Präventive Hausbesuche

Ich hatte ja vor zwei Jahren schon Mal das niederländische Projekt der „Küchentischgespräche“ vorgestellt. Es zielt darauf ab, schon präventiv, also bevor ein Pflegefall eintritt, einen Bedarf für Unterstützung herauszufinden. Auch in Deutschland gibt es dazu erste Projekte.

Jetzt hat der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. devap ein Positionspapier veröffentlicht. Darin stellt er den wachsenden Bedarf an solchen Präventionsmaßnahmen dar und zeigt auf, wie wichtig dafür qualifizierte Ansprechpartner sind. Sie verfügen über Wissen bzgl. der Hilfsmöglichkeiten und sind gut vernetzt.

Ich meine, es ist eine gute Anregung, in Kommunen und Kirchengemeinden über die Menschen mit evtl. Unterstützungsbedarf nachzudenken.

Wer das Positionspapier lesen möchte, findet es unter folgendem Link:

https://www.devap.de/news/devap-pressemitteilung-flaechendeckende-implementierung-des-praeventiven-hausbesuchs-devap-fordert-den-praeventiven-hausbesuch-als-gkv-leistung-einzufuehren/

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Was soll von mir bleiben?

Besinnlicher Vormittag in Niederbergkirchen

Die Seniorenseelsorgerin für den Landkreis Mühldorf Marianne Kaltner bietet in Kooperation mit dem Haus der Familie in Niederbergkirchen einen besinnlichen Vormittag an. Er findet am

8. November 2022 von 9.00 – 11.00 Uhr im Pfarrheim in Niederbergkichen

statt. Eingeladen sind alle Menschen ab der Lebensmitte, besonders auch die Bewohner*innen der Seniorenheime. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Marianne Kaltner schreibt im Flyer:

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Allerheiligen 2022

In einer Woche gedenken wir aller Heiligen. Wir tun es wie immer in einer Welt voller Un-heil. Natürliches Unheil wie Krankheiten und menschengemachtes Unheil wie Krieg, Gewalt, Übervorteilung, Ungerechtigkeit, Diskriminierung.

Was also kann „Allerheiligen“ bedeuten?

Wir denken an die vielen Namenlosen, die dennoch „heilg“ waren. Sie waren es, weil sie ihr Leben im Bewusstsein des menschenfreundlichen Gottes gelebt haben. Nicht fehlerfrei, nicht ohne Versagen, manchmal nach Umwegen und dem Durchschreiten von Abgründen.

Gerade darin aber auch ein Beispiel, dass Veränderung (biblisch: Umkehr) möglich ist.

Gerade darin aber auch ein Hoffnungszeichen für Gottes Barmherzigkeit.

Gerade darin aber auch ein Impuls für unser jetziges Leben: es mit aller zur Verfügung stehenden Kraft (trotz und in aller Begrenztheit) zur Sichtbarmachung der Menschenfreundlichkeit Gottes zu versuchen.

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Information zur Grippeimpfung

Wir blicken immer wieder gespannt auf die Zahl der Menschen, die an Corona erkranken. Gerade die Krankenhauseinweisungen bieten Anlass zur Sorge.

Im Hintergrund aber kündigt sich – wie oft im Herbst – eine weitere Viruserkrankung an: die Grippe. Sie wird gerade im Verhältnis zu Corona meist unterschätzt, birgt jedoch ebenfalls hohe Risiken und auch eine gute Möglichkeit der Vorbeugung: die Impfung.

Die Deutsche Seniorenliga bietet auf ihrer Homepage dazu eine Broschüre an. Dort gibt es Informationen über diese Krankheit, das erhöhte Risiko für Menschen ab 60 Jahren und auch Anregungen, wie man das eigene Immunsystem stärken und unterstützen kann. Schließlich erklärt sie die Wirksamkeit und den Nutzen der Grippeimpfung.

Wer die kostenlose Broschüre bestellen oder herunterladen möchte, findet sie (neben anderen) unter folgendem Link:

https://www.deutsche-seniorenliga.de/infomaterial.html

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Der Sozialraum Jesu

Wenn es um eine moderne Seelsorge geht, wird oft vom „Sozialraum“ gesprochen. Damit wird der Raum benannt, in dem sich die Menschen bewegen. Das ist der Wohnort oder der Arbeitsplatz oder die Freizeitgestaltung. Zu diesem jeweiligen Ort gehört auch das Umfeld im Umkreis von gut 500 m (so hat es mir Mal ein Soziologe gesagt).

Als Kirche orientieren wir uns an Jesus. Was ist sein Sozialraum?

Ich habe die synoptischen Evangelien Markus, Mattäus und Lukas angeschaut. Jesus hatte als Erwachsener keinen festen Wohnort oder Arbeitsplatz. Räumlich bewegt sich Jesus vorwiegend in Galiläa bis hinauf nach Sidon und Tyrus oder östlich ans Ostufer des Sees Gennesareth. Erst ganz am Ende wandert er nach Süden, nach Jericho und Jerusalem.

Aber Jesus hatte auch seinen „Sozialraum“. Er besteht aus den Menschen. Es sind oft Kranke oder Ausgeschlossene, Sünder oder Suchende, manchmal auch Provokateure und Engstirnige. Er hat keine Berührungsängste mit Ausländern und Fremdgläubigen, auch nicht mit der Besatzungsmacht.

Jesus begegnet ihnen oft hilfreich, besonders dann, wenn er zuhört. Manchmal gelingt ihm das Zuhören nicht so Recht, er ist von missionarischem Eifer gepackt und macht dann die Entdeckung, dass auch andere ihm was zu sagen haben, was seinen Horizont erweitert. Jesus scheint viele Impulse gerade aus der Begegnung mit anderen, ihm fremden Menschen bekommen zu haben – nicht von den Bekannten seiner Heimatstadt Nazareth.

Zum Sozialraum Jesu gehört auch seine Beziehung zu Gott. Es ist eine Beziehung auf Augenhöhe, von gleich zu gleich, im intensiven Gespräch. Ein Rückzugsraum, ein Raum der Vergewisserung, des Kraftschöpfens – für sich selbst und die Begegnung mit den anderen.

Moderne Sozialraumseelsorge und alle Gläubigen in der Kirche finden am Vorbild Jesu (obwohl 2000 Jahre alt) unglaublich starke Impulse.

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Kirchweih 2022

Bald ist wieder der Kirchweihsonntag, der Tag, an dem man der Weihe der Kirche gedenkt, wenn der tatsächliche Weihetage nicht bekannt ist.

Dieses Jahr jedoch ist – 60 Jahre nach Beginn des 2. Vatikanischen Konzils – geprägt von Aufbruchstimmung einerseits und Angst vor Veränderung andererseits. Standortbestimmung ist angesagt und Zukunftsvision. Die Kirche ist nicht mehr „das Haus voll Glorie“. Vielmehr verbeult und geschunden von Missbrauch von Macht und Klerikalismus, von Weltfremdheit und egozentrischer Selbstzufriedenheit. Und es gibt daneben und dagegen engagierte Gläubige bei den Seelsorgern und den Ehrenamtlichen, die (etwa beim „Synodalen Weg“) Wege in die Zukunft suchen, Wege zu den Menschen hin. Sie orientieren sich am Beispiel Jesu und dessen Hinwendung zu den Menschen. Sie wenden sich den Menschen zu, die in ihrer Gemeinde, in ihrem „Sozialraum“ leben. (Nachdem viel vom Sozialraum die Rede ist, werde ich Mal einen Beitrag schreiben zum Sozialraum Jesu.)

„Die Kirche im Dorf lassen.“ Was als beschwichtigendes Sprichwort gilt, könnte aber Programm zur (Neu-)Orientierung bieten: Welche Menschen leben im Dorf/ der Gemeinde/ dem Sozialraum in welchen Lebenssituationen? Und wie kann unsere Kirche (Haupt- und Ehrenamtliche!) diesen Menschen begegnen?

Ich meine: Zuhörend – wahrnehmend – zugewandt – deutend – diakonisch dienend.

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Bibelgespräch für Senior*innen

Die Seelsorgerin für Senioren und Seniorinnen im Landkreis Mühldorf Marianne Kaltner bietet am kommenden Mittwoch ein Bibelgespräch an. Es hat den Titel: „… die Frau schweige in der Gemeinde!“

Das klingt in unseren heutigen Ohren provozierend, sind wir es doch mittlerweile gewohnt, dass Frauen in der Kirche Verantwortung übernehmen, sei es ehrenamtlich oder hauptamtlich. Das war im 1. Jhd. nach Christus, als dieser Satz geschrieben wurde, zwar nicht anders, markiert aber wohl eine damals drängende (Macht-)Frage. So dürfen sich die Teilnehmer*innen wohl auf einen interessanten Vormittag freuen. Am 5. Oktober von 9 – 11 Uhr im Kloster Zangberg.

Marianne Kaltner bittet um eine Anmeldung bis zum Dienstag, den 4. Oktober unter der Telefonnummer: 0175 578 98 60.

Flyer der Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner

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Erntedank 2022

Wir feiern auch in diesem Jahr wieder Erntedank. Vielleicht mit einem größeren Bewusstsein als sonst, dass eine gute Ernte alles andere als selbstverständlich ist.

Die Hitze des Sommers und die Dürre bei uns haben Auswirkungen auf unsere Ernte. In vielen Teilen dieser Welt herrschen diese Umstände seit Jahren.

Saharastaub über Mühldorf;
Foto: Michael Tress

Das Wasser wird rar und rückt als kostbares Gut in unser Bewusstsein. In manchen Ländern (z.B. in Chile) schöpfen das Grundwasser große Firmen ab und den Bauern bleibt wegen der sinkenden Grundwasserspiegel nichts/ nicht ausreichend für Ackerbau und Viehhaltung. Ähnliches geschieht auch bei uns.

Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass eine gute Ernte auch sichere Handelswege braucht, um Menschen in Hungergebieten zu erreichen. Der Krieg und der Klimawandel zwingen uns dazu, unser Verhalten zu ändern. Weniger Konsum von Energie bedeutet mehr Klimaschutz, bedeutet mehr Ernteertrag, bedeutet mehr Leben.

Da brauchen wir nicht (nur) auf göttlichen Segen warten und hoffen, da können wir alle selbst etwas tun. Wie im afrikanischen Sprichwort:

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Angesicht der Erde verändern.

Und wir dürfen natürlich auch Gott dankbar sein, dass es uns insgesamt gut geht in Deutschland – und solidarisch mit den Menschen, die es nicht so gut haben.

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Demenzbroschüre der bagso

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (bagso) weist im neuesten Newsletter auf eine Broschüre hin, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (bzga) veröffentlicht hat. Die bagso schreibt dazu:

Thema Demenz: Schwerpunkt und Faltblätter beim Portal „Gesund aktiv älter werden“
 
Aktuell leben in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 wird diese Zahl auf bis zu 2,8 Millionen steigen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat einen neuen Themenbereich „Demenz“ auf ihrer Internetseite „Gesund aktiv älter werden“ veröffentlicht. Neben Tipps zur Vorbeugung und zum Umgang mit der Erkrankung finden Bürgerinnen und Bürger dort Informationen, woran sie eine Demenzerkrankung erkennen, was Demenz verursacht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Zusätzlich hat die BZgA fünf Faltblätter über Demenz veröffentlicht. Die Themen sind: Vorbeugen und Risiko senken, Der Diagnose mutig begegnen, Betroffene achtsam begleiten, Früh erkennen, früh handeln, Der Weg zur Diagnose.

Hier der Link dazu: https://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/gesundheitsthemen/demenz/

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Netzwerk Demenz im Landratsamt Mühldorf

Seit 2021 gibt es im Landratsamt ein Netzwerk für Demenz. Es wurde vom Gesundheitsamt initiiert und umfasst viele Partner aus unterschiedlichen Bereichen (etwa die AWO, das Caritas-Zentrum oder die Seniorenseelsorge im Landkreis Mühldorf). Das Netzwerk richtet sich an alle, die mit dieser Krankheit konfrontiert sind, sei es als Angehörige, sei es als Menschen im Umfeld (etwa im Dorf oder in der Nachbarschaft), sei es auch für die, die sich informieren wollen.

Auch im Rahmen der 3. Bayerischen Demenzwoche (siehe meine früheren Beiträge) gibt es einige Veranstaltungen, etwa eine Wanderausstellung, die im Oktober im Landratsamt zu sehen sein wird.

Auf der Homepage des Landratsamtes finden Sie die Mitglieder des Netzwerkes, Veranstaltungen und dauerhafte Angebote der einzelnen Akteure.

Hier der Link: http://www.lra-mue.de/demenz

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