Zum 7. Altenbericht der Bundesregierung

Zur Beratung und dann Veröffentlichung des 7. Altenberichts der Bundesregierung, den eine hochrangige Kommission erstellt und letztes Jahr an Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig übergeben hatte, gibt es jetzt eine Pressemitteilung. Ich zitiere daraus:

Der Siebte Altenbericht befasst sich vor allem mit den Themen der kommunalen Verantwortung für die Daseinsvorsorge, der lokalen Hilfestrukturen, der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie dem Wohnen im Alter. Im Fokus stehen aber auch wichtige Fragestellungen wie Ungleichheiten in der alternden Gesellschaft und regionale Unterschiede der Lebenssituationen älterer Menschen.
Die interdisziplinär zusammengesetzte Siebte Altenberichtskommission unter der Leitung von Professor Andreas Kruse hatte den Auftrag, Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Seniorenpolitik in den Kommunen zu erarbeiten. Untersucht wurde von den Sachverständigen, welche Beiträge die kommunale Politik und örtliche Gemeinschaften leisten können, um die soziale, politische und kulturelle Teilhabe sowie eine möglichst lange selbständige Lebensführung älter werdender Menschen sowie ein aktives Altern in Selbst- und Mitverantwortung sicherzustellen.
Bundesseniorenministerin Manuela Schwesig betont: „Ältere Menschen werden unsere Gesellschaft mehr und mehr prägen. Deshalb muss unsere Politik für ältere Menschen stärker darauf ausgerichtet sein, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu unterstützen. Es muss aber auch darum gehen, Ungleichheiten zu überwinden sowie soziale Teilhabe zu ermöglichen und zu fördern. Vor allem die Kommunen haben es in der Hand, wie und wie gut ältere Menschen vor Ort leben können“, so Manuela Schwesig weiter.

Der Altenbericht wird wohl in der nächsten Zeit veröffentlicht werden und ist dann auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums und der Seite des Deutschen Zentrums für Altersfragen www.dza.de zu lesen.

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Fachtag: Caring communities

Unsere Erzdiözese lädt haupt- und ehrenamtliche Akteure in der Seniorenarbeit zu einem Fachtag unter dem Titel: „Caring communities“ (zu deutsch: sorgende Gemeinden) ein. Hauptreferent wird dabei Prof. Thomas Klie sein, der sich gerade in der Seniorenarbeit profiliert hat und etwa beim Altenbericht der Bundesregierung maßgeblich mitarbeitet. Die Veranstalter schreiben:

Diözesaner Fachtag Seniorenarbeit 2016
Caring Communities – netzwerken. sorgen. vertrauen
Mit Professor Dr. Thomas Klie
Thomas Klie ist einer der Vordenker einer Kultur der sorgenden Gemeinschaft (caring communities), die auch beispielsweise das Thema des 7. Altenberichts ist.
Das Konzept der caring communities will einen kommunalen Prozess des Umdenkens und Neugestaltens anregen. Akteure sind Bürger und Bürgerinnen, Kommunalverwaltungen, soziale Einrichtungen, Dienste, freie Träger und Gruppen, sowie die Kirchen.
Caring communities brauchen Haltungen, Kompetenzen und Fähigkeiten, die eigentlich in Kirche, Ehrenamt und gemeinnützigen Einrichtungen bereits erprobt werden: Solidarität und Subsidiarität, Selbsthilfe, Beteiligungs- und Engagementformen. In den Workshops stellen sich als Anregung für Sie praxiserprobte Projekte vor.
Wie können neue Formen der Sorge füreinander in der Gesellschaft kulturell und infrastrukturell etabliert werden? Welche Rolle können die Player der Seniorenarbeit (Bildung, Seelsorge, Caritas und in der Gesellschaft engagierte Ehrenamtliche) dabei spielen?
Wer heute für andere sorgt und Netzwerke entwickelt, tut dies im Vertrauen darauf, dass auch auf ihn eine gute Zukunft wartet – ein neuer Generationenvertrag? Wir laden Sie zum gemeinsamen Nachdenken/ Diskutieren darüber ein.
Zielgruppen: Altenclubleiterinnen; Sachbeauftragte Senioren im PGR;
Beauftragte in den Dekanaten für Seniorenseelsorge; Mitarbeitende Alten- und
Service-Zentren, Altenheime, ambulante Dienste; Referentinnen Seniorenbildung;
Geschäftsführer/innen KBW’s; Interessierte;
Termin: Fr 02.12.2016, 14:00 bis 19:00 Uhr
Ort: München, Kardinal-Wendel-Haus (Katholische Akademie
Workshops: „Best practice“ Beispiele
Veranstalter: KEB München und Freising e.V. in Kooperation mit Seniorenseelsorge und Seniorenbildung im EOM
Detaillierter Flyer ab September: www.keb-muenchen.de

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Himmel und Hölle – unsere Zukunft?

Der November ist der „Totenmonat“. Er startet mit den beiden Festen Allerheiligen und Allerseelen. Schon in diesem Doppelfest wird die Spannbreite christlicher Jenseitsvorstellungen sichtbar. Die einen in den Himmel, die anderen mindestens ins Fegfeuer, wenn nicht sogar ins ewige Höllenfeuer. Ich selber und mit mir unsere ganze Generation einschließlich der davor geborenen sind noch erzogen worden in der Angst vor dem Fegfeuer. Diese Erziehung prägt viele Senioren bis heute, wo sie im fortgeschrittenen Alter immer intensiver den Tod vor Augen und immer geringere Möglichkeiten haben, es/ ihr Versagen/ ihr Leben wieder gut zu machen. So ist – immer auch mit dem Verweis auf die Bibel – die frohe Botschaft Jesu vom Himmelreich ziemlich dunkel geworden. Dass sich im Fege- oder Höllenfeuer der Reinigungs- und Entschlackungsprozess der alttestamentlichen Silberschmiede verbirgt, wird höchstens noch im Fremdwort „Purgatorium“ (= Reinigungsort) erkennbar. Aber in diesem Reinigungsprozess kommt eben das kostbare Silber zum Vorschein und das ist das einzig Wichtige; nur auf unser Silber, auf das Kostbare in uns kommt es an.

Jesus selber spricht in den Worten, die man für „echte“ Jesusworte hält (im Unterschied zur Botschaft der Evangelisten) vom „königlichen Hochzeitsmahl“, zu dem alle, ausdrücklich auch die Bettler, die Aussätzigen, die Verachteten, explizit sogar die „Bösen und die Guten“ (Mt 22, 10) eingeladen sind. Wenn ich da die eigene  Bedürftigkeit (nach Erlösung und Vergebung), die eigenen „schwarzen Flecken“, die eigene Geringschätzung und Selbstabwertung anschaue, ist die Einladung zum  „königlichen Hochzeitsmahl“ eine Perspektive, die das Leben hier und jetzt erträglicher macht. Mit der Aussicht auf die Hölle und die ewige Verdammnis kann ich hier und jetzt nicht leben, die Aussicht auf die göttliche Barmherzigkeit, die mir gerecht wird in meinem Wollen und meinem Versagen, meinem Wünschen und meinem Scheitern , meinem Streben und meinem Irren aber lässt mich etwas gelassener und versöhnter mit mir und meinem Leben sein.

So kann gerade das Allerseelenfest zu einem Hoffnungsfest werden, das von der erlösenden Botschaft Jesu Christi geprägt ist und meinem Wunsch für die Verstorbenen entgegenkommt, dass es ihnen jetzt gut geht.

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„Ich habe nicht erkannt, dass ich Hilfe brauche“ – Fortbildungsnachmittag für Seniorenbeauftragte über pflegende Angehörige

Gestern waren die Seniorenbeauftragten des Landkreises Mühldorf zu einem Fortbildungsnachmittag eingeladen. Die Belastungen von pflegenden Angehörigen sowie die verschiedenen Entlastungsmöglichkeiten waren unser Thema.

Zunächst beschrieb eine Angehörige ihren Pflegealltag. Beeindruckend war vor allem, wie schwer sich diese Frau tat, die eigene Entlastungsbedürftigkeit zu erkennen und dann auch Hilfe zu suchen. Sie sagte: „Ich habe nicht erkannt, dass ich jetzt selber Hilfe brauche.“ Dies gelang letztlich nur durch Initiativen aus der Familie und auch von außen. Die Außenkontakte tun sich allerdings schwer, da sich die Pflegenden in ihrer Überlastung und auch aus Scham zurückziehen. Hier können die Seniorenbeauftragten sicher wertvolle Impulse setzen, wenn sie ähnliche Belastungen in ihrer Gemeinde wahrnehmen.

Frau Ehrmann und Frau Brunner

Frau Ehrmann und Frau Brunner

Anschließend stellte Frau Ehrmann von der Caritas Sozialstation das Angebot der Demenzbegleiter vor sowie die Fragen der Finanzierung über die Kranken- bzw. Pflegekassen. Informationen gibt es durch die Caritas, etwa bei einem Beratungsbesuch daheim. Frau Brunner vom Caritas-Hl.-Geist-Spital rundete den Nachmittag ab mit der Vorstellung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie dem Angebot im Seniorenheim. Ein wichtiger Aspekt war dabei, dass ein Umzug in ein Seniorenheim kein „Abschieben“ bedeutet (wie es oft leider bezeichnet wird), sondern dass sich durch den Aufenthalt im Heim die Beziehung zwischen Bewohner und Angehörigem spürbar entlasten kann.

Es war dies nach Rückmeldung der Teilnehmer eine gelungene, weil informative Veranstaltung durch die Freiwilligenagentur Ehrensache e.V. und der Seniorenseelsorge.

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Erntedank – Bericht vom Einkehrvormittag

Heute haben wir in Obertaufkirchen einen Einkehrvormittag zum Thema: „Erntedank – Ernte meines Lebens“ gehalten. Das ursprünglich bäuerliche Fest wurde aus dem Bewusstsein heraus gefeiert, dass eine gute Ernte nicht selbstverständlich ist. Das erkennen wir gerade dieser Tage wieder durch die Zerstörung der Ernte in Haiti oder in Syrien. Wir sagen aber auch Danke für alles, was wir durch unsere Hände vollbracht haben, sei es in der Arbeit oder im Haushalt. Im Tagebuch fanden wir dann Anlass, für das vergangene Jahr, für unser ganzes Leben zu danken. p1080060Jeder Teilnehmer hat in einer Stille ein Herz in die Mitte gelegt zum Dank für … Es waren große Dinge dabei (Gesundheit, Freiheit, Frieden …), aber auch kleine (das Bett, das Wasser, das radio, den Ausschaltknopf …)

 

Schließlich haben wir über den Glauben nachgedacht. Er hat sich (symbolisiert durch den grünen Katechismus) von einem strengen, angstmachenden Gott entwickelt und gewandelt hin zu einem segnenden, menschenfreundlichen Gott (symbolisiert durch die Hostienschale mit dem segnenden Christus). Auch dafür haben wir abschließend in einem Gebet gedankt und uns unter den Segen dieses Gottes gestellt.

 

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Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen, der am 1. Oktober begangen wurde, fordert die BAGSO, die Ausarbeitung einer UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen zu prüfen. Details finden Sie in der Pressemitteilung und in einer Stellungnahme der BAGSO. Eine Word-Version der Pressemitteilung finden Sie auf der BAGSO-Internetseite unter: http://www.bagso.de/presse/presse0.html

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Fortbildung der Seniorenseelsorge

Die Leiterin der Seniorenseelsorge im Erzbischöflichen Ordinariat in München Adelheid Widmann lädt zu einer Fortbildung für Seniorenclubleiterinnen ein. Der Titel der Veranstaltung lautet: „Wenn Spiritualität wie Schokolade schmeckt…“

Termin: Donnerstag, 6. Oktober 2016 von 14.00 – 17.00 im Pfarrheim in Altmühldorf

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Exkursion der Seniorenbeauftragten

Die Seniorenbeauftragten der Kommunen und der Pfarreien im Landkreis Mühldorf sind zu einer Exkursion unter dem Thema: „Hilfemöglichkeiten für pflegende Angehörige“ eingeladen. Dieser Informationsnachmittag findet  am Mittwoch, den 12. Oktober  von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Caritas-Hl.Geist-Spital in Mühldorf statt. Nachdem wir vom Alltag einer pflegenden Angehörigen erfahren haben, werden ambulanter Pflegedienst, Kurzzeitpflege und stationäre Pflege durch die Caritas vorgestellt.

Die Seniorenbeauftragten sollen sich bitte bei mir anmelden.

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Fit für das Bürgerschaftliche Engagement – ein Online-Kurs

Viele ältere Menschen wollen sich ehrenamtlich engagieren. Manche tun dies schon als sog. senior-trainer in ihren Pfarrgemeinden oder Kommunen mit einem sehr vielfältigen Betätigungsfeld. Zusammengeschlossen und unterstützt werden sie dabei durch die Landesarbeitsgemeinschaft EFI Bayern e. V.

Diese Landesarbeitsgemeinschaft bietet nun eine  Fortbildung an, die sich dadurch von herkömmlichen Formaten unterscheidet, weil sie über das Internet geht. Der Kurs erstreckt sich über sechs Wochen, man benötigt zwei bis vier Stunden pro Woche, die jedoch frei wählbar sind. Über das Internet bekommen die Teilnehmer Material zu folgenden Themen:

  • Bedeutung des Bürgerschaftlichen Engagements für Kommunen und Zivilgesellschaft
  • Das Erfahrungswissen erschließen und nutzen
  • Was ist das besondere am seniorTrainer?
  • Wie wird man seniorTrainer?
  • Der seniorTrainer und sein Engagement-Umfeld
  • Beispiele aus der Praxis

Der kostenlose Kurs startet am 24. 10. 2016, jede Woche wird eine neue Lerneinheit freigeschaltet. Man muss sich anmelden unter: https://mooin.oncampus.de/efimooc

Weitere Informationen gibt es auf der homepage unter:

http://efi-bayern.de/cms/?s=efimooc

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Gedanken zum Kirchweihfest

Am Kirchweihsonntag feiert die Kirche sozusagen „Geburtstag“, nämlich den Tag der Weihe einer jeden Kirche (zumindest wenn der tatsächliche Weihetag nicht bekannt ist). Dieses Jubiläum ist manchmal Anlass, über die Kirche nachzudenken. Von außen betrachtet ist der Gottesdienst oft eine Veranstaltung für ältere Menschen, junge Menschen zu begeistern, erfordert schon einen großen Aufwand. Da sind die Senioren genügsamer und bequemer. Aber reicht ihnen das wirklich? Gibt es Antworten auf ihre Lebensfragen, die schon die gesundheitlichen Einschränkungen und den Tod im Blick haben? Gibt es Antworten auf ihre spezifischen Glaubensfragen?

Ist Kirche für alte und hochbetagte Menschen immer noch ein Heimatraum? Wie ist das mit denjenigen, die nicht mehr in die Kirche kommen können? Kommt da die Heimat zu ihnen?

Bietet die Kirche Raum für Teilhabe und ehrenamtliches Engagement, wenn die Mobilität eingeschränkt ist? Ich meine, wir müssen andere Formen entwickeln, wenn Abendtermine und lange Sitzungen nicht mehr möglich sind. Ich denke da etwa an „home-office“ oder Telefonkontakte.

Viele Gemeinden verstehen sich als Zusammenhalt der verschiedenen Generationen. Aber sind die Angebote auch behindertengerecht? Berücksichtigen sie den kleineren Spannungsbogen älterer Menschen?

Kirchweih könnte ein Anlass sein, diese (und andere) Fragen kritisch zu bedenken. Daraus ergibt sich sicher ein kleines Programm für das Jahr bis zum nächsten Kirchweihfest.

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