Die Priscus-liste von Medikamenten für Ältere

Viele Senioren benötigen eine ganze Reihe von Medikamenten. Neben den erwünschten Wirkungen haben sie jedoch häufig unerwünschte Nebenwirkungen und oftmals auch Wechselwirkungen. Daraus können sich Komplikationen ergeben. Dies zu erforschen, hat sich ein Projekt mit Namen „Priscus“ (aus dem lateinischen Wort für „der Alte“) zum Ziel gesetzt. Herausgekommen ist eine Liste von Wirkstoffen, die in ihren unerwünschten Wirkungen beschrieben werden und für die auch Alternativen aufgezeigt werden. Die „Priscus-liste“ ist immerhin 33 Seiten stark. Sie ist zu finden unter www.priscus.net.

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Zu den Bedürfnissen älterer Menschen

In einer Studie zu den Bedürfnissen älterer Menschen wurde als wichtigster Wunsch der nach innerem Frieden und nach einem guten Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern genannt. Das war für mich noch wenig überraschend.

Neu war für mich jedoch, dass auch Hochbetagte – ja sogar noch Sterbende – als zweites den Wunsch hatten, anderen etwas zu geben, für andere da zu sein, anderen helfen zu können, für jemanden Bedeutung zu haben. Erst danach kamen die religiösen Bedürfnisse und der Wunsch nach entlastenden Gesprächen oder Klärung. Diese letzten Bereiche werden wohl schon gut abgedeckt, sei es durch Angehörige, Besucher, Pflegende oder Seelsorger.

In der Konsequenz vor allem des zweiten Punktes müssten wir also fragen: worin sind die Hochbetagten und die Sterbenden Experten?  Welches Potenzial hat jemand auch noch am Ende seines Lebens? Wobei kann uns ein Sterbender helfen, was kann er uns geben?

Eine Antwort habe ich im Gespräch mit Hinterbliebenen herausgefunden. Sie hatten den Eindruck, völlig hilflos zu sein und nichts mehr für den Sterbenden tun zu können. In Wahrheit konnten sie sehr viel tun im Dasein, im Reden, im Körperkontakt, im Aushalten des Sterbens. Aber auch umgekehrt haben sie vom Sterbenden den Trost erfahren, dass auch sie (die Angehörigen) nicht im Sterben allein sind, sondern eben liebevoll verbunden mit dem sterbenden Freund oder Familienmitglied. Dies hat ihnen Schuldgefühle erspart, mit denen sich andere dann doch herumschlagen (müssen). Die Sterbenden konnten vermitteln, dass auch der Tod einem Menschen nicht die Würde nehmen kann. So konnten sie auch ein Stück weit Vorbild sein für das eigene Sterben und die Angst davor nehmen.

Das Gesagte gilt vielleicht nicht für jeden Tod und ganz bestimmt nicht für einen plötzlichen, unvorhergesehenen. Aber es ist für mich auch eine Aufgabe, dem Sterbenden diese Erfahrung zu ermöglichen (wo immer es geht), dass er auch im Tod noch gebraucht wird und für andere Bedeutung hat.

 

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Zur Arbeit des Pflegepersonals in den Seniorenheimen

Als Seniorenseelsorger komme ich auch immer wieder in Kontakt zum Personal in den Seniorenheimen. Ich merke da, wie vielfältig und anstrengend diese Arbeit ist, wie stark das Pflegepersonal gefordert ist, fachlich korrekt zu handeln und darüber hinaus auch freundlich zu sein. Eine Alltagsbegegnung in ganz anderem Zusammenhang hat mir in dieser Woche vor Augen geführt, wie nervtötend und anspruchsvoll der Umgang mit an Demenz Erkrankten sein kann, etwa wenn jede Minute dieselbe Frage gestellt wird und die Antwort sofort wieder vergessen ist. Vom Personal in den Pflegeheimen wird aber selbstverständlich erwartet, dass sie dies „professionell“ behandeln. Dabei sind die Pflegerinnen und Pflegehelferinnen (natürlich auch die Männer) auch „nur“ Menschen mit Gefühlen, Belastungen, Freuden … Meist stecken sie diese Beanspruchungen gut weg. Aber in Zeiten des Urlaubs oder bei Erkrankungen von Kolleginnen wird die ohnehin häufig dünne Personaldecke noch mehr strapaziert. Das geht manchmal zu Lasten der Gesundheit – nicht nur des Personals, sondern auch der Bewohner.

Ich denke, es ist gut, diese Situation im Bewusstsein zu haben – und auch zu sehen, mit wieviel Freude und Engagement die Pflegenden trotz und in aller Belastung ihre Arbeit tun – oft mit viel Einfühlungsvermögen für die Würde der Bewohner. Ich möchte an dieser Stelle sehr dafür werben, den Pflegenden dafür auch mal „Danke“ und „Vergelt´s Gott“ zu sagen, denn leider geschieht das wohl nicht sehr oft. Aber wir Menschen leben eben nicht nur vom Lohn, sondern auch von der Anerkennung.

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Bevölkerungsprognose der Bertelsmannstiftung

Die Bertelsmannstiftung hat heute eine Bevölkerungsprognose veröffentlicht unter dem Titel „Demographischer Wandel verstärkt Unterschiede zwischen Stadt und Land“. Darin wurde die zahlenmäßige Entwicklung der Städte und Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern sowie aller Landkreise berechnet. Trotz hoher Zuwanderung (die wir wirtschaftlich auch brauchen) wird die Bevölkerung Deutschlands zahlenmäßig schrumpfen auf unter 80 Millionen. Allerdings werden große Städte eher wachsen, der ländliche Raum verliert z. T. dramatisch um bis zu einem Viertel der Bevölkerung. Diese Regionen sehen sich vor große Herausforderungen gestellt: Mobilitätsangebote, schnelles Internet und eine Gesundheitsversorgung in erreichbarer Nähe nennt die Studie.

Die zunehmende Alterung bedeutet einen erhöhten Pflegebedarf. Die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre steigt bundesweit um 47,2 % auf über 6,3 Millionen. Dem gilt es jetzt schon vorzubeugen durch den Aufbau einer funktionierenden Pflegestrukur. (So weit die Studie der Bertelsmannstiftung, zu finden unter: www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse)

Viele Experten empfehlen dafür einen Mix aus Pflegeheimen, ambulanten Diensten und häuslicher Versorgung, in die auch Ehrenamtliche eingebunden sind, um die Angehörigen zu entlasten. Diese tragen jetzt schon die Hauptlast der Pflege und werden durch die Zunahme der Pflegebedürftigen, die erhöhte Frauenerwerbsquote, die größere räumliche Distanz zu den Pflegebedürftigen u. ä. immer mehr belastet werden. Ich meine, das ist eine Aufgabe, der sich Kommunen und auch Pfarreien gemeinsam stellen müssen.

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Seniorentag in Frankfurt

In der letzten Woche fand in Frankfurt a. M. der 11. Deutsche Seniorentag statt. In den Meldungen der veranstaltenden BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) wird vor allem das große Interesse und die aktive Teilnahme der Senioren betont. Besonderen Anklang fand wohl eine Podiumsdiskussion zwischen Alt und Jung.  Die BAGSO schreibt darüber:

Alt und Jung – zwei Welten?

Ein wahrer Publikumsmagnet war das Publikumsgespräch mit Franz Müntefering, Bundesminister a.D. und Dr. h.c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin a.D., sowie Schülerinnen und Schülern des Lessing Gymnasiums. Die Diskussion zwischen den Generationen, moderiert von der Chefredakteurin des Senioren Ratgebers Claudia Röttger, zeigte schnell, dass das gegenseitige Interesse sehr groß ist: „Wir profitieren von den Erfahrungen und dem Wissen der Älteren“, so das Ergebnis einer Studie, die von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe im Rahmen eines Schulprojektes durchgeführt wurde. Auch auf dem Deutschen Seniorentag trafen die Schüler auf sehr aufgeschlossene und aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Gymnasiasten gern Rede und Antwort standen. Es zeigte sich, dass Jung und Alt in ihren Wertevorstellungen gar nicht so weit auseinander lagen. Müntefering appellierte an die Jugend: „Sorgt dafür, dass die Welt morgen so ist, wie Ihr sie wollt, mischt Euch ein!“ Dem schloss sich die ehemalige Oberbürgermeisterin an: „Ihr seid die Zukunft von morgen, gestaltet sie entsprechend.“

Die Erfahrung, dass Werte die Menschen verschiedener Generationen verbinden, habe ich früher schon bei Firmelternabenden gemacht. Manchmal werden freilich dieselben Werte anders gelebt – etwa: Gemeinschaft oder Verlässlichkeit oder Treue (die einen meinen: in der Familie, die anderen: mit Freunden). Aber es ist gut, wenn diese gemeinsame Basis immer wieder ins Bewusstsein kommt. Auch dass die Erfahrung der Senioren einen Schatz für die Jungen darstellt, ist eine große Wertschätzung und zeugt von Achtung. Umgekehrt sind die Älteren auch auf die Solidarität und die Tatkraft der Jüngeren angewiesen – sei es gesellschaftlich, sei es persönlich. Vielleicht könnten solche Podiumsdiskussionen öfter und im kleineren Rahmen statfinden?

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Lesung im Bundestag zur Sterbehilfe

Heute wird im Bundestag ein erstes Mal über die Problematik der Sterbehilfe debattiert. Hintergrund ist die Regelung der aktiven Sterbehilfe beim assistierten Suizid. Dieser ist bislang straffrei, es bedarf jedoch einer Regelung, wenn es um gewerbsmäßige Suizidbeihilfe geht.

Menschen, die erwägen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, wollen damit einen langen Leidensweg beenden.  Ich hoffe immer, dass diese Menschen an gute Schmerztherapeuten und Palliativmediziner geraten, die ihnen die Angst vor den Schmerzen und auch die Schmerzen selbst nehmen oder doch auf ein erträgliches Maß reduzieren können.

Eine zweite Motivation sehe ich im Wunsch nach einem assistierten Suizid, das ist das Selbstbestimmungsbedürfnis des Menschen. Gerade angesichts des Sterbens und des Todes spüren wir, dass uns das Leben entgleitet, manchmal in Bereiche, die wir überhaupt nicht steuern können. Das auszuhalten wird zur schier unerträglichen Qual. Da scheint der Suizid als letzte Möglichkeit, das eigene Leben beeinflussen zu können, wenn auch mit Hilfe anderer.

Ich denke freilich, dass dadurch auch wichtige Lebensprozesse abgekürzt oder verhindert werden. Ein Leben erscheint mir nicht nur wertvoll durch die Leistung, die einer bringt, sondern auch durch die Liebe und Fürsorge, die er anderen ermöglicht. Auch das Vorbild, das er anderen im Aushalten und Durchleben des Sterbeprozesses gibt, ist eine wertvolle Erfahrung.

 

 

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Studiengang Heimat heute – Heimat morgen

Das Katholische Kreisbildungswerk bietet ab dem Herbst einen Studiengang: „Heimat heute – Heimat morgen“ an. In jedem der vier Semester wird ein Thema behandelt:

Regionalkultur und Heimat – Der Mensch als soziales Wesen – Ohne gesunde Natur keine Heimat – Der wirtschaftende Mensch und seine Wurzeln.

Der Studiengang besteht pro Semester aus drei halbtägigen Vorlesungen, zwei ebenfalls halbtägigen Seminaren und vier Exkursionen (halb- oder ganztags). Außerdem erhält jeder Teilnehmer vorab schon ein Skript zur persönlichen Vorbereitung sowie eine individuelle Begleitung und Betreuung. Der Preis beträgt 455 € für ein und 850 € für zwei Semester. Weitere Kosten fallen nicht an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 15 – 25 Personen. Semesterbeginn ist am Dienstag, den 6. Oktober, die Veranstaltungen finden immer dienstags von 9 – 12 Uhr im Haus der Wirtschaft, Töginger Str. 18, statt.

Weitere Informationen und Anmeldung (bitte bis 31. Juli 2015) beim Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf, Tel: 08631/37 67 0 oder über kreisbildungswerk@t-online.de

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Lokale Allianzen für Demenzkranke/ Projektkoffer für Kommunen

Das Bundesfamilienministerium möchte gerne Lokale Allianzen für Demenzkranke fördern. Dabei ist auch die Unterstützung der Angehörigen im Blick, denn diese leisten den weitaus größten Teil der häuslichen Pflege. Bis zum Jahr 2016 sollen in ganz Deutschland bis zu 500 solcher Allianzen entstehen. Das Bundesministerium schreibt dazu:

Eine Demenzdiagnose darf nicht zum Ausschlusskriterium unserer Gesellschaft werden. Wir brauchen vor Ort Strukturen, die Erkrankten und ihren Familien konkret helfen, trotz Demenz ihren Alltag so normal wie möglich weiter zu leben. Deshalb will der Bund in ganz Deutschland Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz ins Leben rufen und über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 10.000 Euro fördern. Diese Allianzen sollen auf kommunaler Ebene auf ähnlicher Basis wie die Lokalen Bündnisse für Familien arbeiten.
Die Kommune ist der Ort, an dem wir alle als Nachbarn, als politische Entscheidungsträger, als Arbeitgeber oder als zivilgesellschaftliche Akteure direkt Einfluss auf die Gestaltung unserer Lebensbedingungen nehmen. Wichtig ist, in gemeinsamer Verantwortung Unterstützung, Hilfe und Pflege aufeinander abzustimmen.

Wer sich näher dazu informieren will, findet alles weitere auf der Seite: http://www.lokale-allianzen.de/startseite/das-programm.html

Die Deutsche Alzheimergesellschaft hat einen Projektkoffer für Kommunen entwickelt. Zu finden ist er unter:

http://www.alzheimer-bayern.de/hauptseiten/projekte_Kommune_Projektkoffer.htm

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Treppenliftinitiative

Ich möchte auf eine Initiative hinweisen, auf die ich selber aufmerksam gemacht wurde. Sie richtet sich an Menschen, die daran denken (müssen), die Mobilität bei Treppen sicher zu stellen. Die nichtgewerbliche Seite der Treppenliftinitiative bietet übersichtlich Informationen über die verschiedenen Modelle (Treppenlift, Hublift, Plattformlift etc) sowie über Finanzierungsmöglichkeiten, etwa Zuschüsse von der Pflegekasse oder einen Kauf von gebrauchten Liften. Wer sich einen Lift nicht leisten kann, kann über diese Seite auch einen Spendenaufruf starten.

Sie finden diese Seite auf folgendem Link: http://www.treppenlift-initiative.de/. Ich habe sie auch auf meine Linkseite aufgenommen.

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Ü60-Messe in Mühldorf

Am kommenden Mittwoch, den 24. Juni 2015 lädt die Caritas und die Stadt Mühldorf wieder zur Ü60-Messe in den Haberkasten in Mühldorf ein. Ab 12.00 Uhr ist die Ausstellung der Akteure in der Seniorenarbeit eröffnet, man kann sich dort über alle möglichen Hilfsmittel, Pflegedienste, Seniorenheime, Essen auf Rädern etc. informieren lassen. Um 13.00 Uhr begrüßen dann die 1. Bürgermeisterin Marianne Zollner, der Caritas-Kreisgeschäftsführer Herbert Späth sowie die Seniorenreferentin der Stadt Mühldorf Marianne Pfaffeneder die Besucher.

Anschließend gibt es zwei Vorträge: Dr. Norbert Schön spricht über das „Herz – Motor des menschlichen Körpers“ und Birgit Haserer, Fachreferentin des Landescaritasverbandes Bayern stellt das neue Pflegestärkungsgesetz vor.

Um 14.30 sind die Senioren zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Um 15.00 biete ich dann eine Gesprächsrunde an, in dem wir schauen, wie die Bibel über das Alter und die Alten spricht. Wir werden wohl auch Anregungen für unser Altern heute finden.

Um 15.30 referiert Dr. Stefan von Clarmann über „Sturz im Alter“ und was man vorbeugend dagegen tun kann. Den Abschluss bildet um 16.00 Uhr ein Vortrag von Hannes Weishäupl über das Erbrecht.

Auch auf diesem Wege möchte ich gerne alle Senioren zu diesem sicher vielfältigen, informativen und hilfreichen Nachmittag einladen. Der Eintritt ist übrigens frei, ebenso Kaffee und Kuchen. Bitte geben Sie diese Einladung auch an andere weiter, die nicht über Internet verfügen, aber womöglich Interesse haben.

P.S. Falls jemand eine Fahrmöglichkeit braucht, darf sie/ er sich an den Malteser-Hilfsdienst unter der Telefonnummer 08631/ 184 88 00 wenden.

 

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