Ein Motto zur Fastenzeit 2015

In diesem Jahr feiern wir den 500. Geburtstag der Hl. Teresa von Avila. Sie hatte sich – ähnlich wie fast gleichzeitig in Deutschland Martin Luther – auf die Suche gemacht nach einem Gott, dem sie sich anvertrauen konnte, weil er den Menschen nahe ist. Diese Suche hat sie ihr ganzes Leben lang beschäftigt und sie hat ihre Gedanken auch anderen Menschen zur Verfügung gestellt in ihren Büchern und in ihren Klöstern. So wurde sie zur Kirchenlehrerin – als bisher einzige Frau. Dieser Titel zeugt von der großen Bedeutung, die diese spanische Mystikerin für die Kirche hat. Neben ihren Visionen war sie jedoch auch eine sehr handfeste, praktisch veranlagte und auch konfliktfreudige Frau, die Gott durchaus auch bei den Kochtöpfen gefunden hat.

Eines ihrer Worte möchte ich Ihnen als Motto mit in diese Fastenzeit geben.  Vielleicht kennen Sie ja Menschen, auf die es zutrifft – vielleicht sind Sie ja selber davon betroffen. Dieses Gebet der Teresa lautet:

Mein Gott, habe Erbarmen mit jenen, die kein Erbarmen mit sich selbst haben.

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„Versorgung im Alter“

Im heutigen „Mühldorfer Anzeiger“ (wohl auch im „Münchener Merkur“) ist auf Seite 3 ein Artikel mit der Überschrift „Bitte, Papa“ zu finden. Darin beschreibt Marlene Halser, wie sie langsam den Abbau ihres Vaters erlebt hat und wie sehr sie diese Erkenntnis erschüttert hat. Sehr anschaulich wird ihre Hilflosigkeit, ihre Ratlosigkeit und ihre Zweifel, ob und was sie tun kann oder sogar muss.

In diesem Artikel werden sich viele wiederfinden, die so etwas schon mitgemacht haben – auch ich selber. Mir wird wieder deutlich, wie sehr die Angehörigen Hilfe brauchen. Zum einen natürlich durch Information über die Art der Erkrankung und über Hilfemöglichkeiten (siehe bei mir die Seite „Hilfenetzwerk“). Darüber hinaus hilft sicher auch das Nachdenken über die eigene Rolle als Tochter oder Sohn sowie der Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen in der Nachbarschaft, dem Dorf, der Stadt. Hier bieten sich die Selbsthilfegruppen an, wie es sie etwa in Mühldorf und Waldkraiburg gibt.

Vielleicht wächst durch diesen Artikel von Frau Halser auch  bei denen, die von einer Pflege (noch) nicht betroffen sind, das Bewusstsein für die Not und die Hilfebedürftigkeit der Pflegenden. Manchmal sind es ja nur wenige Handgriffe. die weiterhelfen, manchmal braucht es auch mehr. Ich wünsche mir, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich ehrenamtlich oder nachbarschaftlich dafür engagieren. Diese Menschen zu finden und zu fördern, wird eines der wichtigen Anliegen sein, für die wir die Seniorenbeauftragten ermächtigen wollen.

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Exerzitien im Alltag 2015

Ich lade die Menschen ab der Lebensmitte wieder zu Exerzitien im Alltag ein. Die fünf verbindlichen Gruppentreffen finden immer freitags von 9-11 Uhr im Kloster Zangberg statt, beginnend am 27. Februar 2015. Außerdem müssen die Teilnehmer noch täglich eine halbe Stunde am Morgen und eine Viertelstunde am Abend aufwenden. Ziel dieser Exerzitien ist es, unter der Führung der Hl. Teresa von Avila die Nähe Gottes zu suchen und vielleicht auch die ein oder andere Spur in unserem Alltag zu entdecken. Die „Gottsucher“ bekommen dazu Material und Anregungen für das Gebet, die Meditation, für Körperübungen und Kreativität.

Der Unkostenbeitrag für die gesamten Exerzitien beträgt 5 €, allerdings soll es nicht am Geld scheitern. Ich bitte um eine baldige Anmeldung unter der Telefonnummer 0170 220 78 05 oder per E-Mail.

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Vortrag zu Rauchmeldern

Am Mittwoch, den 25. Februar 2015 findet in Neumarkt-St. Veit ein Vortrag über Rauchmelder statt. Kreisbrandrat Harald Lechertshuber informiert dabei Senioren und andere interessierte Bürger darüber, wie Rauchmelder Leben retten können. Dieser Vortrag mit praktischen Anregungen beginnt um 14.30 Uhr im Pfarrsaal in Neumarkt-St. Veit in der Badstraße. Wer einen Fahrdienst benötigt, kann sich an den Seniorenbeauftragten Franz Göhl unter der Telefonnummer 08639/ 6250 wenden.

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Informationen zu Unterhaltszahlungen

Das Haus der Begegnung in Mühldorf lädt zu einem Informationsabend ein. Dabei stellt Elisabeth Wunder, Fachanwältin für Familienrecht, dar, unter welchen Umständen Kinder für den Unterhalt ihrer pflegebedürftigen Eltern aufkommen müssen. Der Kurs ist auf 30 Teilnehmer beschränkt, daher ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 08631/ 4099 nötig.

Der Informationsabend findet statt am Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 20.00 Uhr im Haus der Begegnung.

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Umfrage des Vatikan zur Familiensynode

Auf der Homepage des Erzbistums München-Freising gibt es die Umfrage des Vatikan zur Vorbereitung der Familiensynode. Diese Umfrage kann man am PC ausfüllen und versenden. Sie ist zu finden unter der Seite des Erzbistums – dann zur Spalte: „Glaube und kirchliches Leben“ – dann zu „Projekte“ und schließlich zur „Umfrage des Vatikan“. Das ist ein wenig umständlich. Hier der Link dazu: http://www.erzbistum-muenchen.de/Page032058.aspx.

Der Fragebogen selbst stellt auch ziemliche Anforderungen an die Leser. Er ist sprachlich anspruchsvoll, setzt schon ein gewisses Maß an Wissen über kirchliche Positionen voraus sowie Kenntnis über die Aktivitäten der Kirche. Ein kleines Trostpflaster: gegen Ende des Fragebogens werden die Fragen einfacher und verständlicher – und man kann auch einzelne Fragen überspringen und gleich zu späteren Frageblöcken wechseln. Trotz aller Schwierigkeiten möchte ich doch dazu einladen, diesen Fragebogen auszufüllen. Dann haben die Bischöfe nämlich die konkreten Einschätzungen der Gläubigen in der Hand, selbst wenn die Antworten noch so unbeholfen sein mögen. Aber auch das wäre ja ein Zeichen.

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Seniorenakademie Bayern

Seit dem 1. August 2014 gibt es in Bayern die „Seniorenakademie Bayern“. Sie wurde von der Bayerischen Staatsregierung gegründet, um älteren Menschen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zu bieten. Außerdem schafft sie „Raum für Kreativität und für Neues und ist Quelle für soziale Innovationen“, wie es in einem Schreiben der Seniorenakademie heißt.

2015 werden sieben eintägige Grundlagenseminare zum Aufbau von Seniorenvertretungen angeboten (in jedem Regierungsbezirk wohl einer).

Außerdem gibt es das auch bei uns im Landkreis schon erprobte efi-Seniorentrainer-Programm, allerdings in einer gestrafften Form.

Schließlich gibt es zweimal eine zweistufige Fortbildung zum Wohnraumberater.

Wer sich auch für andere Angebote interessiert, findet sie im Internet unter: www.seniorenakademie.bayern.

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Fachtag für niederschwelliges Beratungsangebot für pflegende Angehörigein Bayern

Mich hat eine Einladung zu einem Fachtag erreicht, der sich mit dem „niederschwelligen Beratungsangebot für pflegende Angehörige“ beschäftigt. Veranstalter ist die Freie Wohlfahrtspflege – Landesarbeitsgemeinschaft Bayern. Der Fachtag findet zweimal statt: einmal am 2. März in Nürnberg und dann noch einmal zwei Tage später am 4. März in München (hier im Kardinal-Wendel-Haus in der Mandlstr. 23). Beginn ist um 10.00 Uhr, das Ende etwa um 17.00 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung aber nötig.

Auf dem Programm stehen ein Vortrag zum Thema: „Demenz und Spiritualität“ sowie eine Podiumsdiskussion. Nach der Mittagspause gibt es Informationen u.a. zum neuen Pflegestärkungsgesetz sowie drei Arbeitskreise. Diese thematisieren 1) die Gewinnung Ehrenamtlicher;  2) Gespräche mit Ehrenamtlichen – Konflikte meistern; und 3) Übungsleiterpauschale und dann? Am Ende wird schließlich das Modellprojekt ina (interkulturelles Netz Altenhilfe) vorgestellt.

Ich denke, das ist ein sehr reichhaltiges und gut qualifiziertes Programm. Es richtet sich nicht nur an die Professionellen in der Seniorenarbeit, ebenso können (und sollen wohl auch) Ehrenamtliche dazukommen. Wer nähere Informationen wünscht, bekommt sie im Internet unter: http://www.niedrigschwellig-betreuung-bayern.de/fachtagung2015/

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Gebet eines älter werdenden Menschen

Ich bin auf ein Gebet  gestoßen, welches die Denk- und Lebensweise von älteren Menschen zum Thema hat. Manches kennen wir heute auch noch, obwohl dieses Gebet schon einige hundert Jahre alt sein soll. Einige schreiben es der Hl. Teresa von Avila (1515- 1582) zu, andere sagen, es käme aus dem England des 17. Jahrhundert.

Gebet eines älter werdenden Menschen

O Gott, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages
alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.
Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade,
sie nicht weiterzugeben – aber Du verstehst, o Gott,dass ich mir ein paar Freundinnen erhalten möchte.
Bewahre mich vor Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freuden anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
Ich möchte keine Heilige sein – mit ihnen lebt es sich so schwer – aber eine alte Griesgrämin ist das Krönungswerk des Teufels.
Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Gott, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

 

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Aktionswoche „Zu Hause daheim“

In der Zeit vom 1. bis 10. Mai 2015 findet wieder die Aktionswoche „Zu Hause daheim“ des Bayerischen Sozialministeriums statt. In dieser Zeit sollen möglichst viele Akteure in der Seniorenarbeit ihre Projekte öffentlich vorstellen, die es Menschen ermöglichen, lange daheim leben zu können. Dies kann zum einen anderen Akteuren neue Ideen vermitteln, zum anderen (und vielleicht auch wichtigeren) kann es für die konkreten Menschen und deren Angehörigen eine Ermutigung und Unterstützung bieten. Die Öffentlichkeit wird dadurch auch noch mehr sensibilisiert für diese zunehmende Problematik.

Alle Aktionen werden in einem bayernweiten Veranstaltungskalender aufgenommen. Mehr Informationen unter: www.zu-hause-daheim.bayern.de oder bei der Koordinationsstelle Wohnen im Alter, Tel.: 089 / 20 18 98 57, Mail: info@wohnen-alter-bayern.de. Fordern auch Sie ein Informationspaket zur Aktionswoche an!

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