Woche für das Leben: Alter in Würde

In der Woche für das Leben, die in diesem Jahr das Thema „Alter in Würde“ in den Mittelpunkt stellt, wird vom 10. – 20. April eine besondere Aktion durchgeführt, zu der ich Sie gerne einlade.

Das Diözesanforum Seniorenarbeit der Erzdiözese in Kooperation mit der Jesuitenkirche St. Michael München zeigen in St. Michael, mitten in München die Ausstellung „Glück kennt kein Alter“. Zwei feierliche Gottesdienste markieren Anfang und Ende der Aktion. Die Ausstellung, eine Postkartenaktion, Gesprächsangebote für Einzelne und Gruppen und ein oscarprämierter Kurzfilm animieren Alter neu zu entdecken und sich von den fünf Portraits älterer Menschen und ihrem Leben berühren zu lassen.

Erleben
• Verweilen, Staunen, Wiederentdecken: „Glück kennt kein Alter“– Ausstellung
• Mitmachen: Postkartenaktion
• Reden: Angebot „Offenes Ohr“– mit einem Seelsorger, einer Seelsorgerin
• Ins Gespräch kommen: zum Thema „Alter in Würde“– am Di, 12. und Fr, 15. April 2016, jeweils von 13.00 bis 14.00 Uhr
• Schauen: „Das Haus aus kleinen Klötzchen“ – oscarprämierter Kurzfilm
Gottesdienste
• Sonntag, 10. April 2016 – 11.00 Uhr: Eröffnungsgottesdienst
• Mittwoch, 13. April 2016 – 18.00 Uhr: Abendmesse mit Abrahamssegen
• Samstag, 16. April 2016 – 18.00 Uhr: Vorabendmesse mit Glaubenszeugnissen;
musikalischer Schlusspunkt
• Mittwoch, 20. April 2016 – 18.00 Uhr: Krankengottesdienst mit Einzelsegnung
Veranstalter: Diözesanforum Seniorenarbeit, Seniorenpastoral und Seniorenbildung, Erzbischöfliches Ordinariat München

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Gedanken zur Karwoche und zu Ostern

In der Karwoche feiern wir so dicht wie nie das Leben in seiner ganzen Bandbreite. Hochgejubelt und idealisiert noch am Palmsonntag, wohl auch mit unrealistischen Erwartungen überhäuft, wird Jesus ein paar Tage später von allen Menschen verraten und verworfen. Sein Tod am Kreuz macht unübersehbar, dass Jesus auf der Seite der Verlierer zu finden ist und nicht bei den Siegern. Der Leidempfindliche wird nun selber zum Leidenden, seine Sensibilität für die Menschen mit eingeschränkter Lebensqualität führt ihn selber in diese Erfahrung – körperlich ins Sterben, sozial in die Isolation und geistlich in die Gottverlassenheit. Darüber sollten wir nicht schnell hinweggehen mit dem Verweis auf Ostern, sondern dem Schmerz, der Trauer und der Gottverlassenheit Raum geben. Dann hat auch eigener Schmerz, eigene Trauer und eigene Gottverlassenheit ihren Platz.

Aber es kommt ja Ostern, unser Hoffnungsfest, Dreh- und Angelpunkt unseres Glaubens. Leben ist mit dem Tod eben nicht zu Ende, es geht weiter, fängt neu an. Nicht irgendwie als „weiter so wie bisher“ (auch mit allen Beschwernissen und Belastungen), sondern unsagbar anders: unendlich, schön, gesund, erfüllt, zufrieden, gesättigt.
Gott führt uns aus dem Dunkel ins Licht, er erleuchtet die Finsternis aller Trauer, er zeigt Perspektiven auf, wo vorher Ausweglosigkeit schien. Gott wird uns das geben, was uns im Leben gefehlt hat. Das ist eine tröstende Vorstellung für unsere Verstorbenen und auch für uns selber. So können wir getrost leben in der Auferstehungshoffnung, die uns Jesus an Ostern eröffnet hat und die wir in den Gottesdiensten sinnenhaft feiern.

 

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Gedanken zum 5. Fastensonntag

Auf meinem Schreibtisch liegt das Bild einer Distel. Auf der einen Seite hat sie eine Schneehaube, die sich in die Stacheln dieser Distel eingeklammert hat.

Auf der Rückseite des Bildes steht ein Gedicht von Immanuel Jakobs, das ich als Anregung für die kommende Fastenwoche geben will. Es beschreibt, wie schwer manchmal sogar das Beten sein kann, weil das Leben  dornig und eisig geworden ist. Dennoch – oder gerade deshalb – möchte ich zur Gottesbeziehung ermutigen, und zwar zur Hartnäckigkeit. Die hat übrigens auch Jesus als eine wesentliche Haltung gepredigt, etwa in der Geschichte von der Witwe, die dem Richter gehörig auf den Wecker geht, damit er ihr endlich zu ihrem Recht verhilft.

Hier nun der Text:

Hartnäckig

Beten
oft schwer,
mühsam.

Den eisigen Wind im Rücken,
den Geist der Verzweiflung.

Festhalten
an den Stacheln.

Festklammern
an den Disteln.

Nicht loslassen,
nicht abfallen.

Angeklettet,
wie festgeklebt.

Hartnäckig

Wie stumm,
wie antwortlos
auch Gott,

beten,
hoffen,
glauben.

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Die Hinwendung zu Gott

Heute haben wir uns bei einem Einkehrvormittag in Niederbergkirchen mit verschiedenen Gottesbildern befasst. Vieles haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber beigetragen – etwa dass Gott der Schöpfer ist, dass er allmächtig, allweise, allgütig, verzeihend, geduldig ist. Auch neue Sprachschöpfungen waren darunter: Gott ist ein Landschaftgärtner oder ein Sprachgenie. Ungewöhnlich das Bild, dass Gott „zerschlagen“ sei.

Danach haben wir uns biblische Bilder angeschaut: den Papa, die tröstende Mama. Gott ist uns als Fremder begegnet (etwa bei der Frage: „Wo bist Du, Gott?“) und wir haben entdeckt: Gott ist am Kreuz, Gott ist dort, wo Menschen leiden müssen (so hat es ein Teilnehmer ausgedrückt). Gott hat sich uns dann als „Eifersüchtiger“ vorgestellt (Ex 34,14) und darin als Besitzergreifender, aber auch Liebender. Schließlich haben wir Gott als einen leidenden und trauernden Gott gesehen mit dem toten Jesus im Arm. Da ahnten wir dann, dass Gott auch mit uns mit-leidet, dass er auch um uns trauern könnte.

Zum Abschluss haben wir uns das „Gastmahl der Sünder“ von Sieger Köder angesehen. Gott lädt uns alle ein zu seinem „himmlischen Gastmahl“ ohne Ansehen der Person, des Geschlechts, der Nationalität oder Religion, ohne Ansehen der Leistung oder eines Verdienstes. Das feiern wir am Gründonnerstag besonders und in jedem Gottesdienst. So bekamen wir durch diesen Vormittag eine tröstliche und befreiende Perspektive vermittelt.

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Bayern barrierefrei

Unter dem Titel „Barrieren (im Kopf) überwinden“ lädt das Landesforum Katholische Seniorenarbeit Bayern zu einem Studientag nach Nürnberg ein. Dabei geht es nicht nur um die bauliche Barrierefreiheit etwa durch abgesenkte Gehwegskanten oder durch Aufzüge, vielmehr wird der Blick geweitet auf gedankliche und sprachliche Barrieren, die wir meist sehr unbewusst errichten. Auch schwer hörende Menschen stoßen immer wieder auf Barrieren, die etwa durch Induktionsschleifen in den Kirchen beseitigt werden könnten. Gerade die Kirche wird mit ihrem Beitrag und mit ihren noch ungenutzten Möglichkeiten Thema dieser Tagung sein. Es gibt eine ganze Reihe hochrangiger Referenten, die in Vortrag und in Workshops das Thema von unterschiedlicher Seite beleuchten.

Der Studientag findet am Montag, den 9. Mai 2016 von 10.00 – 16.00 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstr. 64 in 90402 Nürnberg statt. Die Teilnahme kostet 25,00 € für Verpflegung, Tagunsgetränke etc. Anmeldung bis 15. April 2016 beim Landeskomitee der Katholiken in Bayern, Schäfflerstr. 9 in 80333 München, Tel: 089/ 2137-2800 oder info@landeskomitee.de

 

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Der Pflege-Check – eine Sendung des ZDF

Ich möchte auf eine Fernsehsendung hinweisen, die das ZDF morgen abend um 20.15 Uhr ausstrahlt: Der Pflege-Check.

Das ZDF schreibt dazu auf seiner homepage:

Der Pflege-Check

Wie leben wir im Alter?

Die Deutschen werden immer älter, und damit steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Doch wer soll die Pflege übernehmen? Und wie findet man eine bezahlbare und gute Lösung? In Würde alt werden – klappt das im Familienkreis wirklich besser als im Heim? Ist der Lebensabend in Thailand eine Alternative? „ZDFzeit“ zeigt, dass bezahlbare Pflege auch in Deutschland nicht zu Lasten der Lebensqualität gehen muss.

Ich kenne die Sendung selber nicht, verspreche mir aber davon eine umfassendere Information über die verschiedenen Möglichkeiten der Pflege. Erst wenn die Betroffenen alle Möglichkeiten kennen, können sie überlegen, welche für ihre je eigene und spezielle Situation die geeignete ist. Nicht immer wird das die Pflege daheim sein können, manchmal ist ein Seniorenheim geschickter – und dazwischen gibt es ja auch noch eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote zur Hilfe. Ich erhoffe mir von dieser Sendung auch einen Impuls an die Angehörigen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, weil sie aus dem Zwang befreit werden, sich lediglich zwischen einer Pflege allein durch die Angehörigen und einem (oft, aber meist zu Unrecht) verpönten Heimaufenthalt entscheiden zu müssen.

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Leben erinnern – Biografisches Schreiben

Unter dem Titel „Leben erinnern – Biografisches Schreiben“ bietet die Biografietrainerin Inge Finauer im Rahmen des Katholischen Kreisbildungswerkes Mühldorf einen Kurs an, bei dem die Teilnehmer sich an große oder kleine Begebenheiten ihres Lebens erinnern. Zugleich bekommen sie ein Handwerkszeug zum Schreiben ihrer Lebensgeschichten. Im Schreiben wird die Erinnerung festgehalten und kann helfen, das eigene Werden besser zu verstehen. Durch den Austausch in der Gruppe kommen dann noch einmal mehr Erinnerungen aus dem Gedächtnis hoch. Diese „Erinnerungsexplosion“ führt im Allgemeinen zu großer gemeinsamer Verbundenheit und Heiterkeit in der Gruppe.

Der Kurs findet statt am Samstag, den 12. März 2016 von 10.00 – 12.00 Uhr im Pfarrheim in St. Nikolaus, Mühldorf. Er kostet 33,00 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter der Nummer des KBW: 08631/ 3767-0

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Gedanken zum 4. Fastensonntag

Bei den diesjährigen „Exerzitien im Alltag“, einem Weg der Gottsuche, gab es einen Satz, den ich Ihnen gerne für die kommende Woche mitgeben möchte:

Lass mich Deine Zuneigung spüren!“

Diesen Satz sehe ich zum einen als eine Bitte oder stärker: Aufforderung an Gott, spürbar zu werden; denn wir brauchen die körperliche Erfahrung von Nähe und Anwesenheit – mehr noch: Zuwendung.

Zum anderen jedoch verstehe ich diesen Satz als Aufforderung an mich, feinfühliger zu werden für die Zuneigung Gottes – etwa in der Begegnung mit anderen Menschen. Da vermittelt sich die Zuneigung ja manchmal körperlich, manchmal aber auch verbal oder in Blicken, Gesten, Handlungen. Darin aber auch Gottes Zuneigung zu spüren, dafür muss ich/ man vielleicht sensibilisiert werden.

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Die Kraft der Klage

Wir Christen sind es im Gottesdienst sowie im persönlichen Gebet gewohnt, Gott zu bitten, wenn etwas Schwieriges vor uns liegt, wenn wir an andere Menschen denken, wenn wir an die Nöte dieser Welt denken. Wir danken für alles Gute, das er uns getan hat, für das gutes Gelingen einer schwierigen Aufgabe, für die Bewältigung einer Krise oder das Überstehen einer Krankheit. Wir loben und preisen ihn für alles Leben, das er uns zur Verfügung stellt, für eine gute Ernte, für die Kinder, für den Sonnenaufgang oder die Schönheit der Natur.

Daneben gibt es jedoch noch eine vierte Gebetsart, die aber häufig im Hintergrund verschwindet: das Klagen. Die Klage hat ihren Platz bei den unheilen Lebenssituationen, beim Tod, bei einer schweren Krankheit, bei Schmerzen, im Leiden. Die Klage richtet ihren Blick noch nicht auf eine Lösung, die Klage ist gänzlich der leidvollen Erfahrung verhaftet. Die Klage als Gebet richtet sich an Gott als Adressaten und erwartet (zunächst) noch keine Erlösung, sondern nur ein Anhören. Die Klage als Gebet ist in der Bibel gut bezeugt und wurde auch in der Kirchengeschichte immer wieder praktiziert. Leider hat sie ihren Platz zumindest im öffentlichen Gebet verloren.

In einem besinnlichen Vormittag machen wir uns auf die Suche nach dieser Gebetsform. Wir lernen die Klage von biblischen und auch heutigen Menschen kennen.Wir suchen nach einem Ausdruck, der zu unserem je eigenen Leben passt.  Dieser Vormittag findet morgen, Dienstag, den 1. März 2016 von 9-11 Uhr im Kloster Zangberg statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Gedanken zum 3. Fastensonntag 2016

In der 1. Lesung des 3. Fastensonntags wird uns von der ersten Gottesbegegnung des Moses erzählt. Neugierig und interessiert wie er ist, fragt Moses Gott nach seinem Namen. So erfährt er, dass Gott der „Ich bin da“ ist. Dieses „ich bin da“ gilt nicht nur für die schönen Seiten des Lebens, es ist auch für die schwierigen Lebensphasen und die traumatisierenden Erfahrungen zugesagt. Da allerdings spüren wir dieses „ich bin da“ nicht sehr deutlich (wenn überhaupt). Mir ist da ein Lied sehr hilfreich geworden, das von Jürgen Henkys stammt und von Trond Kverno vertont wurde. Es wurde in das neue Gotteslob unter der Nummer 417 aufgenommen. Hier der Text:

Stimme, die Stein zerbricht, kommt mir im Finstern nah,           jemand, der leise spricht: Hab keine Angst, ich bin da.

Sprach schon vor Nacht und Tag, vor meinem Nein und Ja, Stimme, die alles trägt: Hab keine Angst, ich bin da.

Bringt mir, wo ich auch sei, Botschaft des Neubeginns,               nimmt mir die Furcht, macht frei, Stimme, die dein ist: Ich bin´s!

Wird es dann wieder leer, teilen die Leere wir.                                     Seh dich nicht, hör nichts mehr – und bin nicht bang: Du bist hier.

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