Steuerlotse: Kostenlose, einfache Online-Steuererklärung für Menschen im Rentenalter

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso e.V. hat in ihrem neuesten Newsletter auf ein neues Angebot des Finanzministeriums hingewiesen. Der Steuerlotse ist sehr einfach zu bedienen und stellt sicher eine große Hilfe dar. Vor der Registrierung kann man zunächst abklären, ob der Steuerlotse überhaupt in Frage kommt für die jeweiligen persönlichen Verhältnisse.
Hier der Newsletter:

Im Auftrag des Bundesfinanzministeriums (BMF) hat das Unternehmen DigitalService4Germany den kostenlosen Online-Service „Steuerlotse für Rente und Pension“ entwickelt. Er richtet sich speziell an Menschen im Ruhestand ohne Zusatzeinkünfte. Der webbasierte Service benötigt keine Installation. Über ein digitales Formular können Nutzerinnen und Nutzer die Steuererklärung des Jahres 2021 einreichen – einfach, schnell und online. Sie werden Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Der Steuerlotse geht sorgsam mit Daten um und verschickt sie beispielsweise stets verschlüsselt.
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Lebenswertes Leben

Vor einigen Tagen habe ich eine sehr interessante Radiosendung gehört. Es ging um das „lebenswerte Leben“. Woran orientiert sich die Beurteilung „lebenswert“? Sind es Überlegungen einer wie auch immer gearteten „Nützlichkeit“? Ist es das Erleben von Sinnhaftigkeit? Ist es ein Ausdruck für befriedigende Beziehungen? Ist es ….?

Die Philosophin Barbara Schmitz betonte dabei, dass man das Leben nicht von außen als lebenswert beurteilen darf, sondern nur von innen – also jeder für sich allein. Als Beispiele erzählte sie aus ihrem persönlichen Leben und von Menschen mit schwerster Behinderung. Ein Mann mit Locked-in-Syndrom (er ist also in seinem Körper eingesperrt und kann bei vollem Bewusstsein nur mehr mit den Augen kommunizieren) „sagte“ ihr, dass er jetzt weiß, wie schön das Leben ist. Von außen betrachtet hätte man das nicht für möglich gehalten. Auch ich selber habe ja immer wieder an Demenz Erkrankte erlebt, die sich ihres Lebens bis zum Schluss erfreut haben. Das Gefühlsleben zählt also mehr als der Verstand.

Ein wichtiger Aspekt der Radiosendung war natürlich, dass Menschen ihr eigenes Leben nicht mehr als lebenswert einschätzen. Hier sei es wichtig – so betonte Barbara Schmitz – die Perspektive der Hoffung aufzutun. Jetzt sei das Leben nicht lebenswert, aber in Zukunft? Gibt es eine Möglichkeit der Hoffnung auf Veränderung? Das fand ich einen starken Gedanken. Denn es bietet den Ansatzpunkt, wenn jemand in einem Gespräch Suizidgedanken äußert. Und es drängt mich dazu, mir zu überlegen, worin für mich Hoffnung besteht.

Wer diese Sendung hören möchte findet hier den Link: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio

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Fastenzeit 2022 – 3. Fastensonntag: Riechen

„Ich kann dich gut riechen!“ Es ist der Geruch der Liebe, denn diesen Satz sagt man, wenn man jemanden gerne hat. Dann ist der Geruchssinn wohl geschärft auf die hormonell gesteuerten Geruchsaussendungen des anderen.

Andere Gerüche sind störend oder ekelerregend. Manche sogar gefährlich. Dann kann eine gute Nase eine Warnung ausstoßen. Wieder andere Gerüche sind angenehm – ich z. B. liebe den Geruch alter Bücher. Um angenehm zu riechen, benutzen wir Seife, Deo, Parfüm … Wir wollen einen sympathischen Eindruck machen und/ oder unsere Persönlichkeit unterstreichen.

Manchmal tauchen Gerüche auf und lösen eine Erinnerung aus. Etwa an den Geruch des Treppenhauses meiner Kindheit. Oder der Geruch nach Kuchen oder Platzerl (in der Adventszeit).

Wir sagen: „Das riecht nach Arbeit.“ Aber wie riecht Freizeit? Oder Gesundheit? Wie Krankheit riechen kann, davon haben wir eine Vorstellung.

In der Bibel ist vom Riechen wenig die Rede. Meistens im Zusammenhang mit dem Geruch des Opfers. Im Hohenlied der Liebe tauchen viele Gerüche auf. Und es gibt eine wunderbare Stelle im Neuen Testament, genauer im Johannesevangelium. Dort – im Kapitel 12 – ist von einer Frau (Maria, die Schwester des Lazarus und der Marta) die Rede, die eine kostbare Salbe dabei hat, deren Geruch das ganze Haus erfüllt. Sie erweist Jesus einen Liebesdienst, der auch eine prophetische Note hat. Sie salbt ihm die Füße, wie man einen Toten einbalsamiert. Die duftende Salbe wird zum Zeichen einer Liebe, die über den Tod hinaus besteht. Ein Vorbote von Ostern!

Welche Gerüche nehmen Sie heute wahr?

Welche „Botschaft“ enthalten diese Gerüche?

Sind Sie heute gut zu riechen?

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Fastenzeit 2022 – 2. Fastensonntag: Sehen

Was sehen Sie gerade? Natürlich den Bildschirm mit diesem Text. Und darum herum? Was ist in der Nähe, was ist weiter weg? Wo liegt die Grenze des Blickfeldes? Wie weit ist Ihr Horizont grade eben? Wie weit, wenn Sie hinausgehen? Nachts können Sie Millionen von Lichtjahren weit sehen und weit in die Vergangenheit hinein. Der Blick in die Zukunft ist schwieriger, er findet in der Vorstellungskraft statt.

Das Sehen im Jetzt: Gegenstände, Menschen, Vorgänge. Bewegung und Stillstand. Farben. Formen.

Das Sehen im Jetzt: deuten, erkennen, identifizieren.

Dem Gesehenen Bedeutung geben. Damit in Beziehung treten zum Geschauten. PC für mich. Text für mich. Tisch für mich. …

Sehen Sie eher die Beschränkungen, die Gefahren, die Schwierigkeiten? Oder schauen Sie auf das, was sich an Möglichkeiten bietet, an Lebendigem, Lebensförderlichen? Das ist wohl auch eine Typfrage, eine Frage der Lebenserfahrungen.

Sehen und nicht verstehen. Schauen und doch nicht wirklich sehen. Sehen ist halt doch eine Frage der Perspektive, des Blickwinkels. Sehen ist gelenkt. Es ist eine Kunst, mit den Augen des anderen zu sehen. Aber erst unterschiedliche Sichtweisen bilden ein Ganzes. Das ist im Kleinen so und auch im Großen und Ganzen dieser Welt.

In der Bibel werden Gottesbegegnungen, Gotteserfahrungen sehr häufig in der Form der Vision, einer Gottesschau erzählt. Das unterstreicht, wie wichtig das Sehen ist, das unterstreicht, dass man – auch im Alltag – Gott sehen und entdecken kann.

Heute könnten Sie mal unterschiedliche Stand-Punkte ausprobieren. Einfach mal zwei Schritte zur Seite gehen und dann nochmals schauen. Oder einen Spaziergang in Ihrer Umgebung machen und so tun, als wären Sie hier noch nie gewesen, als wäre diese Straße ein Museum, als wären Sie hier ein Fremder auf Entdeckungstour. Oder mal schauen, ob und wie Sie Gott/ Göttliches „sehen“.

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Krieg und Frieden

Ich wache auf und höre: Stille. Und Atem. Vereinzelt einen Vogel. Mein Bett ist warm. Ich habe ein Bad mit fließendem Wasser. Auch das ist warm. Meine Lebensmittel reichen noch eine Zeit, dann kaufe ich neue. Ich gehe spazieren. Alles Selbstverständlichkeiten.

Alles keine Selbstverständlichkeiten. Vor allem nicht mehr selbstverständlich, wenn ich mir vorstelle, was Menschen in den U-bahn-Bahnhöfen und Städten der Ukraine hören und erleben.

Gestern Abend Gottesdienst in St. Laurentius. Ein Gebet um Frieden in der Ukraine. Der Gottesdienst ist im Friedhof. Es ist kalt. Die Kälte zieht nach innen. Ich friere und denke daran, dass ich bald wieder in der Wärme bin. Ich friere und denke an die Menschen, die tagelang und nächtelang in der Kälte sind.

Beim Friedensgebet Verbundenheit mit den ca. 150 Gottesdienstbesuchern.

Verbundenheit auch über Grenzen hinweg mit den Menschen in der Ukraine.

Verbundenheit: das ist das, was zählt.

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Gebet um Frieden in der Ukraine

Die Pfarrei St. Laurentius in Altmühldorf lädt am Donnerstag, den 3. März um 18:00 Uhr zu einem Gebet um den Frieden in der Ukraine ein. Es findet auf der Wiese im Friedhof statt und ich finde es toll, wenn möglichst viele mitbeten. Am schönsten, wenn viele da sind, aber natürlich gerne auch von daheim aus, wer nicht kommen kann.

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Fastenzeit 2022 – zum 1. Fastensonntag

Hören

Was hören Sie jetzt im Moment? Das Summen des PC? Musik? Straßengeräusche? Vögel? Menschen?

Manche Menschen hören auch ihre eigenen Körpergeräusche: das Magengluckern, das Pulsieren des Blutes.

Was bekommen Sie heute alles zu hören? Angenehmes und Unangenehmes. Die Nachrichten – etwa aus der Ukraine oder über Corona. Menschen berichten über Sachliches. Menschen erzählen von sich selber. Menschen drücken sich aus in ihren Worten, in ihrem Tonfall, verbal und nonverbal. Manchmal nur in einem Laut, etwa einem Stöhnen oder einem Ausruf der Freude, des Erschreckens, des Erstaunens.

Wir Menschen sind auf das Hören angewiesen. Das Hören ist – neben dem Fühlen – der letzte Sinn, der im Sterben erlischt. Und man weiß, dass Ungeborene schon im Mutterleib hören – etwa die Stimme der Eltern. Wir wollen auch selber gehört werden. Babys, die auf ihr Schreien keine Reaktion bekommen, weil sie niemand hört, werden krank und sterben sogar. Auch Kinder und Erwachsene brauchen ein gutes Gehör – für das, was um sie herum vorgeht und auch für das, was sie selber von sich äußern. Wir haben erlebt, was passiert, wenn man nicht genau hinhört und auch zwischen den Zeilen hört.

Übrigens: Die Zehn Gebote des Ersten Testaments beginnen nicht mit: „Du sollst …“ (oder genauso richtig: „Du wirst …“), sondern mit: „HÖRE, Israel! Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten befreit hat. Du wirst …“. Das Hören ist also – neben der Befreiungstat Gottes – die Grundvoraussetzung für ein gelingendes Leben, das das Zehntwort anpeilt.

Das gute Gehör wird ergänzt durch ein gutes Herz, ein mitschwingendes, mitfühlendes Herz. Ein hörendes Herz, wie König Salomon es von Gott erbittet.

Ich bitte heute um ein hörendes Herz.

Ein hörendes Herz in mir für andere.

Ein hörendes Herz in anderen für mich.

Ein hörendes Herz in mir für mich selber.

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Fastenzeit 2022 – zum Aschermittwoch: Offenheit

Bei den diesjährigen Impulsen für die Fastenzeit stelle ich die fünf Sinne in den Mittelpunkt. Sie dienen uns dazu, die Welt, die Menschen, uns selber zu erfassen und zu erkennen. Sie dienen auch dazu, uns selber auszudrücken.

Dazu braucht es freilich Offenheit. Manchmal jedoch sind Sinne verschlossen. Manchmal krankheitsbedingt als Blindheit, Taubheit, Geschmacksverlust … Manchmal momentan, etwa in Überlastungssituationen … Manchmal in bestimmten Beziehungen, die belastet sind …. Manchmal durch die Geschehnisse in dieser Welt, die unsere Sinne fokussieren …

Offenheit ist also gar nicht selbstverständlich. Offen zu sein, offen zu werden ist manchmal schwierig und regelrecht eine Arbeit. Offen zu werden, offen zu sein bedeutet, ganz bei mir zu sein (wach, achtsam) und auch beim Gegenüber zu sein (aufmerksam, ausgerichtet).

Vielleicht gelingt das nicht häufig. Vielleicht gelingt es nur für eine kurze Zeit. Mir scheint, es ist eher der Glücksfall als die Normalität. Die Fastenzeit ist also eine Gelegenheit, mit sich selber und anderen gnädiger zu werden.

Ob sich Offenheit „trainieren“ lässt? Meine Anregungen für die Fastenzeit möchten jedenfalls Impulse setzen.

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Krieg

Heute morgen hatte sich die Welt in Europa verändert. Es ist Krieg in der Ukraine. Das lange Befürchtete ist da. Ich bin geschockt.

Ich denke an die, die jetzt sterben werden. Ich denke an die, die jetzt verwundet werden. Ich denke an die, die jetzt traumatisiert werden. Ich denke an die, die ihr Leben lang leiden werden an den Folgen des Krieges.

Auf dieser Seite kann und werde ich das aktuelle Geschehen nicht kommentieren. Aber mir kommen auch unsere Senioren in den Sinn, die in ihrer Kinderzeit den Krieg erlebt haben und der sie bis heute prägt. Gab es jemals die Gelegenheit zum Reden, zum Trauern, zum persönlichen Reden und Trauern? Jetzt werden sicher wieder die Erinnerungen hochkommen. Wird es jetzt ein Forum geben für die alten Traumata, für die Verwundungen der Alten?

Was können wir – die Unbedeutenden und Einflusslosen – jetzt tun? Wir können uns das Schicksal der Menschen zu Herzen nehmen, Anteil nehmen. Als religiöse Menschen können wir beten. Um Frieden und Heilung und Heil. Ohne große Worte, vielleicht nur:

Gott, lass Frieden werden. Erbarme dich.

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Tag der sozialen Gerechtigkeit

Heute ist der „Tag der sozialen Gerechtigkeit“.

Abgesehen davon, dass man sehr Unterschiedliches unter „Gerechtigkeit“ verstehen kann (jeder bekommt das Gleiche <=> jeder bekommt, was er braucht), geht es heute also auch um das Soziale.

Spätestens seit Corona kommt ins Bewusstsein vieler Menschen, wie ungerecht die Lebensverhältnisse in der Welt und auch bei uns sind. Reiche werden reicher, Arme werden ärmer. Wer eine gute Bildung hat, ist im Vorteil; ebenso die Männer gegenüber den Frauen. Wo bleibt da das Soziale? Das die gesamte Gesellschaft im Blick hat. Die die Schwächeren schützt und unterstützt, selbst wenn eigene Interessen zurückstehen müssen. Ob es um Impfschutz geht oder Klimawandel oder Renten oder …

In der ersten Welle gab es die Rücksicht auf die anderen. Senioren blieben zu Hause, verzichteten auf Besuch. Jüngere schützten die Älteren und suchten andere Wege des Kontakts. So war man aufeinander bezogen im sozialen Miteinander. Jede/r so, wie es ihr/ ihm möglich war und entsprach.

Was wäre heute möglich? Wie kann es ein MEHR an Leben geben für alle – oder für möglichst viele? Und zwar nicht nur kurzfristig, sondern auf Dauer! Mehr Bildungsgerechtigkeit; mehr Gesundheitsgerechtigkeit auch für die, die etwas anderes als Corona haben: mehr Geschlechtergerechtigkeit, etwa in der Arbeit, der Pflege von Angehörigen, der Rente!

Es gibt viel zu tun am „Tag der sozialen Gerechtigkeit“ und auch morgen, übermorgen, … immer!

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