Mit Gott im Park (eine Geschichte)

Neulich habe ich die Geschichte eines unbekannten Autors bekommen, die den Blick öffnen kann für das unerwartet Göttliche im Leben, das sich in ungewohnter Form ereignen kann:

Es war einmal ein kleiner Junge, der Gott besuchen wollte. In seinen Rucksack packte er ein paar Schokoriegel und Cola-Dosen für unterwegs. Dann ging er die Straße hinunter und kam in einen kleinen Park.

Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Parkbank saß und den Tauben zusah. Der Junge setzte sich neben sie und öffnete seinen Rucksack. Er wollte bloß eine Cola trinken, als er bemerkte, dass die Frau neben ihm hungrig aussah. Also bot er ihr einen Schokoriegel an. Die Frau nahm dankbar an und schenkte dem Jungen ein Lächeln. Dieses Lächeln war so überwältigend schön, dass der Junge es gerne noch einmal sehen wollte. Also bot er der Frau eine Cola an. Wieder nahm sie an und lächelte. Der Junge war glücklich.

So verbrachten sie den ganzen Nachmittag. Sie aßen, tranken, lächelten, sprachen aber kein Wort miteinander. Als die Dämmerung hereinbrach, spürte der Junge, dass er müde geworden war. Er umarmte die Frau zum Abschied und ging nach Hause.

„Was hat Dich heute so glücklich gemacht?“, fragte seine Mutter. „Du strahlst ja über das ganze Gesicht!“ „Ich habe mit Gott im Park Cola getrunken“, sagte der Junge. „Und weißt du was? Sie hat das schönste Lächeln, das ich je gesehen habe!“

Zur selben Zeit war auch die alte Frau nach Hause gekommen. Ihr Sohn bemerkte ihren glücklichen Gesichtsausdruck und fragte: „Was hast Du denn heute gemacht, dass Du so fröhlich bist?“ Sie sagte: „Ich habe im Park mit Gott Schokoriegel gegessen. Er ist viel jünger, als ich erwartet hätte.“

 

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Grandparents for future

Die bagso hat in einer Pressemitteilung darüber informiert und dazu aufgerufen, dass sich auch die ältere Generation für den Klimaschutz einsetzt. Die bagso schreibt dazu unter dem Titel: „Internationaler Tag der älteren Menschen“:

Immer mehr ältere Menschen beteiligen sich an Aktionen zur Verhinderung der Klimaerwärmung und setzen sich dafür ein, dass auch die nachfolgenden Generationen gute Lebensbedingungen haben werden. Sie nehmen an Demonstrationen der Fridays-for-future-Bewegung teil und gründen eigene Initiativen wie die „Grandparents for Future“. Andere beteiligen sich an Projekten wie Repair-Cafés oder geben mit ihrem ressourcensparenden Lebensstil ein Beispiel für Wege zu mehr Nachhaltigkeit. Die BAGSO unterstützt die neue soziale Bewegung und bestärkt die älteren Generationen in ihrem Engagement für eine lebenswerte Zukunft. „Die Welt steht an einem wichtigen Scheidepunkt“, sagt der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen. „Wir Menschen haben einen großen Einfluss darauf, was mit dem Planeten geschieht.“
Als Interessenvertretung der älteren Generationen setzt sich die BAGSO für die Umsetzung der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung ein, die 2015 von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet wurden. Neben dem Schutz der Ökosysteme sind nachhaltiger Konsum und die Bekämpfung von Hunger und Armut zentrale Bestandteile der globalen Nachhaltigkeitsziele, die in den nächsten elf Jahren erreicht werden sollen. Die BAGSO arbeitet international an einer Umsetzung der Agenda 2030 mit und setzt sich dafür ein, dass die Interessen und Bedürfnisse älterer Menschen dabei berücksichtigt werden.

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Leben im Alter – verschiedene Formen der Unterstützung

Die Caritas Mühldorf veranstaltet am Montag, den 7. Oktober 2019 um 16 Uhr einen Informationsnachmittag mit dem Thema: „Leben im Alter – verschiedene Formen der Unterstützung“, auf den ich gerne hinweise. Diese Veranstaltung findet in Mühldorf im Caritas-Heilig-Geist-Spital im Ökonomiestadel in der Spitalgasse 7 statt.

 

 

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Über das Erinnern und das Vergessen

Angeregt durch eine Fernsehsendung („scobel“ vom vergangenen Donnerstag) habe ich etwas Neues über die Prozesse im Gehirn erfahren:

Bei einem Erlebnis wird wohl das Erlebte im Gehirn erst einmal aufgesplittet und anschließend an verschiedenen Orten abgelegt und gespeichert. So ist es möglich, durch verschiedene Assoziationen (z. B. Gerüche oder Geräusche) unterschiedliche Verbindungen herzustellen. So können über einzelne Bestandteile der Erinnerung das ganze Erlebnis abgerufen werden. Umgekehrt können allerdings auch nur Teile des Erlebnisses erinnert werden, während andere verloren gehen.

Zum zweiten werden Erlebnisse wohl an genau den Stellen abgespeichert, die auch dafür verantwortlich sind, dass sich Menschen Vorstellungen machen von Vorgängen, Menschen, Abläufen etc. Dieser gemeinsame Speicherort bringt es mit sich, dass sich in die Erinnerungen auch Vorstellungen einschleichen, die mit dem eigentlichen Erlebnis nichts zu tun haben. Bei jedem erneuten Abspeichern und jeder erneuten Erinnerung findet dieser Prozess statt. So „verfälschen“ sich im Laufe der Zeit die Erinnerungen, ohne dass man das als solches erkennen kann. Man merkt das lediglich dann, wenn mehrere Personen über dasselbe Ereignis in unterschiedlicher Weise sprechen.

Zum dritten dienen die Erinnerungen dazu, dass wir ein Bild von uns selbst entwickeln – unsere Identität. Manche Erinnerungen passen aber nicht in das Bild, das wir gerne von uns haben. Sie werden verdrängt und vergessen.

So ist es nicht verwunderlich, wenn wir das ein oder andere vergessen oder „falsch“ erinnern. Das hat jedenfalls nichts mit Demenz zu tun.

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Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen bagso fordert in einer Pressemitteilung eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Sie schreibt:

Pflegende Angehörige absichern – Verbände fordern bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Berufstätig sein und Angehörige pflegen muss sich in Zukunft besser vereinbaren lassen: Teilzeitregelungen, Lohnersatzleistungen und Rückkehrgarantie wie beim Elterngeld müssen auch pflegende Familienmitglieder absichern. Diese und weitere Empfehlungen des Beirats der Bundesregierung für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf müssen nun schnell umgesetzt werden. Das fordern die im Beirat vertretenen Verbände BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, wir.pflegen, Sozialverband Deutschland (SoVD), Deutsche Alzheimer Gesellschaft und dbb beamtenbund und tarifunion.
Die Empfehlungen sehen vor, dass pflegende Angehörige – so wie Eltern – ein Anspruch auf Lohnersatzleistung zusteht, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder vorübergehend unterbrechen. Dieser Anspruch soll ab Pflegegrad 2 gelten und sich auf einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten erstrecken. Ebenso wie berufstätige Eltern benötigen pflegende Angehörige einen Anspruch auf zehn arbeitsfreie Tage pro Jahr, um sich kurzfristig notwendigen Pflegeaufgaben widmen zu können.

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Eine Aufgabe, die sich lohnt – ein Kurs für den ehrenamtlichen Besuchsdienst

Viele Menschen im Seniorenheim oder auch im Krankenhaus freuen sich über einen Besuch. So geht es auch Menschen, die zu Hause allein leben.

Andererseits gibt es Menschen, die nach einer erfüllenden, sinnstiftenden Aufgabe suchen und dafür ein wenig Zeit aufbringen wollen.

Beide wollen wir zusammenbringen. Wir – das sind der Klinikseelsorger Martin Kuhn und ich als Seniorenseelsorger. So bieten wir nun schon zum 11. Mal einen solchen Kurs an. Er besteht aus acht Einheiten zu je 2 1/2 Stunden (immer montags von 14:30 – 17:00 Uhr im Pfarrsaal von St. Peter und Paul in Mühldorf, beginnend am 30. September 2019). Wir beschäftigen uns dabei u. a. mit folgenden Themen:

Die Lebenssituaton im Alter und in der Krankheit, Demenzerkrankungen, wertschätzende Kommunikation, Glaube und Spiritualität sowie Sterben und Tod.

Wir arbeiten dabei sehr erfahrungsbezogen, vermitteln Grundlagenwissen, orientieren uns an den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen, ermutigen die Teilnehmer*innen dazu, sich auszuprobieren. Die Teilnahme am Kurs bedeutet noch nicht eine Verpflichtung zum Besuchsdienst, diese Entscheidung ist erst am Ende des Kurses nötig.

Für diesen – übrigens kostenlosen -Kurs ist eine Anmeldung nötig bei Martin Kuhn (Tel: 08631/ 613 4774) oder bei mir (Tel: 0170 220 78 05 oder per Mail an MTress@eomuc.de oder über die Kommentarfunktion unten).

Hier der Flyer (bitte draufklicken):  Flyer EA Kurs 2019

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Nächster Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Ich möchte schon mal auf den Termin des nächsten Informationsabends für die Seniorenbeauftragten im Landkreis Mühldorf hinweisen:

Montag, der 21. Oktober 2019 von 19.30 – 21.30 Uhr im Pfarrheim in Ampfing.

Es wird wieder viele interessante Informationen geben und auch die Möglichkeit zum Austausch. Eine persönliche Einladung kommt rechtzeitig.

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Besuch im Schulmuseum in Neumarkt-St. Veit

Gestern hat eine Gruppe der Verwitweten aus Neumarkt-St. Veit, die sich regelmäßig unter dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ im Stift St. Veit trifft, das Schulmuseum angeschaut. Frau Huber hatte uns dazu eingeladen und führte uns mit vielen Geschichten durch dieses sehenswerte Museum. Es besteht zum einen aus einer Dauerausstellung, zum anderen gibt es dort immer wieder wechselnde Aspekte des früheren Schullebens zu besichtigen – zur Zeit über die Schulspeisung, die es in den Schulen nach dem Krieg gab.

Frau Huber berichtete sehr anschaulich von der Not der ersten Nachkriegsjahre, als es weder Schulbücher noch ausreichend gutes Papier gab. Die Lehrer mussten ihre Unterrichtstafeln selber herstellen. Man sieht Bilder zur Biologie, Erdkunde, Astronomie und Technik – immer mit viel Liebe zum Detail und zur grafischen Gestaltung. Die Kinder haben natürlich zunächst auf der Schiefertafel mit Griffeln das Schreiben gelernt – und zwar sowohl die lateinische Schrift wie auch die deutsche (die – wie Frau Huber betonte – nicht zu verwechseln ist mit der Sütterlinschrift). So werden in einer Vitrine das Schreibarbeitszeug gezeigt: Griffel, Spitzer, Schiefertafel, erste Kolbenfüller, Tintenfass, „Federmapperl“ und so weiter.

Eine andere Vitrine zeigt, dass die Kinder auch Handarbeiten lernen mussten, das Nähen etwa. Oder wie Kinder damals („in der schlechten Zeit“) in Holzschuhen oder mit Gummiüberziehern sowie immer wieder verlängerten Strümpfen in die Schule gegangen sind. Spätestens hier kamen bei etlichen Teilnehmerinnen eigene Kindheitserinnerungen hoch an mühselige Hausaufgaben.

Breiten Raum nimmt die Geschichte des Schulwesens in Bayern ein. Die Armen Schulschwestern waren die Pionierinnen in der Ausbildung sowohl der Lehrerinnen wie auch der Mädchen, besonders auf dem Land. Neu für mich war, dass es bis in meine eigene Schulzeit hinein vorgeschrieben war, dass Lehrer ein Instrument spielen und auch sportlich sein mussten.

Zum Abschluss der Führung präsentierte uns Frau Huber noch ein besonderes Unterrichtswerkzeug, mit dem ich noch als Schüler schon Bekanntschaft geschlossen hatte: der Tatzenstecken. Heute ist der Gott sei Dank passé, manchmal wenden sich die Zeiten auch zum Besseren! So war das gemeinsame Singen in der Schulbank unter dem Dirigat und der Begleitung von Heinz Feichtner ein fröhliches Ende einer Reise in die eigene Kindheit.

Das Schulmuseum im Schloss Adlstein, Johannesstr. 9 in 84494 Neumarkt-St. Veit ist zwischen Mai und Anfang November geöffnet am

1. Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhr und am

3. Donnerstag im Monat von 15 – 18 Uhr.

Gruppen und Schulklassen können im Rathaus eigene Termine vereinbaren unter 08639/ 9888-0 oder vg@neumarkt-sankt-veit.de

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Bayerische Demenzwoche im Landkreis Mühldorf

Vom 15. bis zum 22. September findet die bayerische Demenzwoche statt. In dieser Woche rückt also das Thema „Demenz“ in den Blickpunkt – und zwar in ihrer unterschiedlichen Ausprägung und Wirkung für Betroffene, Angehörige und Gesellschaft.

Im Landkreis Mühldorf haben sich das Caritaszentrum, das Caritas Altenheim, das Kreisbildungswerk und die Seniorenseelsorge zusammengetan und verschiedene Angebote entwickelt. Im Folgenden die Termine, die immer für alle Interessierten offen sind:

Sonntag, 15. Sept. um 10:00 Uhr: Gottesdienst in St. Laurentius, anschließend ein kleiner Empfang im Pfarrheim

Montag, 16. Sept. von 15:00 – 16:30 Uhr: „Pflege im Spagat von Liebe, Trauer, Wut und Ohnmacht“. Eine Gesprächsrunde für Angehörige mit mir. Ort: Ökonomiestadel Mühldorf. Die Demenzkranken können in dieser Zeit im Caritas-Hl. Geist-Spital betreut werden (bei Bedarf bitte vorher dort anmelden).

Mittwoch, 18. Sept. von 15:30 – 16:30 Uhr: Lieder und Gedichte zur Herbstzeit – ein offener Singkreis für Demenzerkrankte und Angehörige mit Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner und Beate Brom-Spießl (Alltagsbegleitung)

Donnerstag, 19. Sept. um 20:15 Uhr: „Still Alice – mein Leben ohne Gestern“. Ein Film im Cinewood Kinocenter in Waldkraiburg. Anschließend Möglichkeit zum Austausch. Eintritt zum Film: 8,00 €.

Außerdem gibt es in der Buchandlung Herzog und in den Büchereien von Mühldorf, Waldkraiburg und Aschau Literaturhinweise.

Neben diesem kirchlichen Angebot möchte ich auch noch auf zwei Termine des Landratsamtes (näherhin der Fachstelle für Senioren) hinweisen:

Mittwoch, 18. Sept. von 8 – 12 Uhr im Bürgerbüro Haag: Andrea Bonakdar und Petra Oberndorfer beantworten Fragen zum Themenkomplex Demenz

Freitag, 20. Sept. von 8 – 12 Uhr im Bürgerbüro Waldkraiburg: Matthias Burger und Irmgard Linz beantworten Fragen zum Themenkomplex Demenz

 

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Urlaub mit einer Geschichte

Es ist jetzt Ferienzeit und auch ich verabschiede mich in den Urlaub. Ich möchte Ihnen jedoch noch eine Geschichte präsentieren, die ich selber mal bekommen habe. Den Autor kenne ich nicht, aber die Geschichte ermutigt, mal aus dem Aktivitätsmodus auszusteigen. So wünsche ich allen Leserinnen und Lesern (längere oder kürzere) Momente der Entspannung und der Erholung.

Der Schlaf

Gott schuf den Menschen, dass er seinen Garten baue und bewahre. Er wollte ihm eine Hilfe geben, damit er sich vermehre und die Erde erfülle.

Als aber die Erde Gottes Rede vernahm, erzitterte sie und sprach vor ihrem Schöpfer: „Oh Herr aller Welten! Nicht wird meine Kraft dazu reichen, die Menschenherde zu speisen.“

Da sprach Gott: „Ich und Du, wir beide wollen die Menschenherde ernähren.“

Und sie teilten die Arbeit untereinander; Gott nahm auf sich die Nacht und gab der Erde den  Tag.

Was tat Gott?

Er schuf den Schlaf!

Der Mensch liegt da und schläft die Nacht über, und der Schlaf ist ihm Speise und Heil, Leben und Erquickung.

Die Seele, so heißt es, füllt den Leib des Menschen aus, aber in der Stunde, da der Mensch schläft, steigt sie zum Himmel empor und schöpft ihr Leben von oben.

Der Erde aber steht Gott bei und tränkt sie mit Regen; sie trägt Früchte und gibt Speise allen Geschöpfen.

 

 

 

 

 

 

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