“ verstehe ich auch, dass man sich seinen Aufgaben (den „äußeren Dingen“ im Gegesatz zur Beschaulichkeit der inneren Meditation)  stellt, die halt jetzt getan werden müssen. Auch darin kann Gebet und Gottesbegegnung liegen in der Hingabe an das Essen, den Hausputz, die Organisation des Tages …

 

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Besuche bei älteren Menschen

Es gibt ja seit vielen Jahren den ehrenamtlichen Besuchsdienst bei uns im Landkreis Mühldorf. Zunächst geplant für das Krankenhaus oder das Seniorenheim zeigt sich doch immer wieder auch die Notwendigkeit eines häuslichen Besuchsdienstes. Auch in den eigenen vier Wänden erleben Menschen Einsamkeit – und haben zugleich das Bedürfnis nach Kontakt und „sozialer Teilhabe“. Auch wenn sie selber den Weg nach draußen nicht schaffen (sei es wegen der eingeschränkten Mobilität, sei es wegen Krankheit, sei es wegen Scham oder Scheu), haben sie dennoch den Wunsch, nicht vergessen zu sein, sondern Anteil zu nehmen am Leben draußen. So sind sie in hohem Maßen angewiesen auf die Initiative anderer.

In einer Broschüre über ehrenamtliche Hilfe steht: „Ehrenamtliche Besuchsdienste kümmern sich …um Menschen mit keinen bzw. wenigen nachbarschaftlichen und sozialen Kontakten. […] Sie sind Ersatz oder Ergänzung für familiäre, freundschaftliche oder nachbarschaftliche Beziehungen, die nicht mehr oder nicht mehr ausreichend tragen.“

Auf diese Menschen will ich – gerade jetzt unmittelbar vor Weihnachten – den Blick lenken. Vielleicht kann die „Herbergssuche“ ja auch umgekehrt laufen: Wo wartet „ein Wirt“ auf den Besuch, der ihm in sein Leben Licht und Leuchten bringt?

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