Zur Grundrente: Stellungnahme einiger bagso-Verbände

Im letzen Newsletter der bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) gibt es einige Links zu Mitgliedsorganisationen, die sich zur vorgeschlagenen Grundrente äußern. Für mich sehr interessant zu lesen, welche weiterführenden Aspekte diese Verbände in die Diskussion einbringen – etwa für die Menschen mit unterbrochenen Arbeitsbiografien, die keine 35 Beitragsjahre zustande bringen. Hier der Ausschnitt aus dem Newletter:

BAGSO-Verbände äußern sich zum Grundrentenkonzept

Einige BAGSO-Verbände haben zum Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Einführung einer Grundrente Stellung bezogen. Der Minister plant, langjährig Beschäftigten eine Rentenleistung von rund 900 Euro zu garantieren. Voraussetzung hierfür sind mindestens 35 Beitragsjahre, inklusive Erziehungs- und Pflegezeiten. Die Positionen der einzelnen Verbände finden Sie unter den folgenden Links:

www.awo.org

www.volkssolidaritaet.de

www.sovd.de

www.vdk.de

www.senioren-union.de

 

Leave a Comment

Filed under Allgemein

„… weil Du mich berührst“ – eine Ausstellung der Seniorenseelsorge in München

In der Karmeliterkirche in München ist in dieser Woche noch eine sehr bemerkenswerte Ausstellung zu sehen. Sie trägt den Titel: …weil du mich berührst“. Die Künstlerin Karolin Bräg hat in Zusammenarbeit mit Maria Kotulek, Fachreferentin für Demenz in der Seniorenseelsorge der Erzdiözese München und Freising Menschen interviewt und fotografiert.

„Alle fragen nach meiner demenzkranken Mutter. Niemand fragt, wie es mir eigentlich geht.

so zitiert Maria Kotulek eine Angehörige, die sich um ihre Mutter kümmert. Die Aussage wirft ein Schlaglicht auf die Situation der Pflegenden, seien es Partner*innen, (Schwieger-)töchter, (Schwieger-)söhne oder andere nahestende Personen. Immerhin werden in Deutschland etwa 3/4 aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Die Pflege erfordert ein unglaublich hohes Maß an Präsenz und bedeutet in ihrer physischen und psychischen Belastung einen unglaublichen Einschnitt in das eigene persönliche Leben.

Ich kann nicht weg – nie. Selbst wenn ich weg könnte, würde ich immer denken: „Wie geht´s ihm daheim?“

Die Ausstellung zeigt die Demenz also nicht nur in ihrer schönen Form, sondern auch wie die Beziehung leidet. Und dennoch ist die Beziehung das Zentrale, die für die Demenzkranken eminent wichtig ist. Berührung, Blickkontakt, Aushalten können. Was trägt und hält? Manchmal die Erinnerung, manchmal der Glaube, manchmal die Liebe und das Pflichtgefühl.

„Die Liebe zu meiner Frau, das hat sich durch die Krankheit nicht verändert. Im Gegenteil – sie braucht meine Liebe noch mehr als vorher.“

Zu diesen Texten hat Karolin Bräg immer Hände fotografiert. Sie zeigen die Beziehung von Demenzkrankem und Pflegendem. Offene Hände, haltende Hände, bergende Hände wie ein Dach, kleine, fast schüchterne Berührungen eines einzigen Fingers.

 

Der Text, der mich am meisten anspricht, heißt: “ Was bleibt von dem Erreichten, wenn es am Schluss auf eine einzige Berührung ankommt …?

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Zusammen ist man weniger allein – 9. Treffen in Neumarkt-St. Veit

Zusammen ist man weniger allein

Bereits zum 9. Mal haben sich Verwitwete im Stift St. Veit getroffen. Heinz Feichtner hatte wieder seine Geige mitgebracht und überraschte die Teilnehmer mit einer extra für diesen Nachmittag komponierten Weise. Immer wieder hat er zwischendurch den kräftigen Gesang schwungvoll begleitet. Ich brachte eine zerbrochene und eine intakte Sanduhr mit. Sie zeigten uns, dass das eigene Leben mit dem Tod des Partners nicht vorbei ist, sondern dass es eine neue Zeit gibt. Der Sand ist hindurch gerieselt, jetzt dreht man die Sanduhr wieder um und es beginnt von Neuem. So ist etwa die Kindheit vorbei, die Jugendzeit beginnt. Die Schulzeit ist vorbei, die Arbeitsphase beginnt. Nach der Partnerschaft hat eine Zeit des Alleinlebens begonnen. Nachdenkliche und hoffnungsvolle Gedanken über die wechselnden Lebensphasen mit ihren Abschieden und einem Neubeginn. So erzählten einige Frauen lebhaft, dass sie nach dem Tod ihres Mannes neue Fähigkeiten bei sich entdeckt hätten. Bei Kaffee bzw. Tee und Kuchen wurde sehr spürbar, dass der traurige Anlass der Verwitwung auch zu neuen Kontakten geführt hatte. So vereinbarten die Teilnehmer gleich das nächste Treffen, bei dem wieder verschiedene Talente zum Vorschein kommen werden.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Qualifizierungslehrgang für Akteure in der Seniorenarbeit

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso bietet eine Fortbildung für Menschen an, die sich in der Kommune in der Seniorenarbeit engagieren. Dieser Kurs besteht aus vier Modulen zu je zwei Tagen. Die bagso schreibt dazu auf ihrer Homepage:

BAGSO-Qualifizierungslehrgang für Verantwortliche in der Seniorenarbeit – Programme veröffentlicht!

Die BAGSO bietet in diesem Jahr in Berlin, Kassel und Nürnberg die Lehrgänge „Im Alter IN FORM – Gesunde Lebensstile in Kommunen fördern“ (4 Module á 2 Tage) an. Ihr Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, Angebote zur Gesundheitsförderung älterer Menschen in ihren Kommunen zu initiieren und zu verbessern.

Programme und Anmeldung unter: www.im-alter-inform.de

 

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Gesellschaftliche Beteiligung von Senioren – eine Suche

Nach dem Vierten Deutschen Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2014 engagieren sich schon jetzt 41,5 % der 65-74-Jährigen; bei den über 75-Jährigen sind es 26,1 %. Bereit zu einem Ehrenamt sind nochmals 21,5% (65-74 Jahre) bzw. 11,5% der über-75-Jährigen Ihre Motivation ist in erster Linie Freude und Spaß, dann auch der Wunsch nach Kontakt und drittens der Wunsch, die Gesellschaft (zumindest im eigenen Wohnbereich) mitzugestalten.

Ich sehe darin ein unglaublich hohes Potenzial an Wissen, Erfahrung, sozialer Kompetenz, Gestaltungswillen. Allerdings braucht es m.E. eigene Randbedingungen, damit auch zum Beispiel Menschen mit Einschränkungen (etwa der Mobilität oder des Spannungsbogens) sich am gesellschaftlichen Leben aktiv beteiligen können. Ältere Menschen gehen abends oft nicht mehr gerne aus dem Haus. Für andere ist eine abendfüllende Sitzung zu lang. Wieder anderen ist der Weg in die Pfarrei zu lang und zu beschwerlich. Wie können wir es also schaffen, adäquate Formate für die gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen?

„Wir geben Gottes Schwung weiter“ – so heißt die Jubiläumsveranstaltung der Pfarrgemeinderäte, die am 30. März 2019 in der Münchener Erzdiözese gehalten wird. In diesem Rahmen biete ich unter dem Logo „neongrün statt beige“ einen Workshop an. Ich gebe Impulse über das gesellschaftliche Ehrenamt von Senioren, sogar Hochbetagten. Dann überlegen wir, welche Formen und Bedingungen es für deren Engagement innerhalb einer Pfarrei oder eines Pfarrverbandes es geben kann.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Grundschule Mühldorf sucht Lesepaten

Mich hat eine Bitte und Anfrage aus der Grundschule in Mühldorf erreicht, die ich an dieser Stelle gerne veröffentliche.

Für einzelne Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Lesen ein wenig schwer tun, werden Lesepaten gesucht.

Wer also ein wenig Zeit hat (es reicht schon eine Stunde in der Woche), könnte mit einer Schülerin/ einem Schüler das Lesen üben. Das geschieht dann regelmäßig oder nach Bedarf während der vormittäglichen Unterrrichtszeit. Das Material wird von der Schule gestellt.

Wenn Sie sich dadurch angesprochen fühlen oder mehr Informationen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an mich (Tel: 0170 220 78 05). Ich vermittle dann den Kontakt. Gerne dürfen Sie auch andere ansprechen, die sich dafür interessieren könnten.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Kirchenmitglied bleiben? – Eine Studie

Das Erzbistum München und Freising hat eine Studie erstellen lassen. Darin wurde die Bindung der Menschen an die Kirche untersucht. Die gute Nachricht: die meisten fühlen sich der Kirche noch verbunden. 16% bezeichnen sich als kirchennahe Gläubige, 45 % sehen sich der Kirche kritisch verbunden. Das macht Hoffnung. Allerdings bedeutet es meiner Meinung auch, dass wir uns als Kirche den kritischen Fragen der Menschen stellen müssen, dass wir ins Gespräch kommen bzw. im Gespräch bleiben müssen, dass wir damit auch für deren Anregungen offen werden/ bleiben müssen. Als Bindeglied dient dabei der Glaube der Menschen. Hier suchen sie zum einen Antworten, zum anderen wohl auch (eine Art) Beheimatung, etwa bei den Gottesdiensten zu Weihnachten und Ostern. Das könnte für uns als Kirche ein Potenzial sein, wenn wir es denn nutzten. Dazu gehört eine qualitative und ästhetische Gestaltung sowohl der Gottesdienste wie der verbalen und emotionalen Ansprache der Menschen,  die die Menschen mit ihrem Leben berührt.

Ich habe mal selbst verschiedene Menschen befragt (nicht repräsentativ, aber dennoch erhellend), was für sie „Seelsorge“ bedeutet. Fast durchgängig kam die Antwort: präsent sein – nah am Menschen und seiner Lebenswirklichkeit – zuhören. Ich erfahre immer wieder, dass Menschen weniger Antworten suchen als vielmehr ein Ohr für ihre Gedanken, Erfahrungen, Freuden und Leiden. Dass jemand da ist, der auch Schweres aushält und im Zuhören mitträgt. Der sozusagen „Zeuge“ wird für ihr Leben. Von einem Seelsorger erwarten die Menschen auch, dass er sozusagen eine Verbindung herstellt zu Gott/ dem Göttlichen – sei es im Gebet, im Gottesdienst, im Ritual (etwa eines Segens).

Zurück zur Studie: Veröffentlicht wird in der Presse auch, wie es mit dem Vorhaben eines Kirchenaustrittes aussieht: Auch da verfügen wir über ein ziemlich großes Potenzial: 59% haben keine Kirchenaustrittsneigung, 21% eine niedrige. Bei vielen spielt die eigene familiäre und biografische Prägung eine Rolle, bei manchen auch lediglich die Bequemlichkeit, die den Austritt verhindert. So verstehe ich das grade nicht als Impuls, dass wir uns gemütlich zurücklehnen, sondern dass wir dieses Potenzial nutzen, um nah an den Menschen zu sein, dass wir ihre Lebenswirklichkeit erfahren und in unser Kirchenleben integrieren. Das könnte unserer Verkündigung in Wort und Tat und Erscheinungsbild nur gut tun!

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Aktualisierte Liste des Hilfenetzwerks

Ich habe meine Liste des Hilfenetzwerkes aktualisiert. So können Sie vielleicht die Hilfe finden, die für sie Not wendend ist. Bitte beachten Sie, dass meine Liste keine Empfehlung darstellt, sondern lediglich eine Sammlung der im Landkreis Mühldorf verfügbaren Dienste. Falls Ihnen etwas Unrichtiges auffällt oder Sie Ergänzungen haben, bin ich um eine Mitteilung dankbar.

Sie finden das Hilfenetzwerk auf einer eigenen Seite. (siehe Kopfleiste)

Leave a Comment

Filed under Allgemein

HALT FINDEN – jetzt im Kino in Mühldorf

 Unsere Ausstellung „HALT FINDEN – wenn das Leben einen Riss bekommt“ ist jetzt im Kino in Mühldorf zu sehen.

Die Ausstellung thematisiert Lebenssituationen, die sich niemand wünscht, die aber dennoch häufig vorkommen. Vor allem zeigt sie Bewältigungsstrategien auf, wie Menschen mit Tod oder Gewalt, mit Pflege von Menschen mit Demenz oder Behinderung, mit der  Scheidung der Eltern, mit psychischer Erkrankung oder Migration zurecht kommen.

Diese Ausstellung ist sicher ein gewisses Kontrastprogramm zu den Kinofilmen, nicht Fiktion, sondern Realität. Aber gerade hier im Kino wollen wir Menschen erreichen, die sonst wenig Anlass haben, über diese Themen nachzudenken. Wir wollen mit dieser Ausstellung solche Lebensrealitäten aus dem Bereich des Tabus herausholen (beispielhaft für viele andere); wir wollen Bewusstsein schaffen dafür , dass menschliches Leben nie glatt verläuft, sondern Risse aufweist; wir wollen vor allem zeigen, dass man mit solchen (und anderen) Rissen leben kann. So verstehen wir (Krankenhaus-, Behinderten- und Seniorenseelsorge zusammen mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf) die Bilder als Ermutigung zum Leben.

Wer ein Gespräch sucht, kann dies bei einem von uns Seelsorgern gerne in Anspruch nehmen.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

„Zusammen ist man weniger allein“ Viertes Treffen im PV Flossing

Wenn Menschen ihren Partner/ ihre Partnerin verlieren, braucht es als erstes eine Phase der Trauer und des Abschieds. Nach einiger Zeit hat man sich jedoch auf das Leben allein eingestellt, bewältigt den Alltag, hat sich in die neuen Aufgaben hineingefunden. Dann kommt jedoch der Wunsch auf, dem Leben wieder schöne Seiten abzugewinnen, der Wunsch nach Kontakt, nach gemeinsamem Erleben mit anderen. An dieser Stelle setzt mein Angebot „Zusammen ist man weniger allein“ an.

Wir treffen uns jetzt im Pfarrverband Flossing bereits zum 4. Mal und verbringen zwei nette Stunden mit Ratschen, aber auch mit einer jeweils kurzen Besinnung über das, was unser Leben so ausmacht. Außerdem – und das ist ein ebenso wichtiger Punkt – überlegen wir, ob und ggf. was einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander in der Zeit bis zum nächsten Treffen unternehmen könnten: mal sich zum Kaffeetrinken verabreden oder zum Essengehen oder auch mal sich gegenseitig besuchen.

Das nächste Zusammensein ist am 23. Januar 2019 von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Grünbacher Hof. Ich bitte zur besseren Planung um eine Anmeldung bis zum 16. Januar unter meiner Telefonnummer 0170 220 78 05 oder über Mail.

Leave a Comment

Filed under Allgemein