Der heilige Josef – der Heilige im Hintergrund

Am Josefitag haben wir bei einem Einkehrvormittag im Pfarrverband Flossing die verschiedenen Seiten des Hl. Josef kennen gelernt. Ganz unterschiedlich berichten die beiden Evangelium nach Matthäus und nach Lukas von ihm. Nochmals davon unterschiedlich ist die Verehrung des Hl. Josef in der Volksfrömmigkeit – sie ist immer auch ein Spiegelbild der jeweiligen Zeit.

wintereinbruch märz 2014 002Im Matthäusevangelium wird in einem ausführlichen Stammbaum Josef als ein Nachkomme Abrahams und Davids dargestellt. Er wird als der Verlobte Marias benannt (d.h. sie waren schon davor ein Paar, wenn auch noch nicht verheiratet) und als „gerecht“ bezeichnet. Im Mt wird ausführlich die Sterndeutergeschichte erzählt, Josef spielt darin jedoch keine Rolle. Bei der Flucht nach Ägypten ist er die treibende Kraft auf Grund der Botschaft des Engels (der ihm insgesamt dreimal erscheint). Nach der Rückkehr läßt er sich in Nazareth nieder, das ist dann auch die erste Erwähnung dieses Ortes im Matthäusevangelium.

Anders das Lukasevangelium: Hier lebt Josef und Maria in Nazareth und zieht dann wegen der Volkszählung nach Bethlehem. Nach der Geburt bringen sie das Kind nach Jerusalem zur Beschneidung und begegnen im Tempel Simeon und Hannah. Danach ziehen sie nach Nazareth zurück. Die Erzählung vom 12-jährigen Jesus im Tempel bildet den Abschluss der Kindheitsgeschichte im Lukasevangelium.

Josef wird immer als der Vater Jesu bezeichnet, ebenso werden Brüder und Schwestern Jesu erwähnt. Vom Alter Josefs ist nichts gesagt, er kann ein junger Mann gewesen sein oder auch ein alter. Die Kirche hat später Josef als alt dargestellt, um die Jungfräulichkeit Mariens herauszustellen. Ab dem 19. Jahrhundert wird Josef für die Kirche und die Volksfrömmigkeit wichtig – vor allem als politisches Bollwerk gegen die aufkommende Arbeiterbewegung und den Kommunismus. So wurde im Jahr 1955 der 1. Mai – der Tag der Arbeit – als Festtag Josefs des Arbeiters proklamiert.

Für uns heutige ist er ein eher stiller Heiliger, ein Heiliger im Hintergrund. Er ist als einfacher Arbeiter den heutigen Arbeitern nahe, als Mann auf der Flucht vor Herodes vielleicht auch den Menschen, die heute politisch verfolgt und mit dem Tod bedroht werden. Er wurde zum Patron der Sterbenden und auch -als Greis- der Älteren. Für die jüngeren Menschen spielt seine Tatkraft und Entschlossenheit eine Rolle, für die Suchenden und Zweifelnden ist sein Argwohn und seine Unsicherheit bzgl. Gottes Handeln an Maria sympathisch.

Wie alle Heiligen zeigt uns auch Josef etwas vom Wesen Gottes: er kann etwas schaffen, was vorher undenkbar schien. Er wächst über sich hinaus in Gottes Kraft und macht so sichtbar, wie sehr Gott auf der Seite der Verfolgten und Bedrängten steht und sie in die Sicherheit führt. Gott ist fürsorglich wie Josef und läßt uns auch eigene Wege laufen wie Josef es bei seinem 12-jährigen Sohn getan hat.

 

 

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Antrag zur Mütterrente (Nachtrag)

Gestern habe ich einen Hinweis bekommen, dass Frauen, die bereits Rente beziehen, die neue Rente für die vor 1992 geborenen Kinder nicht extra beantragen müssen. Ich konnte das noch nicht sicher abklären, will aber diesen Hinweis dennoch weitergeben mit der Anregung, das mit der jeweiligen Rentenversicherung direkt zu besprechen.

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Gedanken zur Fastenzeit (3)

Gestern gab es beim Familiengottesdienst in Flossing eine schöne Idee, die ich gerne weitergeben möchte.

Ausgehend von dem Satz aus dem Sonntagsevangelium: „Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“ haben wir überlegt, in welchen Situationen Menschen heute leben – und welches Wort von Jesus für sie passen könnte. Hier einige Beispiele:

  • Menschen leben in Schuld. Jesus sagt: Deine Sünden sind dir vergeben.
  • Menschen leben im Krieg. Jesus sagt: Liebt eure Feinde.
  • Menschen haben Angst. Jesus sagt: Fürchte dich nicht!

Ich möchte Sie dazu anregen, in der Fastenzeit mal zu schauen, in welchen Situationen Menschen in Ihrem Umfeld (dem nahen und fernen) leben – und welches Wort von Jesus Ihnen für sie einfällt.

Ich selber spüre dann, dass es nicht damit getan ist, so ein Wort nur zu sagen (als Vertröstung oder moralischen Anspruch), sondern es auch zu tun, dafür einzutreten, dass es Wirklichkeit werden kann. Das ist aber ziemlich schwer. Da fällt mir dann Matthäi am Letzten ein: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

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Lebenswenden – Bericht vom Einkehrvormittag in Mühldorf

Gestern haben wir in der Pfarrei St. Peter und Paul einen Einkehrvormittag zum Thema: „Lebenswenden im Angesicht von Ostern“ gehalten. Wir haben dabei eigene Lebenswenden in den Blick genommen: Geburt und Tod – das Erwachsenwerden – der Beginn und das Ende der Berufstätigkeit – Eheschließung, Geburten von Kindern und Enkeln …

Anschließend haben wir uns mit den Wendungen befasst, die Jesus vor allem in seinen letzten Tagen durchlebt hat. Am Palmsonntag noch  von einer riesigen Menschenmenge umjubelt als König und Befreier, zieht sich Jesus zurück in den Kreis der Freunde beim letzten Abendmahl, später noch weiter in die Einsamkeit und Verlassenheit im Garten Gethsemani. Die Menschenverlassenheit steigert sich sogar noch in die Gottverlassenheit hinein – erfahrbar am Kreuz und noch weiter im Reich des Todes, dem Ort der äußersten Gottferne. Gott steigt hinab in den Bereich der äußersten Gottferne, um in seiner Auferstehung die Menschen wieder ins Leben zu holen – die letze Wende im Leben Jesu und in unserem Leben. Auf Grund dieser Zuversicht dürfen wir unser Leben als Erlöste und Befreite gestalten – nicht mehr geprägt von Angst und Furcht vor einer ewigen Verdammnis, wie es die Menschen des Mittelalters und vor allem der Renaissance getan haben, sondern mutig, gelassen und hoffnungsfroh.

Im Schlussgebet haben wir an Menschen gedacht, die gerade in einer Lebenswende stehen, die Krisen durchleiden müssen und deren weiterer Weg unklar ist. Für sie und uns haben wir im Segen Gottes Begleitung auf unserem Weg erbeten.

 

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Gedanken zur Fastenzeit (2)

Heute stelle ich ein Gedicht von Max Bolliger vor:

Gebet des Jakob Böhme, Schuhmacher und Mystiker zu Görlitz.       Es spricht mich sehr an durch die Verbindung von Alltag und Spiritualität. Durch die Bodenständigkeit des Handwerks bekommt die Gottessehnsucht noch mal mehr Gewicht. Vielleicht ist es auch für Sie eine Anregung, Ihr Leben und Ihr alltägliches Tun im Lichte Gottes zu betrachten und ein persönliches Gebet zu versuchen?

Hier auf dem Tisch sind meine Werkzeuge
und in mancherlei Formen zerschnittenes Leder.
Überall feines und grobes Schuhzeug
und der Geruch davon haftet immer an mir.
Fern geht der Hufschlag eines Pferdes
und über den Giebel des Nachbarhauses
fällt durch meine offene Tür eine schmale Sonnenspur
auf das Spinnengeweb, das ich seit Tagen hüte.
Und hier, Herr, sind meine Hände und tun geringe Arbeit,
ganz erfüllt von Liebe zu Dir.
Aber wie soll ich eins sein mit Deiner Stimme in mir?
Meine Furcht baut wieder tausend Berge
zwischen deinen Himmel und meine Nacht,
zwischen unsere Liebe.
Aber Du, Gott, bist wunderbar.
Du läßt mich nicht und kommst
über alle Hindernisse zu mir.
O Gott, lass mich bereit sein,
wie die Erde im Frühling,
bereit für die Stimme meines Engels.

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Aschermittwoch in Heldenstein

Am Aschermittwoch haben wir im Seniorenclub in Heldenstein einen kleinen Gottesdienst gefeiert. An diesem Tag beginnt ja der lange Weg nach Ostern. Diesen Weg sind wir innerlich nachgegangen an Hand der Evangelien der kommenden Sonntage.

Manches war aus dem eigenen Leben bekannt und vertraut: die Versuchung, zu Gunsten von Macht, Einfluss und Reichtum die eigene Bestimmung zu verlassen – die Erfahrung von Krankheit und Tod – lernen zu müssen, dass es wichtig ist, zuzuhören und das Leben der anderen zu verstehen bevor man mit gute Ratschlägen kommen kann – Aufstieg und auch Scheitern. Am Ende jedoch steht die österliche Auferstehung, in der sichtbar wird, wie liebevoll Gott unseren steinigen und kurvigen Weg begleitet.

So wurde uns der Segen mit der Asche zur Ermutigung, das eigene Leben mit allen Höhen und Tiefen anzunehmen und der Vollendung durch Gott entgegen zu gehen.

Als Stärkung, Ermutigung und ersten Geschmack dieses Himmelreiches haben wir anschließend beim Kaffeetrinken und Reden erfahren, wie lebendig und frohmachend die Gemeinschaft untereinander ist.

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Förderung für seniorengerechten Umbau der Wohnung

Manche Menschen denken daran, ihre Wohnung oder ihr Haus altersgerecht umzubauen, etwa das Bad. Die KfW fördert den Umbau zur altersgerechten Wohnung mit zinsgünstigen Darlehen. Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien gibt es unter folgendem Link: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/index-2.html

 

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Gedanke zur Fastenzeit (1)

Ich möchte in der Fastenzeit immer wieder Gedanken zum Nachdenken hier veröffentlichen und so zur Begegnung mit Gott anregen.

Heute ein Gedicht von Juan Ramón Jiménez, das als Motto für die gesamte Fastenzeit taugen könnte:

Lauf nicht, geh´langsam:
Du musst nur auf dich zugehn!
 
Geh´langsam, lauf´nicht,
denn das Kind deines Ich, das ewig
neugeborene,
kann dir nicht folgen!
 
 
 
 

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Barrierefrei wohnen

Von der Firma casando bin ich auf deren Konzept zum barrierefreien Wohnen aufmerksam gemacht worden.Es gibt dort vielfältige Hinweise und Tips für kleine und auch größere Veränderungen in der Wohnung bzw. im Haus.

Hier mal das Inhaltsverzeichnis:

Wer sich weiter informieren möchte, findet die Broschüre unter folgendem Link:

http://www.casando.de/barrierefrei-wohnen-ratgeber/

 

 

 

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Ehrenamtliche sollen pflegen

Den gestrigen Presseberichten ist zu entnehmen, dass der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann folgenden Vorschlag unterbreitet hat: „Pflegende Familien sollten fachlich gute, aber auch menschliche und bezahlbare Hilfe zur Entlastung bekommen“.  Er meint damit, dass neben den ambulanten Pflegediensten auch in der Pflege geschulte Ehrenamtliche für einfache Hilfestellungen in den Familien von Pflegebdürftigen tätig werden können, um so das Leben daheim zu ermöglichen.

Ich meine, dass diese Überlegungen in die richtige Richtung gehen. Mich freut, dass nicht nur von Demenzerkrankten die Rede ist, sondern von allen Pflegebedürftigen. Viele pflegende Angehörige sind jetzt schon an bzw. über der Grenze des Belastbaren. Da ist es natürlich hilfreich, kompetente Menschen an der Seite zu wissen, die für eine kleine Aufwandsentschädigung für Entlastung sorgen. Fatal wäre es allerdings, wenn damit das Signal gesetzt würde, dass man für jedwede Hilfestellung eine Ausbildung bräuchte. Vieles kann man sicher auch so machen – mit Herz und gesundem Menschenverstand: Gespräche, Besorgungsfahrten, Wissensvermittlung …

Ein zweiter Gedanke ist auch, dass es viele Menschen ab der Lebensmitte gibt, die (nach dem Berufsleben) eine sinnvolle Aufgabe suchen. Das Potenzial derer, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, liegt erstaunlich hoch – und zwar auch noch bei Hochbetagten über 80 Jahre (da immerhin noch 3 %). Manchmal sind diese Menschen ja auch schon pflegeerfahren (etwa durch die Pflege der eigenen, mittlerweile verstorbenen Eltern) und können so ihre Kompetenz einbringen zum Wohle anderer. Sie selber erfahren Erfüllung, Dankbarkeit und Zufriedenheit.

So können die ehrenamtlichen und geschulten Pflegenden ein Baustein in einer pflegefreundlichen Gemeinde werden.

 

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