Zur aktuellen Rentenfrage und der Altersarmut

Es ist ja schön, dass die Politik jetzt – endlich, möchte man sagen – die finanzielle Situation der Rentner in den Blick bekommt. Wenn man den Durchschnitt anschaut, scheint die gar nicht so schlecht zu sein. Aber im Detail geht die Schere dann doch recht weit auseinander und wir können davon sprechen, dass etliche Rentner (auch zukünftige!) von Altersarmut bedroht sind. Wobei es auch in diesem Punkt große Differenzen gibt, je nach dem, wo man den Bezugspunkt nimmt. Die Bayerische Staatsregierung minimiert das Risiko der Altersarmut, indem sie auf die relativ geringe Zahl derer verweist, die Grundsicherung beantragen. Allerdings übersieht sie dabei, dass es für Senioren – zumal für jene, die ihr Leben lang gearbeitet haben – eine hohe Hürde darstellt, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie wollen sich halt nicht als Bittsteller vorkommen und übersehen dabei, dass sie ein Anrecht darauf haben, finanziert eben auch durch ihre frühere Arbeitsleistung. Zur Frage der Altersarmut gab es übrigens am Sonntag eine interessante Sendung bei Anne Will mit viel eigner Betroffenheit einerseits und nüchternen Fakten und Aspekten andererseits.

Ich denke, wir brauche insgesamt ene sehr viel größere Flexibilisierung, sowohl der Arbeitsbedingungen als auch des Eintrittsalters. Wenn die Arbeitsbedingungen veränderbar wären, könnten sie u. U. sehr viel besser an die Möglichkeiten und Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden und so ein längeres Arbeiten ermöglichen. Andererseits zeigt unser heutiges Altern starke Veränderungern gegenüber dem Altern früherer Generationen. Wir sind heute in der Regel fitter, gesünder, geistig mobiler. Der Arbeitsmarkt braucht z. T. die Berufserfahrung der Älteren und auch deren Arbeitskraft. Die Rentenkassen könnten davon profitieren, dass auch Arbeitnehmer über 65 noch in die Rente einzahlen. Es gibt sicher noch sehr viel mehr Ideen von Menschen, die sehr viel mehr von der Sache verstehen als ich.

Prima finde ich jedenfalls, dass die Lebenssituationen der Senioren in all ihrer Unterschiedlichkeit in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt – und zwar hoffentlich nicht nur unter einem finanziellen Aspekt!

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Was tut man in einem Seniorenclub? – Seniorenclubs im Wandel

Die Frage: „Was tut man in einem Seniorenclub?“ fand ich neulich als Suchbegriff für meine Seite. Die Antwort darauf ist sehr vielfältig und hängt im Wesentlichen von den Seniorenclubleitern ab. „Standardprogramm“ ist immer das Kaffeetrinken und Ratschen. Die Begegnung in der Gemeinschaft steht überall im Vordergrund und befriedigt das elementare Bedürfnis der (älteren) Menschen nach Zugehörigkeit und Beheimatung.

Immer öfter jedoch suchen und brauchen Senioren nicht nur das Stück Kuchen und die Tasse Kaffee, sondern wollen auch geistige Anregungen. Hier ist die Bandbreite sehr groß. Sie reicht von kleinen Gesprächsimpulsen (etwa: mein Schulweg; mein erstes selbstverdientes Geld; womit habe ich als Kind gespielt?) über Vorträge von Experten (etwa zu Hilfsmitteln, zur Sicherheit im Straßenverkehr, zur Patientenverfügung) bis hin zum geistigen Fitnesstraining im Quiz oder aus dem Lebenswert-Kurs. Ich selber gehe immer wieder gerne in die Seniorenclubs mit einem religiösen Thema. Dabei halte ich keine Vorträge, sondern versuche, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, deren Wissen und Erinnerung abzurufen und auch was für die Sinne zu tun.

Ein wichtiges Angebot sind auch immer wieder die Ausflüge (Halb- oder Ganztagesausflüge). Dazu kommen die Senioren gerne, solange sie noch können. Gerade die, die in ihrer Mobilität ein wenig eingeschränkt sind, kommen so doch noch mal woanders hin. Manchmal ist schon die Fahrt in die nähere Umgebung eine Entdeckungsreise von Unbekanntem oder lange nicht mehr Gesehenem, u. U.auch der eigenen Lebensgeschichte.

Was immer wichtig ist: die Senioren aktiv in der Gestaltung zu beteiligen. Das geschieht manchmal, indem Senioren den Kuchen beisteuern oder die Deko übernehmen. Manchmal liest eine/r eine Geschichte vor, erzählt Witze oder macht Musik. Manchmal hat einer etwas aus der eigenen Lebens- oder Berufserfahrung zu erzählen. So etwas kann bei anderen Senioren eigene Erinnerungen anstoßen. Adelheid Widmann spricht dann von „Erinnerungsexplosion“. (Sie hält übrigens nächste Woche in Mühldorf eine Fortbildung für Seniorenclubleiter)

Also: Seniorenclubs sind vielfältig und bunt wie das Alter, es lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote auszuprobieren (auch von nichtkirchlichen Seniorenclubs) und so das Passende zu finden.

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„Ostern – und dann?“ Bericht vom Einkehrvormittag in Buchbach

Gestern haben wir einen Einkehrvormittag in Buchbach gehalten zum Thema: „Ostern – und dann?“ Wir haben untersucht, ob und wie die Erfahrung von Ostern die Freundinnen und Freunde Jesu verändert hat. Ausgangspunkt waren dabei die Gefühle und Befindlichkeiten der Jünger nach der Verhaftung Jesu. Wir haben herausgefunden, dass sämtliche Männer von der Bildfläche verschwinden (Ausnahme: Petrus bei der Verleugnung und nach dem Johannesevangelium: Johannes unter dem Kreuz), während die Frauen präsent sind: beim Kreuzweg, unter dem Kreuz und auch bei der Beerdigung. Die Frauen sind auch die ersten am Grab, sie erhalten als erste die Botschaft von der Auferstehung, eine Frau, nämlichMaria von Magdala – und nicht die Mutter Jesu! – , ist die erste, die den Auferstandenen sieht. Dann erst die Emmausjünger, danach die anderen Jünger.

Wir haben in unser eigenes Leben hineingeschaut und ähnliche Gefühle und Erfahrungen wie die Jünger entdeckt: Trauer, Verzweiflung, Brüche, Schuld, Angst, Feigheit … Wir haben auch Auferstehungserfahrungen gefunden: das gute, vertrauensvolle Wort, die Berührung unserer Verwundungen durch sehr nahestehende Menschen, das Klagen vor Gott und das Schweigen im „heiligen Raum“. Wir haben erkannt, das Jesus sich erkennen lässt in der Form, die der jeweilige Mensch erkennen kann als Präsenz Jesu: das liebevolle Aussprechen des Namens, das Brotbrechen, die Berührung… Im meditativen Tanz haben wir uns vor Gott gestellt und uns seiner Liebe geöffnet. Am Schluss stand die Aufforderung, jetzt schon – heute! – den Reichtum aus der Fülle Gottes zu genießen, die er uns bietet.

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Der Hausnotruf

In der heutigen Ausgabe des „Mühldorfer Anzeiger“ wird der Hausnotruf vorgestellt. Ein Hausnotruf ist vor allem dann wichtig, wenn jemand alleine lebt und etwa sturzgefährdet ist. Falls sich der Gestürzte dann nicht mehr selber helfen kann, kann er über das Drücken des Knopfes (der wie eine Uhr zu tragen ist) Hilfe herbeiholen. So bekommt er selber – und auch seine Angehörigen – ein großes Stück Sicherheit, weil er verhindern kann, lange hilflos zu bleiben. Ich selber habe dies von einigen alten Menschen schon berichtet bekommen und kann erahnen, wie groß die Verzweiflung werden kann, wenn man lange (und dazu reichen manchmal 10 Minuten) und mit Schmerzen am Boden liegt ohne Aussicht auf Hilfe.

Im Artikel des „Mühldorfer Anzeiger“ wird besonders betont, worauf zu achten ist, wenn man einen solchen Vertrag abschließt, etwa bei der Auswahl des Anbieters oder den Umfang des Vertrages sowie dessen Kosten.

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Tag der älteren Generation

Heute hat mich zum Tag der älteren Generation folgende Mail erreicht, die ich gerne weitergebe:

Franz Müntefering dankt älteren Menschen für ihr ehrenamtliches Engagement
Anlässlich des Tages der älteren Generation, der jeweils am ersten Mittwoch im April begangen wird, würdigt der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering das Engagement vieler Seniorinnen und Senioren, die sich um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen – ob Kinder, Jugendliche oder Gleichaltrige – kümmern: „In diesem Jahr möchte die BAGSO insbesondere den zahlreichen älteren und alten Menschen danken, die mithelfen, Flüchtlingen in Deutschland eine gute Aufnahme zu sichern. Die meisten, die gekommen sind und kommen, sind Menschen mittleren Alters, Jugendliche und Kinder. Zum Tag der älteren Generation weisen wir darauf hin, dass auch alte Menschen unter den Flüchtlingen sind, die aus ihren Traditionen gerissen wurden, und die den verbleibenden Teil ihres Lebens nun hier in Sicherheit und Geborgenheit erleben sollen. Wir rufen dazu auf, dass ihnen dies ermöglicht wird.“
Die BAGSO hat zahlreiche Projekte, in denen sich Seniorinnen und Senioren für Flüchtlinge einsetzen, in einer Broschüre dokumentiert, die kostenlos, auch in einer größeren Stückzahl, in der BAGSO-Geschäftsstelle angefordert werden kann.
Bestelladresse:
BAGSO e.V.
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Fax: 0228 / 24 99 93 20
E-Mail: bestellungen@bagso.de

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Altern in Würde – die Woche für das Leben

In dieser Woche findet die „Woche für das Leben“ statt – diesmal unter dem Motto: „Altern in Würde“.

Schon der Titel verrät, dass die Würde im Alter thematisiert werden muss, weil das nicht mehr so selbstverständlich ist. Woran machen wir auch die Würde fest? Am gesellschaftlichen Rang (wie die alten Griechen und Römer), an der Finanzkraft (wie im Mittelalter), am gesellschaftlichen Engagement (wie in der Neuzeit)? Unter all diesen Aspekten hätten die meisten Senioren wohl schlechte Karten. Zumindest, wenn sie pflegebedürftig sind und nicht mehr im gesellschaftlichen Leben auftauchen. Wenn wir die Würde des Menschen (auch der Alten und Hochbetagten) an ihrem Menschsein festmachen (wie es das Grundgesetz tut) oder an ihrer Gottesgeschöpflichkeit (wie es die Bibel proklamiert), heißt das, anzuerkennen, dass jeder Mensch eine Würde hat, die nicht von einer Leistung oder einem Vermögen abhängt. Gerade deshalb haben wir jeden Menschen „würdig“ und „würdigend“ zu behandeln.

Würde im Alter: Sie wird nicht in Frage gestellt durch das Sabbern oder die Inkontinenz oder eine Demenzerkrankung. Würde im Alter sieht nicht auf eine Lebensleistung, sondern eher auf das biografische So-geworden-Sein. Würde im Alter zeigt in jedem Menschen die Gottesebenbildlichkeit (wie es vor Jahren mal eine Fotoausstellung initiiert hat). Die Würdigung der alten Menschen sucht diese Gottesebenbildlichkeit (und dabei ist die Pflegebedürftigkeit bestimmt die größte Herausforderung). Würdigung des Alters drückt sich aus in der Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe (wozu selbst die Hochbetagten bereit sind), auch in der finanziellen Lebensermöglichung, auch in der Gesundheitsvorsorge. Die gesellschaftliche und auch persönliche Würdigung der alten Menschen geschieht in einer Haltung, die auch dem Hochbetagten, im Extrem dem Sterbenden, die Würde zuspricht, die in Gott seinen Urgrund hat.

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Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät – eine Fortbildung für Seniorenclubleiter

Das Erzbischöfliche Ordinariat München bietet über den Fachbereich Seniorenseelsorge eine Fortbildung für die Leiterinnen und Leiter von Seniorenclubs an. Diese beschäftigt sich unter dem Titel: Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät“ mit Menschen, die in der Seniorenarbeit auftauchen und an Demenz erkrankt sind. Ich selber habe das einmal erlebt, dass in einem Seniorenclub eine Frau mit leichter Demenz immer wieder mit derselben Frage auffällig war und damit auch eingebunden werden musste in mein Programm. Genauso wird es auch den Seniorenclubleitern gehen, wenn ein langjähriges Mitglied allmählich immer deutlichere Züge einer Demenzerkrankung zeigt. Hier gilt es, Wege zu finden, dem Demenzerkrankten ein Gefühl von Dazugehören zu vermitteln und gleichzeitig für die anderen die „Störungen“ erträglich zu halten. Fatal wäre es, die Erkrankten auszuschließen. Das verschlimmert zum einen die Krankheit, zum anderen gibt es auch ein Signal an die anderen, was mit ihnen passieren könnte, wenn sie vielleicht an Demenz erkranken. Die Fortbildung mit Adelheid Widmann und Maria Kotulek bietet hier Hilfestellungen und Anregungen an. Auch wenn es in  Ihrem Seniorenclub (noch) keine an Demenz erkrankten Personen gibt, kann Ihnen diese Fortbildung wertvolle Informationen und Methoden zur Verfügung stellen.

Der Termin für diese Fortbildung ist am Mittwoch, den 20. April 2016 von 14.00 – 17.00 Uhr in Mühldorf, St. Peter und Paul, Kaiser-Ludwig-Str. 15. Eine Anmeldung wird bis 13. April erbeten an den Fachbereich Seniorenseelsorge, Tel: 089/ 24268714 oder seniorenpastoral@eomuc.de bzw. auch über mich.

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Ostern – und dann?

Das Osterfest ist das Zentralfest der Christen, denn es markiert etwas, das einmalig ist in dieser Welt: den Glauben an die Auferstehung zu einem neuen und anderen Leben bei Gott. Nicht eine ständige Wiedergeburt in unsere menschlichen Verhältnisse, nicht ein Absinken in eine trostlose Unterwelt, nicht eine Vergänglichkeit unserer körperlichen Materie mit allem, was uns als Person ausgemacht hat; sondern ein Leben, in welchem all das bei Gott unverlierbar bleibt und seine dauerhafte Bedeutung behält.

Allerdings haben auch die Christen der ersten Stunde – und da mehr die Männer als die Frauen – etwas gebraucht, um die Auferstehung Jesu zu realisieren. Immer wieder berichten die Evangelien vom ungläubigen Staunen, ja sogar von massiven Abwertungen (der Männer gegenüber den Frauen) bis hin zum deutlichen Widerspruch, wenn es darum ging, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und lebt. Erst allmählich ist diese Erkenntnis ins Bewusstsein der Jünger eingedrungen. Aber hat diese Erkenntnis die Menschen auch innerlich erfasst? Hat sich ihr Leben dadurch geändert – und wenn ja: wie?

Wir Christen bekennen seit 2000 Jahren die Auferstehung von den Toten. Wie prägt dieser Glaube unser Leben? Führt er zu mehr Zuversicht im Angesicht des Sterbens und des Todes? Lässt er uns die Sterbenden mit mehr Hoffnung als mit Ängsten in ihrem letzten Lebensprozess begleiten? Führt er zu mehr Freude, wenn wir unsere Verstorbenen bei Gott wissen? Lässt er uns unser jetziges Leben gnädiger annehmen im Bewusstsein, dass alles Bruchstückhafte und Zerbrochene bei Gott vollendet wird?

Ostern ist ein Fest der Zusage Gottes an uns Lebende. Ostern findet unabhängig von irgendwelchen Leistungen statt, es ist ein Geschenk – es ist das Geschenk – Gottes an uns Menschen: Zeichen seiner unverlierbaren und unzerstörbaren Liebe zu uns Menschen, dass wir nach dem Tod in seiner beständigen Gegenwart und Präsenz leben werden.

 

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Rentenerhöhung und Altersarmut

Die Renten werden in diesem Jahr so stark ansteigen wie schon lange nicht mehr – und auch wie danach lange nicht mehr. Die Steigerung war die gute Nachricht des gestrigen Tages. Die schlechte kam dann in der Fernsehsendung „hart – aber fair“ zur Sprache: Durch die Niedrigzinspolitik verlieren immer mehr Kleinsparer an Geld, verlieren auch immer mehr Menschen das, was sie etwa bei Versicherungen für die spätere Rente angelegt haben. So lässt sich, ohne dass man ein Prophet sein müsste, schon jetzt vorhersagen, dass wir in einigen Jahren ein massives Problem mit der Altersarmut haben werden. Das betrifft nicht nur (wie schon bisher und auch seit Jahren bekannt) die Alleinerziehenden oder Menschen mit gebrochener Erwerbsbiografie (d.h. mit Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Hartz IV), sondern eben auch Menschen, die in die Altersvorsorge investiert haben, nun aber keinen Ertrag davon haben werden. Die jungen Arbeitnehmer werden das kaum schultern können, dafür werden sie a) zu wenige sein und b) der Beitragssatz zu hoch werden. Was mich dabei insgesamt sehr beunruhigt, ist, dass ich bis jetzt kein Konzept erkennen kann, wie die Fachleute diese absehbaren Schwierigkeiten angehen werden (ich selber hab natürlich auch keines). Aber ich kann mir vorstellen, was das für unseren sozialen Zusammenhalt bedeuten wird, wenn eine zahlenmäßig große Generation finanziell und damit auch in der gesellschaftlichen Teilhabe abgehängt wird.

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Angebote für pflegende Angehörige sind zu wenig bekannt

Die AOK hat einen „Pflegereport 2016“ veröffentlicht. Dieser beschäftigt sich mit der Situation der Pflegebedürftigen sowie der professionellen und der familiären Pflege – etwa mit den Rahmenbedingungen, der Finanzierung und auch den demografischen Entwicklungen.

Eines der Ergebnisse ist, dass viele pflegende Angehörige die Entlastungsangebote kennen: beispielsweise die Tages- oder Verhinderungspflege oder den Anspruch auf Pflegeurlaub mit Lohnersatzleistungen oder das Pflegedarlehen (wie sie etwa das Pflegestärkungsgesetz {siehe einen früheren Beitrag bei mir vom 14. Januar 2015} formuliert hat). Andererseits nutzen viele Pflegende die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht. Einer der Gründe (neben der fehlenden Information) ist, dass die Pflegebedürftigen viel Widerstand zeigen, wenn es um die Pflege durch fremde Personen geht. Ich selber habe dies in der vergangenen Woche ein paar mal erzählt bekommen. So weiß ich auch um die Belastungen der pflegenden Angehörigen – und kann mir vorstellen, was passiert, wenn diese keine Entlastung in Anspruch nehmen. Über kurz oder lang wird dann der Pflegende (oder besser: DIE Pflegende, da das in der Mehrheit Frauen sind) selber zum Pflegefall. Und damit ist dann niemandem geholfen!

Ich möchte also dringend dazu ermutigen, eine Pflegeberatung aufzusuchen, wie sie etwa die Krankenkassen oder die Caritas anbieten. Darin werden Informationen vermittelt, die dann passgenau auf die jeweilige Situation zugeschnitten sind.

Außerdem will ich auf meine Seite mit dem „Hilfenetzwerk“ hinweisen. Dort sind alle möglichen Unterstützer im Landkreis Mühldorf für die Pflege daheim aufgelistet, soweit ich sie selber genannt bekommen habe.

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